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Rainald Grebe (D)

Das ReinaldGrebeKonzert

Jul ’12
13
19:30

Rainald Grebe

Lassen wir den Herren selbst zu Wort kommen:
„Ich bin in letzter Zeit sehr berühmt geworden. Ich hab die Waldbühne in Berlin gerockt, ich bin mit einem Orchester durch die großen Hallen dieser Republik getourt. Alles wurde immer fetter, ich auch. Jetzt bin ich wieder solo. Ganz allein mit mir. Abspecken. Runterkommen, also zu mir. An manchen Tagen hab ich 10 Interviews gegeben, die meisten Fragen haben sich die Redakteure aus Wikipedia rausgeschrieben. Da steht drin, wer ich bin. Und nach dem 30. Interview glaub ich das sogar selbst. Ich könnte jemanden anstellen, der für mich die Fragen beantwortet, auffallen würde es nicht. Jetzt also zurück auf Anfang. Wer bin ich? Ich habe in alten Familienalben geblättert, Ahnenforschung betrieben bis ins 18. Jahrhundert. Wer bin ich, woher komme ich, was macht mich aus? Ich hab meine Zwiebel geschält, bis zum Kern. Ich will mein Leben singen, der Versuch ist es wert.

Rainald Grebe (geb. 1971) betätigt sich seit 1989 als Autor, Comedian und Liedersänger. Er stammt aus Köln und machte sich Anfang der neunziger Jahre in die neuen Bundesländer auf, um seine künstlerische Karriere zu verfolgenl. Nach legendären Bühnenauftritten beim Quatsch Comedy Club in Hamburg arbeitete der Künstler als Regisseur und Schauspieler. Im Sommer 2004 begann er solo und zusammen mit der Kapelle der Versöhnung eigene Musikprogramme auf deutschen Kleinkunst- und Theaterbühnen zu spielen“.

„Das RainaldGrebeKonzert“ ist sein vierte Soloprogramm. Mit deklamatorischer Wucht und einer grandiosen Unsystematik agiert das System Grebe. „Pop ist per se nicht lustig  – da geht es um Coolness“. Er singt Spottlieder über ostdeutsche Bundesländer, lästert über das Szeneviertel Prenzlauer Berg und die bizarren Aufgaben des Bundespräsidenten. Ihm  sind die absurden Brüche wichtig, die Achterbahnfahrt vom Chanson hinab zum grabestiefen Pathos hinauf zur mädchendünnen Kopfstimme. Oft klingen seine Lieder, als erfinde er sie erst im Moment des Vortrags, dabei ist Grebe lustig wie ein Comedian und intelligent wie ein Chansonnier.  Grebe hat sich sein eigenes Genre erfunden. Er füllt eine Lücke, von der man bisher gar nicht wusste, dass es sie gibt: ein singender Deutschland-Kolumnist. Grebe ist dabei genial komisch. Ein wahrer Lichtblick mit geradezu irrwitzigem Sendungsbewusstsein.

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