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Samstag, 14. Juli: Babylon Circus (F)

Babylon CircusBabylon Circus spielen keine Konzerte, sie erstaunen mit einem berauschenden Spektakel. Verführerischer als jede Rockshow, rockiger als jeder Circus. Die zehn Musiker zelebrieren eine Melange aus dem traditionellen Folk Osteuropas, neo-realistischen Songelementen ihrer französischen Heimat, aus urbanem Reggae, sonnigem Ska, Jazz, Dub und Punk.

PDF-DownloadPDF: Konzertkritik aus der HNA

Kunstvoll verwobene Sounds aus Stadt, Land, Fluss: dies ist die Idee von Babylon Circus. Eine fast paradoxe Mischung, die von der Bühne herunter ihre formidable Kraft entfaltet. Das klingt ein wenig, als hätten Serge Gainsbourg und Vanessa Paradies ein Rendevous mit Noir Desir und diese Compagnie tritt dann im Cirque de Soleil auf. Die feierfesten Musiker haben in Frankreich längst Kultstatus und gehören zum Intelligentesten dessen, was zur Zeit die Festivalbühnen erobert. Ein richtiger Circus aber hat mehr zu bieten als Musik: Mit Clownerien, Pantomime und artistischen Improvisationen zielen Babylon Circus auch auf den Zauber der Manege und machen ihre Auftritte zum anarchistischen, magischen Erlebnissen.

1995 in Frankreich gegründet, spielte die Band bisher mehr als 700 Shows in 15 Ländern. Einige Musiker der Band proben den vocalen Soliakt, andere bilden den Hintergrundchor. Von Saxophon bis Posaune, über Keyboard, Bass, Geigen und Gitarren ist alles erdenkliche Instrumentatium im Gepäck. In Frankreich schnell zum Chartsstürmer avanciert, eroberte sich das irrwitzige Kollektiv erfolgreich eine immer größer werdende Fangemeinde in Deutschland, Italien, Polen und Spanien. Die Texte sind zweisprachig (französisch/englisch) und enthalten deutliche politische Sendekraft. Ihre Musik ist vollkommen romantisch, lebt ewigen Optimismus und wendet sich dennoch lautstark gegen jede Form der Repression. Über 100.000 Alben haben die Franzosen europaweit bisher verkauft. Nach dem beeindruckenden Erfolg ihres letzten Albums “Au marché de illusions” dürfen wir uns nun auf das neue Projekt des wundervollen musikalischen Wandercircus freuen: „Dances of Resistance“ wird mit seiner beeindruckende Vielfältigkeit für ein herzerfrischendes Menü sorgen, wie es so farbenreich wohl nur die französische Haute Cuisine hervorbringen kann.
David Baruchel & Manuel Nectoux (voc.); Georges Chaccour (git.); Olivier Soumali (piano); Basile Mouton (bass); Laurent Sedent (trump.); Vincent Brizoux (sax.); Christophe Millot (sax.); Clement Amirault (trombone); Frederic Rea (drums).

Manege frei für Babylon Circus!

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