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Lukas Graham (DK)

Drunk in the morning

Aug ’13
16
19:30

24-lukas-graham-foto-2012-efterarDas nächste große Ding im Fach jugendlicher Soul-Pop kann den Macho geben wie ein ausgewachsener Ghetto-Rapper und erinnert in seiner stimmlichen Leichtigkeit an einen sehr entspannten Jay Kay von Jamiroquai. Mit gerade einmal 23 ist das ordentlich. Lukas Graham ist in seiner Heimat Dänemark bereits ein Star. Das selbstbetitelte Debüt erreichte Platz eins und Platin. The Duke, The Captain, Mr. Lovestick und Magnum nennen sie sich, mit bürgerlichem Namen heißen sie Lukas Graham Forchhammer, Kasper Daugaard , Mark Falgren und Magnus Larsson. Sie kommen aus der Kommune Christiania, einer alternative Wohnsiedlung in Kopenhagen, in der leichte Drogen frei gehandelt werden. Vom Gras singen sie gar nicht selten in ihren Songs, öfters aber von der Liebe und noch öfters, ja sehr viel öfters vom Alkohol, vom Bier.

Es ist eines dieser Werke, die den Glauben daran wieder bestärken, dass die Lebensumstände die Kunst vielleicht doch prägen – dass Städte, Regionen und Kietze einen eigenen Sound haben. „Lukas Graham“, das Album, kommt mit viel Leichtigkeit, groovt fantastisch, schwelgt hingebungsvoll. Es klingt musikalisch unfassbar reif für das Alter der Musiker. Und es klingt beeindruckend schwarz für einen weißen Youngster. Hoch und voller Kraft mit absolut sauberem Ansatz kann er einen großen Raum füllen. Die Chancen stehen gut, dass Lukas Graham einer der herausragenden Nachwuchskünstler der nächsten Jahre wird, das Potential hat er schon jetzt. “Ghetto-Pop” nennen Lukas Graham ( die ganze Band nennt sich praktischer Weise so) das, was sie jetzt machen. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine eingängige Mischung aus HipHop, Funk und ganz viel Soul. Egal, ob langsame und ruhige Balladen wie “Moving Alone” oder tanzbare Up-tempo-Stücke wie “Ordinary Things” - Lukas Graham, das ist klar, beherrschen das gesamte Pop-Repertoire. Und sie haben das Zeug dazu, mehr zu sein als nur ein One-Hit-Wonder: “Drunk In The Morning „ heißt ihr Erfolgssong; aber man sollte es jetzt nicht falsch interpretieren, ordinäre Musik ist nämlich nichts für diese Dänen. “Fucking Ohrwurm”, schwärmen die Fans im Netz: Der Indie-Soul von Lukas Graham erobert Herzen in aller Welt. Das Süddeutsche Zeitung Portal bezeichnet ihn als “Next Level Shit” aus Skandinavien:
“Der längst zum schillernden Discosound herabgesunkene Soul trifft bei Lukas Graham aufs leicht dreckige, auf Christiania, aufs Vogelfreie. Das hat sich der Soul nicht bloß verdient - das ist hier wirklich großartig gemacht.”

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