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JOHANNA BORCHERT (D)/ VINCENT PEIRANI & EMILE PARISIEN (F)/ OMER KLEIN TRIO (Israel)

Aug ’16
6
19:30

Heute machen wir uns selbst und euch ein besonders Geschenk. Gleich drei Konzerte an einem Abend!
21-06082016-johanna-borchert-2photo-credit-frank-schemmannJOHANNA BORCHERT  eröffnet den Abend mit ihrem Programm „Solo + Visuals“ Die deutsche Sängerin, Pianistin und Komponistin erinnert uns an eine Seelenschwester von Björk. Sie selbst nennt Bach, Monk, Cage und Messiaen als ihre Inspirationsquellen. Einem großen internationalen  Publikum wurde Johanna durch ihre Bands Schneeweiss & Rosenrot und Little Red Suitcase bekannt. Nun tritt sie solo auf. Zwischen Pop und Avantgarde verortet sich der Sound. Mit ihrer wunderbaren Stimme, selbst eingesungenen Chorpassagen und kraftvollen  Melodien sitzt sie am Flügel, spielt und singt  und lässt Projektionen auf den Flügeldeckel und durch den Konzertsaal flirren. Jeder Song ein Raum voller Geheimnisse, in den man der Künstlerin mit einem blinden Vertrauen folgen mag. „Das einzige, was daran Jazz ist, ist die Einstellung, der Approach,“ sagt sie und lässt sich nicht in Genres packen. Auch das hat sie mit Björk gemein. Die Visuals werden von Benjamin Schindler konzipiert.

21-06082016-vincent-peirani-emile-parisien6-photo-credit-grosse-geldermannVINCENT PEIRANI & EMILE PARISIEN werden in Frankreich mit Preisen überhäuft und wurden mit dem renommierten „Prix Django Reinhardt“ ausgezeichnet. In Deutschland  bekamen sie den ECHO Jazz und kürzlich den „Victoires de la musique“ als Künstler des Jahres 2015. Das Duo bezieht sich auf große Vorbilder. Emile Parisien, der Saxophonist, ist beeinflusst von Sidney Bechet und John Coltrane. Vincent Peirani krüpft an die große französische Akkordeontradition an. So darf man ihren Programmtitel „Belle Epoque“ verstehen. Als Beschwörung einer kreativen Zeit, in der Musik  alte Grenzen überwand. Es ist großartig, wie die beiden Franzosen musikalisch zusammen finden und wieviel Spannung und Transparenz sie dabei zulassen.

21-06082016-omer-klein-1-photo-credit-lutz-voigtlanderOmer Klein ist ein Shootingstar des Piano-Jazz. In seiner Heimat Israel und in Frankreich wird der Pianist geradezu hymnisch gefeiert. Der melodiöse Sound ist im Modern Jazz verwurzelt und rankt sich von dort weiter durch die wunderschönen Lieder seiner orientalischen Heimat, tankt nordafrikanische Rhythmen und europäische Klassik und führt dies mit Wucht zusammen. Warum im Augenblick so viele Künstler, die international auf sich aufmerksam machen, aus Israel kommen? Vielleicht liegt es an den vielen kulturellen Einflüssen, die dort aufeinandertreffen, vielleicht auch an den Lebensbedingungen im Nahen Osten, die zu Improvisation und Kreativität zwingen. „Fearless Friday“ heisst seine neueste Veröffentlichung,  fast alle Stücke hat er selbst komponiert. Wir werden noch viel hören von diesem jungen Pianisten.
Omer Klein, piano; Haggai Cohen-Milo, bass; Amir Bresler, drums

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