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Anna Depenbusch (D)

Das Konzert ist ausverkauft

Jul ’13
15
19:30

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Anna Depenbusch hat Sonne im Herzen. An Piano und Flügel sitzt Anna Depenbusch nur zu gern. Ihre schönsten Lieder sind an diesen Instrumenten entstanden. Die ihres beeindruckenden Debüts „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ und der gleichnamigen schwarz-weißen „Solo am Klavier“-Version. 2012 wird Anna gleich zweimal ausgezeichnet: mit dem Fred-Jay-Preis für ihre außergewöhnlichen Liedtexte und mit dem Deutschen Chanson Preis. Soweit, so gut, doch sind Piano und Flügel so fürchterlich groß und absolut unhandlich. Fürs Reisegepäck zu sperrig, fürs Handgepäck erst recht. „Was kannst du machen, wenn du noch dazu mit einem Seemann zusammen bist und ihm an die unmöglichsten Plätze dieser Welt hinterher reist, um dich dort mit ihm zu treffen?“. Rettung naht in Form eines viersaitigen Zupfinstrumentes, der Ukulele. „Die konnte überall mit hin und auf diesem magischen Instrument konnte ich wieder Musik machen, wann und wo ich wollte“ – Problem Reisegepäck gelöst.

copyright-goldwerk-photographyWährend Anna Depenbusch die Welt umrundet, erwächst nach und nach die zunächst unscharfe Vision für eine neue Platte. „Ich sehe bereits früh ein fertiges Album, das war bei allen vorherigen Alben genauso“, erzählt sie munter drauf los, „die Lieder müssen dabei noch nicht komplett sein. Doch weiß ich schon, wie sie klingen sollen. Wird die erste Vision zu einem tiefenscharfen Bild, dann geht die Arbeit los. Schärfe erfährt das Bild diesmal durch eine Hawaiitapete. „Ich sah sie und im gleichen Moment wusste ich, ich werde eine Kontrast-Platte zum Schwarz/Weiß-Album schaffen, sie wird bunt sein, so farbenfroh, wie die Hawaiitapete. Sie wird mit Sommer zu tun haben“. Dabei ist Anna Depenbusch gar kein Sommerkind. Sie liebt eher den Winter. Eine Zeit, in der sie am produktivsten ist. Doch bereits der erste Blick auf diese Hawaiitapete provoziert in ihr die Frage: „Was ist bloß los mit dem Sommer und mir? Ich muss das ergründen!“ Fortan begleitet diese Hawaiitapete Anna Depenbusch durch ihr Leben. Erst hat sie eine Wand in ihrer Wohnung damit tapeziert. Dann ist sie überall hin mitgekommen: ins Studio, zum Fotoshooting und ihrem Auto liegt auch eine. Und natürlich war es auch die Tapete, die den Titel der neuen Platte von Anna Depenbusch provozierte, „Sommer aus Papier.“

copyright-goldwerk-photographyEs ist der Sommer, den das Papier der Tapete zeigt. Der ist nicht wirklich da. Nicht echt. Es ist auch nicht wirklich Bikinizeit“, reflektiert sie die Metapher, „den bastle ich mir, aus Glanzpapier, damit aber ist er stets brüchig. Er kann kaputt gehen. Kann wegwehen. Passt aber in jede Hosentasche. Manch eins der Lieder wirkt zunächst wie ein leichtes Kinderlied und dann geht es plötzlich um sehr nachdenkliche Dinge. Mit einer knallgelben Ukulele in der Handtasche ist sie nun unterwegs. Bereit, überall und jederzeit den Sommer herbeizuspielen. Einen Flügel stellen wir ihr trotzdem hin – wenn sie fliegen möchte.

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