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Samstag, 28. Juli: Silje Nergaard (N)

Silje NergaardSilje Nergaard ist ein musikalisches Markenzeichen – weltweit und vorrangig steht sie für die besondere Tiefe moderner norwegischer Klangwelten, für sanften, eingängigen Vocaljazz, für schöne Melodien, denkwürdige Texte und gefühlvolle, sehnsüchtige Songs. Ein guter Grund für die Sängerin und Songwriterin aus Oslo, sich ein wenig neu zu erfinden – nach ihren drei international erfolgreichen Alben der letzten sechs Jahre, nach Charterfolgen und Prädikaten wie „Musikerin des Jahres“.

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In ihrer Heimat ist sie eine Berühmtheit. Da kommt es also vor, dass aus einem Osloer US-Straßenkreuzer neben blubbernden Auspuffgasen zarte Nergaard-Töne durch die Straßen wehen. Diese klingende Verortung passt zu Silje Nergaard. Lasziv-bluesige Melodien und eine herrlich groovende Rythmusgruppe bleiben mit ihren nächtlichen Beobachtungen nichts schuldig. Jeder Song hat einen besonderen Charakter, setzt andere Bilder in Gang. Understatement und Zurückhaltung, dies sind letztlich die Schlüssel zum Verständnis der Interpretationen. Mit erstaunlicher Reife gibt diese norwegische Nationalheldin einem Popmaterial Jazzsensibilität und legt mit ihren Interpretationen praktisch Schicht für Schicht frei. Mit den zwölf Eigenkompositionen ihres aktuellen Albums „Darkness Out Of Blue“ präsentiert Silje Nergaard auch gleich ihre neue Band, einen neuen Produzenten und einen überraschenden und erfrischenden neuen Sound. Sie bleibt dem Jazz treu, flirtet aber offenerer denn je mit elegantem Pop und folkigen Songstrukturen. „Es war Zeit für einen Wechsel und eine Erneuerung“, meint sie. „Manchmal muss man neue Partnerschaften suchen, um bei sich selbst neue Seiten zum Vorschein zu bringen und Stagnation zu verhindern. Es ist ein sehr inspirierendes Projekt gewesen. Und es hat für mich immense Bedeutung, weil ich spüre, dass es der Beginn von etwas Neuem ist.“
Diesen Neubeginn markieren vor allem der Pianist Helge Lien, bekannt von seinem Tri O`Rang und der Zusammenarbeit mit Beady Belle, und der Bassist Finn Guttormsen, gerne auch mit Trygve Seims „The Source“ oder Farmer’s Market zu hören. Dazu kommen der schon von etlichen Silje-Konzerten bekannte Gitarrist und Pedal Steel-Spieler Bjørn Charles Dreyer, ihr langjährigen Schlagzeuger Jarle Vespestad und natürlich ihr neuer Produzent, der schwedische Pianist und Arrangeur Pål Svenre. Silje erzählt: „Diesmal bin ich wirklich mehr in die Tiefe gegangen. Mag sein, dass es auch ernster als bisher klingt, aber eben auch vielseitiger. Zugleich ist es freudiger und hat mehr Energie. Man wächst schließlich und bekommt eine andere Einstellung zum Leben.

Mit freundlicher Unterstützung der Wintershall Holding AG

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