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Donnerstag, 5. Juli: Maceo Parker (USA)

Maceo ParkerDer Ton aus seinem Saxophon kommt präzise und auf den Punkt. Er bläst mit so viel Attack an, dass man fasst den Eindruck bekommt, es sei ein Percussionsinstrument zu hören. Die Riffs sind dementsprechend rhythmusorientiert. So ergänzt sein Spiel, vor allem wenn er begleitet, die synkopierten Arrangements der Rhythmusgruppe. Das ist Maceo Parkers Art, in einer Funkband Saxophon zu spielen.

PDF-DownloadPDF: Konzertkritik aus der HNA

Damit wird er berühmt und dies begeistert auch die Funkdinosaurier James Brown und George Clinton viele Jahre während er bei ihnen Bandmitglied ist. Unter dem Ruf: „Maceo, I want you to blow!“ wurde Maceo Parker in der Band von James Brown zum funkigsten Altsaxophonisten überhaupt. Unermüdlich bläst er mit seiner Crew der Welt 2% Jazz und 98% Funk um die Ohren. Er spielt auf den großen Festivals in den USA und Europa, aber der vom „Rolling Stone“ als „Best Jazz Artist“ geehrte Musiker lässt sich hin und wieder auch in das Kasseler Kulturzelt bitten! Hier begann vor immerhin zwanzig Jahren seine europäische Karriere. Maceo Parker steht nach 40 Jahren Berufserfahrung mit dem Gewicht seiner bodenhaften Coolness für handgemachte Perfektion, fur uplifting Soul. Über den für Maceo so typischen, fest in bester R`n`B Tradition verwurzelten Funk-Groove spinnt er mit einer phantastischen gedanklichen Freiheit extrem reduzierte Essenzen des Bebob. Unter strikter Einhaltung des Konzeptes von ‚funkyness’ betätigen sich Wahwah-Gitarren, Hammond-Orgeln, gerappte Refrains, gebreakte Bläsereinsätze und Parker’s saxophonale Solo-Wanderschaften. Die alten Alben dieses Ausnahmemusikers werden re-releast, da wird nachgebastelt und die Originale werden als Sample in die Clubs getragen. Als Mitte der 80er Jahre HipHop ins Rampenlicht rückte und sich all die tanzorientierten Musikstile an den technischen Möglichkeiten des Sampelns erfreuten, rückten Maceos Groove-Qualitäten wieder in das Zentrum des Interesses – weil es grundsätzlich immer um einen guten GROOVE ging! Doch der legendäre Saxophonist und seine Band sind live einfach am Besten. Funk als kräftevereinigender Ruf nach dem freisetzen menschlicher Energien. „My name is Maceo. I will blow soul outta this horn!” – der schon legendäre Ausspruch Maceos, ist sein Credo geworden. Was Funk und Groove betrifft, und wie man eine Party zündet, da macht ihm keiner was vor. Maceo Parker ist längst zum Synonym für Soul und Funk geworden. Dabei ist er aber auch offen für ein breites Spektrum an Einflüssen heutiger Musikstile; so z.B. in der Zusammenarbeit mit seinem Sohn Corey Parker, der auf den letzten Alben zu Maceos Funk rappt. Auch unter Musikern genießt Maceo Parker höchstes Ansehen, mit Prince scheint ihn eine Art Seelenverwandtschaft begegnet zu sein; im vergangenen Winter waren die beiden mal wieder monatelang zusammen unterwegs.Maceo Parker (sax.); Corey Parker (voc.); Will Boulware (keys.); Bruno Speight (git.); Rodney “Skeet” Curtis (bass); Ron Tooley (trump.); Tyrone Jefferson (trombone); Martha High (Voc.); Jamal thomas (drums).

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