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Dillon (Brasilien/D) / Nigel Wright (USA)

This Silence Kills / Millfoil

Aug ’12
9
19:30

Nigel WrightNigel Wright kommt direkt aus den Höhen der Blue Ridge Mountains, roh und  naturalistisch spielt die Akustikgitarre, der Gesang ist trocken und  beinahe ungefiltert. Die spartanische Instrumentierung, mit Hall in die  Weite gezogen, erzeugt ein Gefühl der Abgeschiedenheit. Unprätentiös  schreibt sich Nigel Wright durch seine wunderschönen Songs. Hier und da  findet man Erinnerungen an Damien Rice oder Bon Iver, denen Wright  nachfühlt. Das Album “Millfoil” hat der heute 18-jährige Nigel mit 16 in  seinem Home Studio aufgenommen. Durch das limitierte Equipment,  bestehend aus einem 8-Track-Recorder und ein paar Mikrofonen, wurde  jeder Sound akribisch gewählt. Man sollte ihn im Auge behalten und in  den Ohren sowieso.

DillonDillon setzt sich ans Piano, spielt, singt, rappt, schreit ins Megaphon  und programmiert die Beats dazu. Dillon ist gesegnet mit einer  besonderen Stimme und einem feeling für Ohrwurm-Arrangements, ihre  Lieder haben immer einen Twist.  “Dillon” flüstert man sich in der  Underground-Pop-Szene in Deutschland im Moment hinter der Hand zu. Ein  Geheimtipp für Freunde, denen man Gespür für Qualtät zutraut.  Minimalistische Techno-Rhythmen aus dem Computer begleiten das Keyboard,  wie ein Sturm ihre Stimme, wenn das Megaphon zum Einsatz kommt. Dass  Dominique Dillon de Byington, so der vollständige Name,  zur Musik  gefunden hat, ist ein Glücksfall. Im Roster von Ellen Alliens Label  Bpitch Control bildet sie sozusagen den charmanten Ausfallschritt in  einem ambitionierten, elektronisch grundierten Korpus und verleiht eben  jenem, einen etwas melancholisch, poppigen Anstrich – eine Facette die  man so noch nicht von Bpitch kannte.

DillonÜber verschlungene Wege trieb es  die gebürtige Brasilianerin nach Deutschland. Anfangs gab es lediglich  Dillon, ein Piano und das raue Grundgerüst einiger Songs. Daraus  entstanden in kreativer Eigenregie kleine Filmschnipsel, die schließlich  in einem eigenen Youtube-Kanal landeten und sie gleichsam zum Zentrum  eines über Nacht wachsenden Publikums machten. “This Silence Kills”  heißt ihr Album und schafft  es, die Ambivalenz zwischen melancholischer  Empfindlichkeit und erbauenden, verspielten Elektronica-Stücken zu  überbrücken. Chanson versus Electro? Für Dillon lediglich zwei Seiten  einer Medaille. Dillon ist im letzten Jahr zum Liebling der Musikmedien  und des Feuilletons avanciert – und bald kein Geheimtipp mehr.

Mit freundlicher Unterstützung der Wintershall Holding GmbH

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