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Freitag, 20. Juni & Samstag, 21. Juni: Malia (F/ GB)

Malia (Quelle: Bremme-Hohensee)
Malia (Quelle: Bremme-Hohensee)

Die Zeitung “Le Parisien” feierte Malia als “fast zu schön, um wahr zu sein” - und hat damit vollkommen Recht.Die zwischen Pop, Soul, Jazz, Blues und Gospel angesiedelten Stücke singt Malia mit einer stimmlichen Spannbreite zwischen Sade, Ella Fitzgerald, Sarah Vaughn, Nina Simone und Billie Holiday nicht als Kopie, sondern als Essenz deren Schaffens, mit einer ureigenen Note, die von ihrem Produzenten André Manoukian folgendermaßen beschrieben wird: “Sie hat etwas Zerbrechliches in ihrer Stimme, eine gewisse Zurückhaltung und Unschuld. Das ist weit mehr als reine Technik. Einerseits geht sie die Melodie direkt an und hält sich an sie, andererseits drückt sie trotzdem den Songs ihren ganz eigenen Stempel auf.”

Heute singt Malia schon mal per Sampletechnik mit der Jazzgöttin Billie Holyday im Duett, und anders als Robbie Williams, der sich unlängst an Sinatra verhob, hält die malawische Engländerin, die in Frankreich lebt, den Vergleich ohne Imageschaden aus. Malia pflegt einen am Cooljazz orientierten Gesangsstil, der Emotionen zart andeutet, aber nie lauthals ausbrechen lässt. Mit dem samtigen Timbre ihrer Stimme und dem angedeuteten Vibrato deckt sie gleichwohl das ganze Gefühlsspektrum ab. Und für die Modernität ihrer Musik sorgen gepflegte Sounds’n’ Beats aus der Twilight Zone zwischen Jazz und Clubsoul, geschaffen von ihrem Mentor André Manoukian. Und was für eine charismatische Allround-Sängerin Malia ist, zeigt sie auch in Songs wie dem erdigen R&B-Song “Black Bird With No Wing”. Nicht umsonst schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung über sie: “Malias Musik entfaltet ihren Zauber nach und nach, bis alles schließlich berückend schön im Raum steht.”

Nach ihrem Debüt-Album „Yellow Daffodils“ (2002), und dem Nachfolger „Echoes of Dreams” (2004) hat Malia jetzt ihr drittes Album eingespielt. „Young Bones“ entstand erneut in Zusammenarbeit mit dem französischen Produzenten André Manoukian, der diesmal die Songs komponierte, während Malia die Texte beisteuerte. Und wenn Malia ihre stilistische Bandbreite von Jazz, Pop, Soul, Blues und Bossa-Nova unter Beweis stellt, erweist sie damit auch ihren großen Vorbildern ihre ganz eigene, zeitgenössische Referenz. Gleich in der Bar-Jazz-Ballade „Mr. Candy“ steckt die zerbrechliche Schönheit und Magie einer Billie Holiday. Der elegant im Midtempo groovende Club-Song „Two Fugitives in the Night“ ist eine Hommage an Nina Simone. Und das leicht vom Bossa-Nova-angehauchte „Plus je t´embrasse“ erinnert in seinem Charme an den französischen Chanson-Altmeister Henri Salvador.

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