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John Grant (USA)

Pale Green Ghosts

Jul ’14
23
19:30

th_john-grant-cafeAm Ende der melancholischen Songs von John Grant geht dann doch immer die Sonne auf. Strahlend erhebt sie sich über eine herrliche Weite aus Eis, Gletschern und Seen. Vor zwanzig Jahren startete er seine Karriere in Denver mit der Folkrockgruppe „The Czars“. Sein Solodebüt nahm er 2011 auf: „Queen of Denmark“ in Kooperation mit den Midlakes, darunter der Titel: „JC Hates Faggots“ – Jesus Christus hasst Schwuchteln –hier sang Grant über sein Coming Out. Der Ton ist sarkastisch, doch es ist eben neben den Folkanleihen ein wunderschön doppelbödiger elektronischer Pop mit heiteren Grooves und Kuhglockenpercussion. John Grant ist ein Nomade, viel herumgekommen in der Welt, aktuell lebt er in Reykjavic, dort entstand auch sein Album „Pale Green Ghosts.“ Sinead O`Connor veredelte drei Songs mit ihrer Stimme. Vom Vintage Sound der 80er bis zum futuristischen Elektroclub reicht die Entdeckungsreise klanglicher Möglichkeiten.
th_john-grant_0451_fix1_web_lrDas Album steht in vielen Bestenlisten ganz weit oben, für den britischen „Guardian“ ist es das beste Album des Jahres. In der Nominierung für den renommierten Brit-Award steht John Grant in einer illustren Reihe mit Drake, Justin Timberlake, Bruno Mars und Eminen. Zu Recht: Die samtenen Indie- und Popballaden erlauben tiefe Einblicke in ein polarisierendes Seelenleben und John Grant beweist einmal mehr, was für ein aufregend feinsinniger Künstler er ist. Grants Musik mag sanft wirken, doch unter der Oberfläche schlummern die Monster. Dabei sind Gitarre, Bass, Schlagzeug, Drumcomputer, Piano und eine ganze Batterie aus stimmverfremdenden Effektpedalen. In faszinierender Weise wechselt die Musik zwischen kargem Songwrighting und dem befreienden Groove der Housemusic. John Grants Livekonzerte sind raumgreifend, fast episch. Unser besonderer Tipp!

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