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Donnerstag, 24.7.: Puppini Sisters (GB)

Puppini Sisters (photo credit: Magnus Hastings)
Puppini Sisters (photo credit: Magnus Hastings)

Willkommen, Bienvenue, Welcome, in der fabelhaft harmonischen Swingwelt der Puppini Sisters! Die brünette Italo-Spanierin Marcella Puppini, die rothaarige Irin Stephanie O’Brien und die blonde Britin Kate Mullins sind augenscheinlich weder verwandt noch verschwägert. Auch Püppchen sind die Damen keine! Aber ein leidenschaftlich launiges Vokalensemble. Aus einer Kaprice heraus, nachdem sie das französische Zeichentrickbonbon “Das große Rennen von Belleville” begeistert hatte (für dessen Filmmusik Komponist Benôit Charest die Klänge der Andrews und Boswell Sisters aufleben ließ).

Noch bevor der französische Tonsetzer dafür im fernen Hollywood mit einem Oscar gekrönt werden konnte, machten sich die drei Sängerinnen auf eigene Faust daran, die herrlichen Harmoniewelten ihrer Sisters im Geiste zu modernisieren. Mit Witz und Respekt, Talent und Elan besorgten sie sich die glamourösen Kleider der stoffreichen Swing-Ära und gaben ihre perfekt harmonisierten Arrangements von Klassikern wie dem “Boogie Woogie Bugle Boy” und “Jeepers Creepers” zum Besten, aber auch verblüffende Versionen von “Panic” (von The Smiths) oder auch “Wuthering Heights” (von der Pop-Diva Kate Bush) - in einschlägigen Nachtclubs und schwülen Spelunken. Eine freudentrunkene Anhängerschaft, nicht ausschließlich - aber doch überwiegend - männlich, folgte ihnen bald von Auftritt zu Auftritt. Woraufhin die sensationellen Sisters einen Managementvertrag mit den ehemaligen Beratern der Cocteau Twins und Smashing Pumpkins ebenso wenig ausschlagen konnten wie einen Schallplattenvertrag mit der Weltfirma Universal Music.

“Wo wir auftreten, gewinnen wir die Herzen des Publikums”, freut sich Marcella. Die Puppini Sisters selbst bezeichnen ihren musikalischen Stil als “Vintage Swing Pop”. Das Trio haucht nicht nur, nein, auf ihrem Debütalbum “Betcha Bottom Dollar” pustet es den Sound der dreißiger und vierziger Jahre so richtig von Herzen durch. Ihr zweites Album „ The rise and fall of Ruby Woo“ emanzipiert sich ein wenig vom Genre, hier gibt es nun auch eigene Kompositionen und originelle Coverversionen zu hören, die nicht in der Swing-Ära zu verorten sind. Songs wie „Walk like an Egyptian“ von den Bangels oder Barry Manilows „Could it be magic“ tut der ironische Appeal des Trios enorm gut.. Ruby Woo übrigens, die geheimnissvolle Titelheldin des Programmes ist ein knallroter Lippenstift über den der englische Observer schrieb „Very Ditta von Teese“

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