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04. August: E.S.T. Esbjörn Svensson Trio (S)

E.S.T.Konzertkritik der HNA

Das Esbjörn Svensson Trio ist ein Phänomen, von dem man nie genug bekommen kann: Ein Jazztrio, dass sich selbst wie eine Popband versteht, die Jazz spielt, das die traditionelle Konzeption von Bandleader und Sidemen zugunsten eines völlig gleichberechtigten Agierens aufgehoben hat, das nicht nur in Jazzclubs auftritt, sondern auch Säle füllt, die eigentlich Rockbands vorenthalten sind. International finden E.S.T. regelmäßig Eingang in die Popcharts, ihre Videos laufen auf MTV.

Beginn: 19.30 Uhr,
VVK: 20 Euro & 1,50 Euro Vorverkaufsgebühr, Abendkasse: 22 Euro

Mit einer Klangwelt, die Jazz mit Drum&Bass-Grooves, mit elektronischen Elementen und funkigen Rhythmen einfallsreich verknüpft, hat sich E.S.T. eine Zuhörerschaft erobert, die vom klassischen Jazzfan bis zur HipHop-Jugend reicht. E.S.T. ist eine der innovativsten Jazzformationen der Gegenwart. Offenheit, Neugier und auch ein wenig Zufall gehören zu Esbjörn Svenssons künstlerischen Wurzeln. Er zupft an den Saiten des Pianos auf der Suche nach dem Klang der Gitarre, experimentiert mit perkussiven Akzenten. Auf der Suche nach der perfekten Balance integriert er elektronische Effekte zur Soundoptimierung in seine Vorstellung musikalischer Kreativität.

Als E.S.T. das Real Book des traditionellen Jazz draufhatten, haben sie seine Grenzen überschritten, sie kümmern sich nicht um Kategorien, diese Musik ist ein Kunstwerk, das keine stilistische Sicherheit beansprucht.

Ihren internationalen Durchbruch hatten die Musiker 1999 beim Montreux Jazz Festival mit ‚From Gagarin’s Point of View’, einem Meilenstein der Musikgeschichte. ‚Strange Place for Snow’ heisst das folgende Album der Band. Mit dem Satz: „One of the hottest jazz acts in Europe today” kündigte das US-Magazien Downbeat das Trio in den Staaten an. Zu Recht.

Das erfolgsverwöhnte Trio öffnet mit ‚Viaticum’ ein neues Kapitel auf ihrer Reise in die Tiefen des Trio-Sounds. Das elektronische Equipment ist für sie ein weiteres Instrument, doch was letztlich zählt, ist die Interaktion der Musiker, das Timing. Und das läuft ganz in ihrem Sinne, geehrt wurden sie im vergangen Jahr unter anderem mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik, mit dem „Choc de l’annee“, mit dem „Victoire de Jazz“, dem französischen Grammy und dem European Jazz Price.

Esbjörn Svensson, piano, keys;, Magnus Ölström, perc; , Dan Berglund, bass.

 

PDF-DownloadPDF-Download: HNA-Kritik

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