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Bob Geldof (IRL)

How To Compose Popular Songs That Will Sell

Jul ’12
20
19:30

Das Konzert von Eric Burdon fällt leider wegen Krankheit des Künstlers aus.

Der Eintrittspreis für die Eric Burdon Karten wird an den Vorverkaufstellen, bei denen sie erworben wurden, zurückerstattet. Eric Burdon Konzertkarten gelten nicht für das Bob Geldof Konzert.

Bob Geldof (IRL)

Bob Geldorf Er wurde von der Queen zum Ritter geschlagen und war zwei Mal für den Friedensnobelpreis nominiert. Doch nun macht Afrika-Aktivist Bob Geldof wieder das, was er als seine eigentliche Berufung ansieht: Musik! „How To Compose Popular Songs That Will Sell“ ist sein erstes Studioalbum seit zehn Jahren.

“Als ich die gesellschaftliche Bühne betrat, war es unvermeidlich, dass das die Musik überschatten würde. Ich wurde zu einem sozialen Phänomen und werde für immer der Typ von Live Aid bleiben”, erzählt Bob Geldof. Vom Punk-Rocker zum Verteidiger der Armen, vom Saulus zum Paulus, lautet der Tenor der öffentlichen Wahrnehmung.

Bob Geldorf1951 in Dublin geboren, wächst Geldof in einem Land auf, das er als korrupt und beengend beschreibt. “Irland hatte eine absurd hohe Arbeitslosigkeit, einen Bürgerkrieg und eine kriminelle Regierung. Wir lebten in einer Republik des Schweigens. Aber es liegt nicht in meiner Natur zu schweigen“. 1975 gründet er die Boomtown Rats. Nach einem viel versprechenden ersten Konzert, proklamiert Geldof: “I want to get rich, get famous and get laid”. Der Satz sorgt für Empörung und macht ihn und die Band über Nacht berühmt. 1976 siedeln sie nach London über, wo sie eine prägende Rolle in der aufkommenden New Wave-Bewegung spielen. In den folgenden Jahren gehören sie auch kommerziell zu den erfolgreichsten Bands ihrer Generation. 1982 erhält Geldof die Hauptrolle in Alan Parkers Verfilmung des Pink Floyd-Werkes “The Wall”.

Bob Geldorf1984 erfährt er von der Hungerkatastrophe in Äthiopien, und beschließt, sich zu engagieren. Mit Midge Ure schreibt er das Lied “Do They Know It’s Christmas” und nimmt es mit 40 bekannten Musikern auf, unter ihnen Sting, Bono Vox und Paul McCartney. Der Erfolg des “Band Aid” ermutigt Geldof, das Projekt auszubauen. Am 13. Juli 1985 treten weltbekannte Künstler bei zwei riesigen Konzerten in Philadelphia und London auf. “Gebt uns euer Scheißgeld!”, fordert Geldof 1.5 Milliarden Zuschauer vor dem Fernseher auf. Sie zeigen sich großzügig: 150 Millionen US-Dollar kommen durch das “Live Aid” an Spenden und Tantiemen zusammen. Bob Geldof wird zu einem engagierten Vertreter des Schuldenerlasses. Seine Popularität nimmt er gelassen: “Is That It?”, “War’s das schon?” betitelt er selbstironisch seine Autobiografie. Nein, das war es natürlich nicht! „How To Compose Popular Songs That Will Sell“ , seine jüngste Veröffentlichung, klingt nach einem Musiker und einer genialen Begleitband, die Energie und Inspiration stets neu erfinden. Keine Nostalgie, allenfalls Reverenzen an die Jugendtage: Klarinetten und Clavinets tauchen auf, Maultrommeln, Sägen – einige Loops und Rock & Roll. Bob Geldof hat auch immer wieder Augen für die schönen Dinge des Lebens, etwas zerknirscht ist die Sicht auf die Dinge, aber nie wehmütig. Es ist ein grandioses Album mit einem Sänger, der ganz lässig grandiose Songs schreibt.

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