Menü

Portico Quartet (GB) / Studnitzky Trio (D)

Jazz forward!

Aug ’10
11
19:30

Sein Sound ist unverwechselbar, seine Klangwelten sind detail- und ereignisreich, sein Anliegen ist in einer sehr persönlichen musikalischen Sprache formuliert. Sein neues Album heißt »EGIS« – ein Album, das all sein Können auf den Punkt bringt, lustvoll und spannend daherkommt – voller unterschiedlicher Geschichten, hoch konzentriert und aufgeladen mit viel Energie.

Studnitzki TrioSebastian Studnitzky lebt in Berlin, ist ein gefragter und profilierter Sideman auf internationalen Bühnen (u.a. mit Nils Landgren und Jazzanova) und ist in vielen Musikstilen zuhause. Ob mit der Trompete oder am Klavier sind seine Songs durch seine ungewöhnliche, sehr individuelle Klangfärbung geprägt: weich, fließend und zurückgenommen, aber nicht minder intensiv und eindringlich - entwaffnend schlicht und unmittelbar. Nach den unzähligen Touren und Festival-Auftritten in aller Welt hat sich der Multiinstrumentalist Sebastian Studnitzky jetzt die Ruhe genommen seine eigene Musik zu formulieren.

Die lustvoll kreative Suche nach organischen Klangfarben und -mustern hat sein Spiel geprägt. Es geht ihm mehr um Reduktion bzw. um die Bildung aussagekräftiger Destillate als darum, so viele Noten wie möglich in ein Solo zu pressen. “Ich stehe darauf”, so Sebastian Studnitzky, “wenn alles etwas schlichter daherkommt. Ich möchte lieber die Musik und die Musiker sprechen zu lassen und auf das plakativ Spektakuläre zu verzichten.” Hier wird das Beste von Jazz und Pop miteinander verbunden - riskante organische Soli und aktuelle luftige Grooves, songdienliche Kreativität und hookige Abstraktionen.

Sebastian Studnitzky, trumpet; Paul Kleber, bass; Sebastian Merk, drums

Portico Quartet credit Toby SummerskillIst Brit Jazz das nächste große Ding? Oder vielleicht sogar das aktuelle große Ding? Auf jeden Fall wird diese junge Band aus London in Kürze eine der aufregendsten neuen Jazz Bands sein. Portico Quartet besteht aus vier Jungs aus London, deren Album „Knee Deep in the North Sea“ 2008 auf der Shortlist des Mercury Prize stand. Was nichts anderes bedeutet, als dass das Debüt des Portico Quartet von der Preis-Jury zu den zwölf besten britischen Alben des Jahrgangs 2007/08 gezählt wurde. Damit die Schubladen nicht so leicht zugehen, charakterisieren die vier Musiker um den Saxophonisten Jack Wylie sich kurzerhand als „Indie-Band, die „Post-Jazz“ spielt“.

Portico Quartet credit Toby SummerskillGut gebrüllt, denn das Portico Quartets ist mit Saxophon, Bass und Schlagzeug eigentlich recht konventionell besetzt,
wäre da nicht Nick Mulvey, der das scheinbar archaische, de facto aber sehr junge Schweizer Perkussionsinstrument Hang spielt, wodurch sich ein afrikanischer und auch karibischer Anklang in den „Post-Jazz“ schleicht. Die Musik des Portico Quartets klingt frisch und tanzbar, dabei sind E-Musik- und Minimal-Referenzen in die Kompositionen verwoben – und das ist ebenso unortodox wie interessant. Das aktuelle Album “Isla”, das in England am 19. Oktober erschien, weckt bei der dortigen Presse Erinnerungen an Radiohead.

Jack Wyllie, sax, loops; Milo Fitzpatrick, bass; Nick Mulvey,  hang; Duncan Bellamy, dr, hang

Kommentieren ist momentan nicht möglich.