Menü

Curtis Stigers (GB)

Lost in dreams

Jul ’11
24
19:30

curtis stigers credit andy lawlessSeit fast zwei Jahrzehnten beweist Curtis Stigers auf seinen Alben und Konzerten, dass die Trennlinien zwischen Jazz, Pop, Soul, Rock, Blues und sogar Country-Musik längst nicht so klar definiert sind, wie es den Anschein haben mag. Indem Stigers seine eigenen Kompositionen mit ein paar wohlbekannten Jazzstandards und Songs von Annie Lennox und Roger Waters mischt, erschafft er ein überraschendes Repertoire, das in seiner Gesamtheit sicherlich noch großartiger ist als die Summe seiner Einzelteile. Dafür wurde er im vergangenen Jahr mit dem Echo als bester Jazzsänger geehrt.

curtis stigers 3 credit andy lawlessAls Curtis Stigers 1991 sein titelloses Debütalbum veröffentlichte, eroberte er die Popwelt im Handstreich: Das Album landete auf Platz 1 der Heatseeker-Charts von Billboard, verkaufte sich über 1,5 Millionen Mal und brachte dem Debütanten mehrere Platinum-Auszeichnungen in aller Welt ein. Mit “I Wonder Why”, “Never Saw A Miracle”, “Sleeping With The Lights On” und “You’re All That Matters To Me” enthielt es zudem gleich vier selbstverfaßte Hit-Singles, von denen es zwei in die Top 10 schafften. Einen weiteren Erfolg verzeichnete Stigers im darauffolgenden Jahr, als er für den Soundtrack des Kinofilms “The Bodyguard” (mit Whitney Houston und Kevin Costner in den Hauptrollen) eine wunderbare Interpretation von “(What’s So Funny ‘Bout) aufnahm. Dann allerdings besann er sich recht bald auf seine eigentlichen Wurzeln und sang wieder Jazz. Mit seiner leicht rauen, soulgetränkten Stimme und einer wunderbar sonoren Phrasierung auf dem Tenorsaxophon zeichnet Curtis Stigers für eine unverwechselbare musikalische Persönlichkeit. Was Curtis Stigers von vielen anderen Jazzsängern heutiger Tage unterscheidet, ist seine Fähigkeit, selber exzellente Songs zu schreiben. “Ich strebe nach einem komplexen und sich stets wandelnden eigenen Stil”, sagt Stigers. “Das macht es schwierig, mich in eine Kategorie einzuordnen. Ich singe wunderbare Liebeslieder, aber ich bin nicht wirklich ein Crooner. Ich schreibe eigene Songs, aber ich bin auch nicht nur ein Singer/Songwriter“.

Curtis Stigers, voc, saxophon; Matthew Fries, piano; Keith Hall, bass; Cliff Schmitt, drums; Jon Sneider, trumpet

Kommentieren ist momentan nicht möglich.