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Freitag, 25.7.: Accordion Tribe (USA/A/S/FN/SLO)

Accordion Tribe (photo  credit: Dragan Tasic)
Accordion Tribe (photo credit: Dragan Tasic)

Fünf der innovativsten Akkordeon-Spieler und -Komponisten der Welt: Der New Yorker Guy Klucevsek, der blinde Wiener Musiker Otto Lechner, Finnlands berühmteste Akkordeonistin Maria Kalaniemi, der virtuose Slowene Bratko Bibic und der Schwede Lars Hollmer, von dem Insider behaupten, dass er der genialste zeitgenössische Schöpfer neuer Melodie-Linien sei. Unter dem Namen «Accordion Tribe» haben sich die fünf zusammengetan. Und was sie, scheinbar verspielt, de facto aber konzentriert nach den Wurzeln der Musik tastend, ihren Instrumenten entlocken, ist schlicht einmalig: Trancenhaft intensive Musik, befreit von jeder Konvention und gleichwohl auf ihre Herkunft aus Jazz, Klassik und der Volksmusik verweisend.

Sie sprechen von Gefühlen und Abenteuer, über Herz und Lunge, wenn sie von ihrem Instrument erzählen. Sie leben in New York, Uppsala, Helsinki, Wien sowie Ljublijana und haben trotz unterschiedlicher Kulturen und Biografien eine gemeinsame Leidenschaft: das Akkordeon. Der Amerikaner Guy Klucevsek hatte die anderen vier Musiker 1996 kontaktiert, um mit ihnen zusammenzuspielen: so entstand die Formation Accordion Tribe. Ihre Konzertreise wurde ein Erfolg, 2002 gingen sie ein zweites Mal auf Tournee - begleitet von Filmer Stefan Schwietert. Er porträtiert die fünf Akkordeonisten, filmt sie beim Proben sowie ihren Auftritten und lässt uns der grossartigen Musik zuhören. Tradition als Herausforderung.

Auf höchst eigenständige Weise haben die fünf aus der Volksmusik ihrer Heimat eine Musik jenseits aller Kategorien geschaffen. Ein Doku-Roadmovie mit viel umwerfender Musik. “Wie Guy Klucevsek, der Erfinder und Stammesälteste des ‘Accordion Tribe’, gehöre ich jener Generation an, in der bei Familienfesten noch zu Akkordeon-Begleitung gesungen und gelegentlich auch getanzt wurde. Was für uns einen schönen Kindheits-Nachhall hat, gilt für die Generation des Regisseurs Stefan Schwietert nicht mehr: Er hasste in seiner Jugend das volkstümelnde Dröhnen der Handorgeln aus dem Radio und entdeckte das Akkordeon erst über den Umweg der Weltmusik für sich. Sein Film ist die schönste Form der Wiedergutmachung. Er zeigt, wie Musik reist. Wie sie, gespeist aus Folklore-Wurzeln, neue Zweige treibt und die überraschendsten Früchte trägt“. (ust, “Ein Erlebnis: Sehen, wie Musik reist”, Ober Östereich Nachrichten, 03.03.2005) (A)

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