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Jan Josef Liefers & Oblivion (D)

Das Konzert ist ausverkauft

Aug ’13
9
19:30

20-jjliefersoblivian-c2a9jo-gernSchon seit Monaten wispert und tuschelt es in den großen Fankreisen um Herrn Liefers und Oblivion: oh, sie arbeiten an einem neuen Programm - oh, wohl wieder etwas thematisches, und - oh, es soll „Radio Doria“ heißen. Was bedeutet denn das, vielleicht das Pendant zu Lindenbergs Andrea Doria? Und um es gleich vorweg zu sagen: nein, wir werden diese Frage nicht auflösen! Im Gegenteil, wir legen noch einen Scheit mehr aufs geheimnisvolle Feuer. Denn: Radio Doria soll im Untertitel „Freie Stimme der Schlaflosigkeit heißen”, tja…aber erst 2014. Bis dahin werden Jan Josef Liefers und seine Bandkollegen noch so manche schlaflose Nacht durcharbeiten und neue Ideen spinnen. Und wir sind live dabei. Denn in diesem Jahr sind die Oblivion-Konzerte etwas durchaus Besonderes: sie sind der Test für neue, nie gehörte Lieder, sie sind Labor und Experimentalküche, sie sind offenes Jam-Studio und Dank an die Fans in ganz Deutschland.

Auf der letzten Tour („Soundtrack meiner Kindheit“) hatten Liefers und Oblivion den gewaltigen Versuch unternommen, einer ganzen Epoche nachzuhören. Es ging nicht um simples Nachspielen alter Songs (noch dazu etwas aus der Mode gekommener DDR-Oldies), nicht um Nostalgie oder Ostalgie, sondern um viel mehr: die Rekonstruktion einer Kindheit, einer Jugend und des sie umgebenden Lebensgefühls. Vor allem des musikalischen. So spielten Liefers und seine Oblivion-Kollegen Johann Weiß, Christian Adameit, Timon Fenner, Jens Nickel und Gunter Papperitz vor allem Songs der 70er und 80er Jahre aus Liefers’ ostdeutscher Heimat. Nicht die großen, mittlerweile schon arg strapazierten Hits vom alten Baum bis zu den sieben Brücken, sondern die anderen, die etwas knarzigen, rockigen oder auch leisen Songs, deren Klang sich eben ganz unbewusst im kindlichen oder jugendlichen Ohr verankert hat, ohne Name und ohne Gesicht, aber mit mächtig viel Gefühl.
Dass Liefers eigentlich ein ganz ausgemachter Rocker ist, hat er nicht nur in zahlreichen Theater- und Fernsehrollen gezeigt, sondern eben auch und ganz besonders mit seiner Musik. Denn schon lange vor dem Soundtrack-Projekt warfen er und seine Mannen 2002 ihr Debütalbum auf den Markt und mit ihm eine ebenso kunst- wie druckvolle Variante des Britpop, gemischt mit rockigen Elementen a la Bruce Springsteen. Betrachtet man diese Musik zusammen mit dem retrospektiven Soundtrack-Projekt, dann kann man sagen: Da vervollständigt sich langsam ein mosaikartiges Bild, ein rockiger, anspruchsvoller Konzeptgedanke. Und nun eben: Radio Doria. Noch wissen wir nicht, was dies für ein Stein im Musikgebäude von Herrn Liefers sein wird, aber wir können dabei sein, wenn er gemeisselt wird. Denn genau das verspricht die Ankündigung für dieses Jahr: ein echtes gemeinsames Musikfest, mit Songs aus den letzten Oblivion-Jahren, wie auch einer ganzen Tüte voll Ideen für die Zukunft. Wir sind gespannt. Und jammen gerne mit.

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