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Fatoumata Diawara (Mali)

Fatou

Jul ’12
18
19:30

Fatoumata Diawara; © Youri LenquetteDie beiden Welten, die Fatoumata Diawara aus Mali spielerisch zusammenführt, kann man schon auf dem Cover ihres Debütalbums “Fatou” erahnen.Zwei Welten, zwei Gitarren. Vorn eine lachende, bezaubernde Fatoumata auf einem kräftig nachkolorierten Foto, wie auf einer kitschigen Urlaubspostkarte. Sie zupft eine Akustikgitarre und zeigt eine glückliche, anmutige Folksängerin. Dreht man das Cover, wird eine andere Geschichte erzählt: Dieselbe Sängerin beugt sich nun in deftiger Rock n Roll Manier über eine E-Gitarre.

Fatoumata Diawara; © Youri LenquetteDie Botschaft dieser beiden Fotos: Die Welt von Pop und Rock’n‘Roll ist ihr genauso vertraut wie die Folktradition der westafrikanischen Heimat. Die Idole von Fatoumata Diawara sind dann auch ihre Landsfrauen Oumou Sangare und Rokia Traore, die ebenfalls ihre Wurzeln selbstbewusst behaupten und gleichzeitig die Sprache von Pop sprechen. Diese Frau kann Musik, die vielen Europäern erst einmal fremd erscheint, so vermitteln, wie eine Norah Jones den Jazz einem Millionenpublikum schmackhaft machte. Die Lieder von Fatoumata sind einfach und klar. Trotzdem spürt man in ihnen die Tiefe, auch wenn wir kein Bambarra, Malis wichtigste Sprache, verstehen. Dabei hat Fatoumata Diawara einiges zu sagen: Sie thematisiert Beschneidungen von Frauen, Emanzipation, die Suche der Jugend Malis nach ihrem Platz in der Welt.

Fatoumata Diawara; © Serena AurorasFatoumata kreiert ihren eigenen Stil, den «Wassoulou Folk». Dies ist eine Mischung aus den traditionellen Klängen der Wassoulou mit Einflüssen von Soul, Funk, aber auch Jazz und Blues. Ihre einzigartige Stimme ist eher tief und mit dem Bélédougou Akzent unterlegt. Ihre rhythmischen Lieder sind von wunderschönen Melodien getriebenen und bringen die Klänge der Wassoulou Musik in eine neue Zeit. Ihr Debut, bei World Circuit – dem Label mit der Garantie für Qualität – erschienen, schlägt gerade die ersten Wellen. Sofort nach Erscheinen setzte sich die CD auf Platz 1 (!) der WORLD MUSIC CHARTS EUROPE. Vielleicht ist ihr eine ähnliche Karriere wie Norah Jones beschieden, nur diesmal von der anderen Seite des Atlantik.

Fatoumata Diawara voc, guitar; Martin Grenier guitar; Jean Alain Hony,bass;Jean Baptiste Gbadoe drums; Corine Thuy-Thy,back vocals

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