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Harold Lopez Nussa Trio & David Sanchez (Cuba/ Puerto Rico)

Herencia

Aug ’11
6
19:30

Harold López-Nussa -patricia-de-gorostarzuDie Reihe junger Piano-Talente aus Kuba reißt nicht ab .Was für ein musikalisches Land! Nun schickt sich Harold López-Nussa an, sie fortzuführen. Nachdem er den 1. Preis im Pianowettbewerb des renommierten Jazzfestivals von Montreux gewonnen hatte, begann man international auf ihn aufmerksam zu werden. Harold López-Nussa hat sein musikalisches Leben zunächst mit einer klassischen Klavierausbildung begonnen. Mit Anfang zwanzig wuchs die Neugier auf die Musikstile seiner kubanischen Heimat – dem Son, dem Rumba oder dem Guaguanco – und so begann er, sich diese Musik autodidaktisch anzueignen. Mit seinem Trio spielt López-Nussa schnörkellosen Latin-Jazz – modern, virtuos und grandios. Schon als kleines Kind habe er immerzu Musik gehört, sagte Harold López-Nussa einmal.

„Musik hat mich umgeben – sie ist Teil meines Lebens.“ Kein Wunder, wenn man einmal einen Blick auf die Familie von López-Nussa wirft: Die Mutter war Klavierlehrerin, Vater und Bruder sind bekannte Perkussionisten und Onkel Ernán ein bedeutender Pianist. In dessen Fußstapfen trat der 27-Jährige und inzwischen dürften ihm diese längst zu klein geworden sein: Harold López-Nussa ist selbst ein Star, und er hat die einzigartige Gabe, traditionelle kubanische Rhythmen mit den formalen Freiheiten des Jazzpianos zu verbinden – dies auf dem grundsoliden Fundament seiner klassische Ausbildung, die in seinem Spiel hedonistische Spuren hinterlässt. Das hebt ihn heraus aus den vielen begnadeten, jungen Pianisten, die in den letzten Jahren ins Rampenlicht getreten sind. Letztes Jahr erschien mit „Herencia“ eine faszinierende Trio-Aufnahme mit seinem Bruder Ruy Adrian López-Nussa am Schlagzeug und dem Bassisten Felipe Cabrera, der häufig in der Band von Gonzalo Rubalcaba spielt. Es ist ein Album, das auf fantastische Weise die verschiedenen Einflüsse in López-Nussas Musik ausstellt: seinen Sinn für Latin Jazz, seine Liebe zum amerikanischen Jazz, seine Faszination für klassische Musik. David Sanchez, der im heutigen Konzert das Trio zum Quartett macht, wurde viermal für die Grammy Awards nominiert und mit einem Latin Grammy Award für seine Veröffentlichung „Coral“ geehrt.

Wie kaum ein anderer Saxophonist hat sich David Sanchez um die Weiterentwicklung des lateinamerikanischen Jazz verdient gemacht. Gemeinsam spielen sie eine Musik, die im langen Atem der lateinamerikanischen Musiktradition fließt – und dabei die Zuhörer atemlos hinterlässt.

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