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Samstag, 7. Juli: Music Maker (USA)

Music MakerMartin Scorcese und Wim Wenders haben uns wunderschöne Filme über den Blues als Lebensgefühl beschert, jetzt beweisen die Blues Survivors, dass der Blues, wie er in diesen Filmen zu hören und zu sehen ist, auch heute noch existiert.

PDF-DownloadPDF: Konzertkritik aus der HNA

Die Musikerinnen und Musiker, sind allesamt bewegende Geschichtenerzähler, die ihr Leben viele Jahre abseits des Glamours der Bühnen lebten. HipHop, Soul und Funk eroberten die Welt und so fand Tim Duffy die Legenden des alten Blues als Kellner, als Straßenmusikanten und Fischer in den kleinen Gassen des US-amerikanischen Südens. Diese großen Pioniere des Blues sangen und singen auf Festen, auf den Straßen, in den Clubs. Ihre großen Tage hatten sie auf den Festivals während der Blues-Revival Zeit in den frühen Sechzigern.
The Last & Lost Blues Survivors verdanken ihre Existenz einem Unterfangen, das sich mit großer Leidenschaft für die Erhaltung und Wiederbelebung amerikanischer Blues-Traditionen engagiert: die 1994 von Tim und Denise Duffy ins Leben gerufene Music Maker Relief Foundation. Was als kleines Projekt begann, entwickelte sich binnen eines Jahres zu einer umfassenden musikhistorischen Forschungsreise, die von Eric Clapton begeistert begrüßt wurde. Tim Duffy und seine Musikarchäologen wurden nicht nur in den Archiven fündig, sie spürten auch bejahrte, musikalisch aber jung gebliebene Roots-Musiker auf, wie den Pianisten Eddie Tigner aus Georgia, die lebende Juke Box Adolphus Bell oder die wundervolle Sängerin Pura Fe, die zusammen mit dem Sänger Captain Luke, den Gitarristen Macavine Hayes und Albert White, dem Rhythmusgespann Sol (Bass) und Ardie (Drums) sowie Tim Duffy als musikalischer Direktor und Gitarrist die aktuelle Besetzung von The Last & Lost Blues Survivor bilden, die sich im Sommer 2007 auf eine große Festivaltournee begeben wird.
Mehr als 50 CDs hat Music Maker seit der Gründung im hauseigenen Studio produziert und mit den Erlösen viele fast vergessene Musiker wieder ins Rampenlicht geholt. Dabei geht der gesamte Profit an die Künstler. Die Leidenschaft, die Duffy in Sachen amerikanische Bluestraditionen an den Tag legt, geht weit über die akustischen Wurzeln hinaus.
Die beeindruckenden Liveauftritte der Musiker, die erstmals 2005 auf dem Nancy Jazz Festival zu erleben waren, lösten bei Fans und Kritikern große Begeisterung aus.
The Last & Lost Blues Survivors sind allesamt bewegende Geschichtenerzähler, die den größten Teil ihres Lebens abseits von Ruhm und Erfolg als Straßenmusiker, Kellner, Verkäufer oder Landarbeiter fristen mussten. Ihre großen Tage hatten sie auf den Festivals während der Blues-Revival Zeit in den frühen Sechzigern. Heute, mit der Unterstützung des von Tim Duffy gegründeten Dixiefrog Labels und Kooperationen mit Musikern wie Taj Mahal, B.B. King und Rosanne Cash, die auch auf den CDs zu hören sind, erobern diese fast vergessenen Künstler das Publikum dies- und jenseits des Atlantics und verzaubern mit einer Lebensfreude und Authenzität, wo immer sie auftreten.
Die Konzerte, und noch beeindruckender die Liveauftritte der Musiker zeugen von der enormen stilistischen Bandbreite des Blues – vom tiefen Süden mit dem Bluesharper Georges Higgs bis zu lupenreinem Texasblues. Die alten Aufnahmen und die neuen Auftritte belegen auch, dass es kaum einen populären amerikanischen Musikstil, vom Folk bis zum Jazz gibt, der seine Wurzeln nicht in der Bluesmusik hätte. Diese Musik und ihre Protagonisten scheinen unverwüstlich und die „Blues Survivors“ sind nur den Lebensjahren nach oldtimer, ihr Blues ist über alle Genres hinaus eine zeitlose Reise in ein Land, dessen Einwanderer seine Historie geprägt haben.
„Ein wundervolles Projekt… ein echter Beleg dafür, dass die Musik die ich immer mochte noch vital und wohlauf ist.“ (Eric Clapton). Die Music Maker on tour: Tim Duffy (acc.git.); Ardie Dean (drums); Hansel Creech (bass); Solisten: Albert White (git. & voc.); Beverlyn Watkins (voc.); Pura Fe Crescioni (git. & voc.); Adolphus Bell (one man band: git.,druns, voc., harmonica, voc…); Macavine Hayes (acc. git. & voc.); Eddie Tigner (keyboard).

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