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Roberto Fonseca (Cuba)

YO

Jul ’12
26
19:30

Roberto FonsecaRoberto Fonseca untermalt seine Musik mit vollem Körpereinsatz – er steht sogar auf, um auf sein Klavier einzuhämmern, als sei es ein Percussion-Instrument.
Es kann passieren, dass er sich eine Trommel schnappt und seine Gruppe in eine “Comparsa” verwandelt – ein Percussion-Ensemble, das während des Karnevals durch die Straßen zieht, das kubanische Äquivalent zu der brasilianischen “Batucada”, und die nachfolgende Menschenmenge zu euphorischem Tanz animiert…Unerschöpflich scheint das Repertoire und die schöpferische Energie dieses jungen Pianisten.

Roberto FonsecaMit den Heroen des „Buena Vista Social Club“ auf der Bühne der großen Konzertsäle bringt er frischen Wind in die traditionelle kubanische Musik . Nach hunderten Konzerten mit Ibrahim Ferrer arbeitete Roberto Fonseca auch als Arrangeur und Ko-Produzent für Ferrers letztes Album, „Mi Sueno“, das 2007 für einen Grammy nominiert war. Mit Omara Portuondo, Cachaito, Angá Diaz, Carlinhos Brown, Herbie Hancock, Michael Brecker, Wayne Shorter war und ist Roberto Fonseca zu hören. Mit seinem neuem Album „ YO“ geht diese Party weiter – in ganz neuer Art und Weise.

Fonseca ist dafür bekannt, den modernen kubanischen Jazz – und den Jazz im Allgemeinen – maßgeblich zu beeinflussen. Er beweist nun, dass sein Horizont nicht im geringsten von der Raffinesse der Blue Notes beschränkt ist, und schon gar nicht vom azurblau der Karibik. „YO“ ist eine Hommage an die Wurzeln der kubanischen Musik und ihre afrikanischen Ursprünge. Gleichzeitig flirtet er mit Jungle und Drum’n’Bass und hat sich für diesen Part Gilles Peterson als DJ und Produzent geangelt.
Da wird es auch einmal funky. Doch der eigentliche Hauptdarsteller ist das Klavier: Roberto Fonseca ist tief in das Studium der, an Zitaten reichen, kubanischen Musik getaucht. Zitieren wir Arte.TV: “Es ist kaum zu glauben, dass ein einziger Pianist, diese musikalische Bandbreite bravourös meistert, in wechselnden Besetzungen, sowohl als Solist als auch mit Unterstützung von Streich- und Latinorchester. Ob melancholisch somnambul oder lateinamerikanisch expressiv, ob spärlich grazil oder orchestral voluminös, Fonsecas Pianospiel changiert kaleidoskopartig mit berauschender Formenvielfalt.”

Roberto Fonseca, piano, key & voc; Joel Hierrezuelo, perc.; Jorge Chicoy, E-guitar; Ramsés Rodríguez, drums; Yandy Martínez, bass; Baba Sissoko, perc.

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