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Jesper Munk (D)

Claim

Jul ’16
22
19:30

11-22072016-jesper-munk-photo-credit-credit-puria-safary„Woher hat der junge Mann diesen Blues?“, „Was hat er mit seinen Stimmbändern angestellt?“ staunten  die Leute, als Jesper Munk sein Debütalbum „For In My Way It Lies“ veröffentlichte. Der Münchner wurde über Nacht ein gefragter Künstler, der auf Festivals und auf Tourneen der Sportfreunde Stiller, Bosse und  Eric Burdon eingeladen wurde. Alle waren gespannt auf das sonst so schwierige zweite Album. Dafür fand Jesper Munk Wegbegleiter wie Jon Spencer (Blues Explosion), Mocki (Feist) und Blumentopfs Sepalot, die mit dem Musiker das Nachfolgewerk „Claim“ produzierten. Munk ist dem Blues natürlich treu geblieben, wagt sich aber auch in Gefilde zwischen Rock, Glam und Folk. Die Zeit verging im Flug für Jesper Munk: Gerade noch Straßenmusiker, ein vom Radio entdeckter, gefeierter Blues-Wunderknabe mit Delta-Stimme, legte der junge Deutsch-Däne eine überraschende Blitzkarriere hin.

11-22072016-jesper-munk-photo-credit-luis-einhauserJesper Munk hat praktisch im Alleingang Blues und seine Spielarten für eine neue Generation auch in Deutschland wieder populär gemacht. Nicht verwunderlich, dass in der Musikpresse wie dem Rolling Stone Vergleiche mit Jack White, The Black Keys und Gary Clark Jr. gezogen wurden. Doch das war erst der Anfang: Mit seinem neuen Album CLAIM verlässt Jesper die beschrittenen Pfade und führt sich und die Zuhörer mithilfe versierter aber völlig unterschiedlicher Produzenten auf musikalisches Neuland und in ein Wechselbad der Emotionen. Wer glaubt, der harte Bluespunkrock-Opener „Courage For Love“, gibt die Richtung vor, irrt gewaltig. „Morning Coffee“ umschmeichelt als Soulballade im Geiste Al Greens oder der Commodores . Mit dem von Sepalot , wie für einen imaginären „James Bond“-Soundtrack produzierten „ Shakespeare & Heartbreak“  kommen Beats und Bläser hinzu. Dann wieder übernehmen ruhigere, auch ernstere Töne, dunkle Bässe und Tasten den Klang, sehr persönlich gibt der Sänger hier Einblick in Seelenleben und Gefühlswelten. Auch wenn Jesper Munks Bühnen immer größer werden – er versucht, sie alle zum Wohnzimmer zu machen. „Sobald es intim wird, wird es auch roh und ehrlich“.

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