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Marcus Wiebusch (D)

Konfetti

Aug ’15
21
19:30

31-markus-wiebusch-2-copyright-by-andreas-hornoffEs war ein großartiges Jahrzehnt mit Kettcar – für ihren Frontmann Marcus Wiebusch ebenso wie die Hörer von so gehaltvoller Indie-Pop-Musik. Die Geschichte der Hamburger Band ist auch noch nicht zu Ende geschrieben, doch es ist Zeit für eine Zäsur. Nach zehn Jahren, neun Festivalsommern, vier Alben, einem Live-Album, unzähligen Tourneen sah Marcus Wiebusch den Moment gekommen eine kreative Pause mit Kettcar einzulegen. Und es ganz alleine zu probieren. Wobei: Alleine trifft es nicht, ganz im Gegenteil. Sein erstes Soloalbum „Konfetti“ probiert in jede Richtung aus. Es ist ein dermaßen offenes, breites und vielseitiges Album – vieles, was darauf geschieht, hätte man als Kenner der Kettcar Musik einfach gar nicht erwartet.

31-markus-wiebusch-6-copyright-by-andreas-hornoffDie Songs sind orchestral und raumgreifend, die Arrangements breit von klassischer Piano-Ballade bis zum tiefen Electro-Track. Bemerkenswert, was passiert, wenn man Wiebusch von der Leine lässt. Dann hört man plötzlich Sprechgesang von ihm, verbunden mit knackigen HipHop-Beats zur spartanischen Gitarre. „Die Referenzsysteme für solche Musik waren immer bei mir da, aber jetzt konnte ich mich einfach mehr trauen. Ich höre die neue Kayne West Platte genau so häufig wie die neue Arcade Fire. Und ich mache jetzt sicher keine Rapmusik, aber man hört, dass ich HipHop sehr mag….“. Es gehört natürlich Weitblick dazu und Mut erst Recht. „Konfetti“ ist die mutige Selbstbehauptung eines ambitionierten Musikers, der kraftvoll seiner originären Inspiration folgt; mit Haltung, Achtung und großer Hingabe an die Musik, Arrangements und Texte.

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