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Archiv für März 2015

Tocotronic (D)

Jul ’15
31
19:30

16-tocotronic-2015-1-copyright-michael-petersohnSie zählen zu den wichtigsten Indie-Pop Bands und sind ein Pop Phänomen geradezu britischen Ausmaßes. Die Musterknaben der Hamburger Schule setzten mit ihrem Debüt: „ Digital Ist Besser“ einen Meilenstein in der deutschen Pop Geschichte. Der Spiegel schreibt: „ Es gibt keine andere Band, die es besser versteht, die Angst des Bildungsbürgers vor dem animalischen Rock-Gestus mit Intellektualität und Schöngeist zu lindern – und gleichzeitig der streng narzisstischen Nabelschau ihres Klientels immer einen Schritt voraus zu sein“. Die Band verweigert sich jeder Kategorisierung und lehnte damit auch konsequenter Weise den Comet – Musikpreis des Senders VIVA in der Kategorie „Jung, deutsch und auf dem Weg nach oben“ ab.

16-tocotronic_2015-2-copyright-michael-petersohnJede Albumveröffentlichung richtete sich gewissermaßen gegen den Vorgänger, die Dinge werden stets dialektisch revidiert. Nun also wieder ein neues Konzept, das die Band auf Facebook so vorstellt: „Fanatikerinnen! Fanatiker! Wir verkünden nicht frei von großer Freude: am 1. Mai 2015 wird unser neues Album erscheinen!…..viele Freundinnen und Freunde unterstützen uns bei unserer stets hirnverrenkenden Arbeit, welche wir betreiben, um euch bald Musik und Liebe zu geben“. Wir freuen uns und gehen nun davon aus, dass wir die Grammy-Gewinner und Titelhelden so unterschiedlicher Magazine wie Spex, Rolling Stone und Super-Illu nicht weiter vorstellen müssen. Eins noch: die Pizza, die Gitarrist Rick McPhail auf seinen Arm tätowiert hat, ist belegt mit Kapern und Sardellen. Fein.

Dirk von Lotzow, guit.; Rick McPhail, guit.; Arne Zank, drums; Jan Müller, bass.

Bosse (D)

Live in Kassel 2015

Jul ’15
30
19:30

15-bosse-1-photo-credit-nina-stillerAxel Bosse – schrieb das Abendblatt einmal – sei Hamburgs Bruce Springsteen. Auch wenn Axel Bosse eigentlich aus Braunschweig stammt: Er ist der Boss. Ein Bühnenmalocher. Ein mitfühlender Poet. Ein lauter Kritiker allen Übels. Da wundert es nicht, dass auf seinem ersten Album „Kamikazeherz“ aus dem Jahr 2005 ausführlich die Fehlfarben zitiert werden, die legendäre Punkrockband der 80er Jahre und als solche eine Art musikalischer Lautsprecher der zu Ende gehenden westdeutschen Republik. Mit „Kamikazeherz“ war Bosse mit einem Paukenschlag aufgetaucht aus seiner Heimat Braunschweig. Sein Erscheinen fiel mitten in die entstehende Deutschpop-Welle, doch Bosse war irgendwie anders als die Kollegen Juli oder Wir sind Helden. Seine Songs orientierten sich eher an den rockigen, immer ein wenig anachronistisch wirkenden Songs der 80er Jahre, an Fehlfarben natürlich, an Rio Reiser. Mit ihnen verband Bosse vor allem die Intention, deutschsprachige Musik ohne Pathos oder übertriebenen Popglamour zu produzieren. Seine Band repräsentiert selbst schon eine gestandene Rock-Phalanx und versteht sich bestens auf den ziemlich brettigen Gitarrensound.

15-bosse-2-credits-marco-senscheMit diesem Rezept – sehr persönliche, kritische Texte und dicker Rocksound – haben Bosse viel für die deutsche Musik getan. Und da gibt es noch die andere Quelle des Bosse-Sounds: die britische Indie-Musik mit ihren massiven, schwellenden Gitarreneinsätzen und melodischen Texten. Mit exakt einem solchen Song gelang Bosse auch der Coup im Bundesvision Song Contest 2013. Für seine Heimat Niedersachsen antretend, gewann er vor Johannes Oerding, dem Songwriter-Kollegen aus Hamburg, und dem Berliner Spaß-Rapper MC Fitti. „So oder so“ ist ein typischer Bosse-Song. Weniger rau und kritisch als noch in den „Kamikazeherz“-Tagen, dafür melodischer, lyrischer und mit einem so eingängigen Text, dass ihn sicher Hunderttausende Fans wochenlang vor sich hinsummten. Kein Wunder, ging es doch um die wichtigsten Themen der Musikgeschichte: die Liebe, das Scheitern und die Hoffnung. Bosse`s Konzerte machen glücklich!

Wanda (AT)

Amore

Jul ’15
29
19:30

14-wanda_album-cover-copyright-flo-senekowitsch-und-wolfgang-seehoferDie „wilde Wanda“ war in den Siebzigern Wiens einzig namhafte weibliche Bordellbesitzerin. Diese Dame der Unterwelt ist eine verwegene Kultfigur. Das passt gut zur Wiener Band Wanda. Das Leid der Leidenschaft ist das Thema dieser jungen Wilden. Die Medien sprechen von „The Clash“ Wiens. Ihr grandioses Debüt „Amore“ ist witzig, provokant und nicht ganz jugendfrei. Das klingt herzerfrischend, sämtliche Szene-Codes werden nonchalant ignoriert – es gilt schon jetzt als bestes deutschsprachiges Album des Jahres. Alles ging wahnsinnig schnell bei Wanda: Der erste Song bei youtube hochgeladen, „Amore“ plazierte sich gleich in den Charts, vier Nominierungen für den „Amadeus Award“  und dann ging Wanda mit Kraftclub auf Tournee.

14-wanda-3-copyright-flo-senekowitsch-und-wolfgang-seehoferZu Wanda gehört eine gehöriges Maß an Inszenierungslust, sie sehen keinen Widerspruch darin, zugleich authentisch zu rocken und phantastische Scheinwelten hedonistischer Mit-Zwanziger aufzubauen. Wie  der Tagesspiegel schreibt: „Aber dazwischen passt so viel, dass man sich als Zaungast einer Party wähnt, die auf Kommando Richtung zarter Wahnsinn kippt“.  In jedem Falle sind sie enorm intelligent, ihre Konzerte sind rauschende Feste.

Wanda sind: Marco Michael Wanda, voc.; Manuel Christoph Poppe, guit.; Christian Hummer, piano; Ray Weber, bass; Lukas Hastischka, drums.

Mit freundlicher Unterstützung der Kasseler Sparkasse

Kakkmaddafakka (NW)

Jul ’15
26
19:30

13-kakkmaddafakka-2-copyright-oystein-grutle-haara„Kack Mother….was?“  Am Anfang dachte so mancher an einen derben Fluch, wenn er auf den Namen dieser norwegischen Indie-Pop-Band gestoßen ist. Uns geht der Name inzwischen recht flüssig von den Lippen, denn sie machen uns schon seit Jahren Spaß. Die fünf Jungs aus dem norwegischen Bergen rocken nämlich schon einige Zeit die Festivals. Auf ihrer Liste stehen neben hunderten von Clubs das Montreux Jazz Festival, Eurosonic Festival, Dockville, Melt, Rock am Ring, Hurricane/Southside und all die feinen Namen. Ihr Hit „Restless“ beschert der Band internationalen Ruhm und rotiert weltweit in den Radiostationen. Mit Erlend Oye als Produzent zogen sie sich aber 2013 ins Studio zurück in einen langen Schaffensprozess, daher der, als Anekdote gedachte, Albumtitel: „Six Month is a Long Time“.

13-kakkmaddafakka-4-copyright-oystein-grutle-haaraDer Musikstil ist eine Mischung aus Rock, Rap, Disco und Pop. Mit einer Live Besetzung von circa acht Musikern verwandelt Kakkmaddafakka jeden Konzertsaal in ein energiestrotzendes Tollhaus. Kerntruppe sind Axel Vindenes (guit. & voc.), Pal Vindenes (cello & voc.), Stian Saevic (bass & voc.), Jonas Nielsen (piano & voc.) und Kristopher van der Pas (drums). Sie veranstalten eine Rabatz wie bei einem Rave: Trash meets 60s, Pop meets Punk.  Die Brüder Vindenes schreiben die Stücke, deren Stimmung so klar und schön ist, deren Sounds so rund sind. Wer die Norweger einmal live gesehen hat, der weiß, daß wir hier noch ein wenig untertreiben. Denn der intelligente Wille zum Stil, die fundierten Kenntnisse vom klassischen Pop der letzten dreißig Jahre sind ein gern mitgenommener Wesenzug dieser feinen Band.

Tanita Tikaram (GB)

Jul ’15
24
19:30

11-tanita-tikaram-1-copyright-by-the-artistDie kühle Sinnlichkeit der 90er Jahre hat ein Lied: „Twist in my Sobriety“ raunte die Britin damals in den Pophimmel. Der Weg zum großen Ruhm war rasant und kam mit dem Album „Ancient Heart“ quasi über Nacht. Fünf Millionen mal wurde dieses Album gekauft!  Es folgten inzwischen acht Alben, Reisen und Studien. Sie ist ein Enigma, lässt sich immer viel Zeit zwischen ihren Veröffentlichungen und man darf stets gespannt sein, was sie als nächstes plant.

11-tanita-tikaram-2-copyright-by-the-artistHeute heisst es nun: „Can’t go back“. Sie mag sich nicht mehr festlegen auf die melancholischen Songs von früher, das macht der Titel deutlich. Tanitas dunkle und eindringliche Stimme überzeugt heute mit Pop-Folk Songs, die von der Liebe zur Americana, von Country und Soul,  geprägt sind. Von Sängern wie Dusty Springfield, Paul Simon und Don Williams zeugt diese Liebe. Der raue, unpolierte Sound ihrer Band ist mit erdigem Soul getränkt. Die englische Sängerin hat indische und malaiische Wurzeln, vielleicht ist ihre Wanderung zwischen Pop, Soul und Folk daher so leichtfüßig.

“Can’t go back“ scheint das bisher gehaltvollste Album von Tanita Tikaram. Auf der Bühne steht sie mit ihrer `unique and wonderful` tatkräftigen Band.

Entgegen dem Vermerk auf den Eintrittskarten ist das Konzert auf Wunsch der Künstlerin bestuhlt.

Mit freundlicher Unterstützung der Kasseler Sparkasse

Òlafur Arnalds (ISL)

Neo-Klassik, Ambient, Soundtrack

Jul ’15
23
19:30

10-olafur-arnalds-tour-2015-colour-copyright-hedinn-eirickssonWenn Òlafur Arnalds in Konzerten seinen elektronischen Zauber auspackt, heisst es: Willkommen im Wunderland aus Streichern, elektronischem Piano und Synthesizern.  Als ein wesentliches Element für den Erfolg des britischen Dramas „Broadchurch“, das bisher alle britischen Zuschauerrekorde brach, gilt die eindringlich-hypnotische Musik des jungen Isänders Arnolds.

Als er als Drummer in Hardcore/Metal-Bands seine Karriere begann, dachte der junge Multiinstrumentalist und Komponist sicher nicht mal im Traum daran, dass er einmal der Klassik eine Frischzellenkur verpassen würde, im musikalischen Elfenbeinturm ist Òlafur so gar nicht sozialisiert. Der Isländer vermengt opulente, klassische Kompositionen mit modernen elektronischen Einflüssen. Òlafur Arnalds schafft eine Musik, die an Anmut kaum zu übertreffen ist. Die dramatisch, schönen isländischen Landschaftsbilder von Sigur Ros kommen in den Sinn. Mit seinen mittlerweile drei Alben spielt Òlafur, neben Kollegen wie James Blake, in der ersten Riege der jungen Popavantgarde. Multiinstrumentalisten, die mehr Instrumente beherrschen als die meisten Gitarristen Akkorde, mag es manchmal geben. Aber es gibt niemanden sonst in seiner Generation, der es so wundervoll versteht, klassische Musik für ein Publikum aufzubereiten, dass mit Pop groß geworden ist. Er bastelt mit dem Kollegen Janus Rasmussen unter dem Namen Kiasmus im Minimal-Techno Bereich, schrieb für das Random-Dance-Projekt die Musik und lieferte Hollywood die Filmmusiken für „Another happy day“ und „The Hunger Games“. Sein jüngstes Album „ For now I am winter“ klingt nach der isländischen Gletscherlandschaft.

Erlend Øye & The Rainbows (NW/I/ISL)

Legao Tour 2015

Jul ’15
22
19:30

Erlend and The RainbowsNach den Kings of Convenciene und nach The Whitest Boy Alive nun das neue große Projekt des schlaksigen Nerds der Popmusik. Erlend Øye aus Norwegen ist einer der prägenden Popmusiker des Jahrzehnts. Oder wie die Website laut.de schreibt: „ Gehe man nach dem Einfluss, den Erlend Øye in Sachen Musik und Styling auf Musikfans in den Nullerjahren hatte, kommt man nicht umhin, ihn zu den wichtigsten Figuren der europäischen Musikszene zu erklären – wenn nicht gar zu einem der wenigen echten Popstars“. Nun lebt Erlend auf Sizilien. In Neapel hat er eine Band kennengelernt, die perfekt die alten italienischen Popsongs nachspielen kann. Einen Song hat Erlend schon mit ihnen eingespielt und wir sind gespannt was da noch draus wird. „La prima estate“ ist eine Umarmung des dolce far niente, ein ganzer italienischer Sommer in vier Minuten.

Erlend and The RainbowsAllzu tiefsinnig ist der Norweger in Sizilien nicht geworden. Sein Album „Legao“ ist in Kooperation mit der isländischen Rootsreggae-Band Hjálmar entstanden. Hier kooperieren Pop und Indie, Reggae wird als Hintergrundstruktur genutzt. Erlends sonore Stimme und sein Faible für schwirrende Grooves trifft auf erdige Klangfarben von Drums, Orgel, Blechbläsern und Gitarre. Schöne Songs sind hier zu hören, gewohnt melancholisch und dabei stets hoffnungsvoll. Er selbst sagt: „Ich habe Songs geschrieben, die mit einem Reggae-Groove tanzbar werden. Es ist so langweilig, immer nur nette, entspannte Musik zu schreiben. Ich glaube, die Welt braucht mehr Musik, die positiv und nachdenklich zugleich ist“.

The Stanley Clarke Band (USA)

Jul ’15
20
19:30

08-stanley-clarke-2-photo-credit-steven-parkeStanley Clarke ist sicher einer der wichtigsten Akustik- und E-Bassisten dieser Welt. Nicht nur als Künstler, Performer, Komponist und Produzent überzeigt dieses Ausnahmetalent. Die Fingerfertigkeit und sein Gefühl für Rhythmus überzeugen auch die Musikerkollegen wie Chick Corea, mit der Band Return to Forever, George Duke, Stewart Copland, Keith Richards  und Jeff Beck; um nur einige zu nennen. In seiner Karriere hat der Philadelphier so gut wie jede Auszeichnung erhalten: Für den „Rolling Stone“ war er vergangenes Jahr „Jazzman of the Year“ und sein aktuelles Album ist mit dem nunmehr vierten Grammy geehrt worden. Stanley Clarke hat den Bass aus dem Hintergrund der Bühne ganz nach vorn geholt und ihn zum Lead-Instrument gemacht. Das haben zuvor nur Louis Armstrong oder Charlie Parker mit ihren Instrumenten geschafft. Mit einem furiosen Mix aus Jazz, Fusion, klassischer Musik und Rock präsentiert sich dieser stilprägende Virtuose in einem vielversprechenden Bandprojekt. Kommunikation in Perfektion, ohne Worte, ohne große Gesten, allein durch die Musik – die Musiker verstehen sich prächtig. Clarkes spezielle Virtuosität, die dem Jazz auch oft eine heitere Note verpasst, empfiehlt sich auf seiner aktuellen Aufnahme „ UP“:  energiegeladen und euphorisch ist dieses Projekt, es ist ein Vergnügen.

Stanley Clarke, bass; Beka Goachiasvilli, piano; Michael Mitchell, drums; Cameron Graves, keys.

Quadro Nuevo (D)

Tango

Jul ’15
19
19:30

Quadro Nuevo ist die europäische Antwort auf den Argentinischen Tango. Sie erzählen vom Vagabundenleben und touren seit 1996 durch die Länder der Welt mit  über 3000 Konzerten: Sidney, Montreal, Ottawa, Kuala Lumpur, Istanbul, New York, New Orleans, Mexiko City, Peking, Seoul, Singapur, Tunis, Tel Aviv.

07-quadronuevo-tango-01-copyright-quadro-nuevo

Vom beschaulichen Oberbayern über die Alpen bis Porto, von Dänemark über den Balkan bis zur Ukraine quer durch Europa. Selten hat man erlebt, dass Musik mit so viel Spannung, Verve und Einfühlungsvermögen in fremde Kulturen dargeboten wird. Quadro Nuevo ist nicht nur in Konzertsälen und auf Festivals zu Gast. Die spielsüchtigen Virtuosen reisen auch als Straßenmusikanten durch südliche Städte und fordern als nächtliche Tango-Kapelle zum Tanz, sie konzertieren in Jazz-Clubs und in der New Yorker Carnegie Hall.

07-quadronuevo-tango-03-copyright-quadro-nuevoDie CDs von Quadro Nuevo erhielten den Deutschen Jazz Award, kletterten in die Top Ten der Jazz- und Weltmusik-Charts und wurden in Paris mit dem Europäischen Phonopreis Impala ausgezeichnet. Quadro Nuevo bekamen mehrfach den ECHO Jazz als bester Live Act und wurde so mit dem höchsten Deutschen Musikpreis  geehrt. Seit seinem erlebnisreichen Aufenthalt in Buenos Aires Anfang 2014 wendet sich das Ensemble wieder dem Tango zu. Keine Tournee sollte es diesmal werden, sondern eine Expedition ins sommerliche Buenos Aires. Sie bezogen Quartier in einer alten Stadtvilla, probten tagelang in der flirrenden Mittagshitze, schwärmten abends aus, stürzten sich kopfüber in die Szene, mischten sich mit den argentinischen Musikern, begleiteten Tänzer, begegneten berühmten Tangueros und verrückten Straßenpoeten, führten nächtliche Gespräche bis zum Morgengrauen. Diese musikgewordenen Erlebnisse formten sich zum neuen Quadro Nuevo-Album „TANGO !“

Mulo Francel, sax., klar.; Andreas Hinterseher, bandoneon, accordeon; D.D Lowka, bass, perc.; Evelyn Huber, Harp, Salterio; und / oder Chris Gall,piano

Lizz Wright (USA)

Jul ’15
18
19:30

06-lizz-wright3-photo-credit-shervin-lainez„Ein guter Song ist wie ein großes Haus: alle Arten von Leuten können sich darin zu Hause fühlen. Große Songs bieten mir die Möglichkeit, mit Herz und Seele auf Reisen zu gehen“. Die Kompositionen und Interpretationen von Lizz Wright reisen zwischen Jazz, Gospel, Blues, Soul und Pop. Die Tochter eines Pfarrers aus Georgia ist eine der ganz großen afro-amerikanischen Jazzstimmen unserer Zeit.  Sie arbeitet mit Größen wie Joe Sample, David Sanborn oder Gregory Porter zusammen. Ihr Debüt „Salt“ 2003 eroberte aus dem Stand Kritiker wie Publikum, mit den folgenden Veröffentlichungen wie „Dreaming Wide Awake“ arriviert Lizz als Interpretin, die sich auf ihrer musikalischen Forschungsreise nicht einengen lässt. Die New York Times schreibt, dass sie „musikalisches Gold erschafft, indem sie ihre Songs zu andachtsvollen Meditationen macht, die sich nie in Unbestimmtheit verlieren. Ihre intonationssichere und vollmundige Stimme beeindruckt durch rhythmische Subtilität, Kontrolliertheit und Unverwandheit“. Lizz Wright  kooperiert mit Joe Burns und John Convertino von Calexico sowie Marc Anthony Thompson, sie widmet sich in ihren Interpretationen auch Stücken von Jimi Hendrix, Eric Clapton und Led Zeppelin. Arrangements höchster Güte begleitet von ihrer Band sind hier zu hören.

Mit freundlicher Unterstützung der Wintershall Holding GmbH

Gary Clark Jr. (USA)

Jul ’15
17
19:30

th_gary-clark-jr-copyright-frank-maddocksGary Clark Jr. in Worten zu beschreiben, ist eine mit jedem Tag zunehmende Herausforderung. Er ist ein musikalisches Universum für sich – ein überwältigender Gitarrist, glänzender Songwriter und hinreißend gefühlvoller Sänger. Er ist der erste Künstler, der in ein und demselben Jahr mit seinem Debütalbum „Blak And Blu“ sowohl in der Kategorie Rock als auch R&B für eine Grammy nominiert war und für die beste R&B Performance gewann. Das Album ist wie eine Raketenfahrt ins Mississippi Delta zum Ursprung des Blues und Heimat des alten Südens vor rund einem Jahrhundert. Rock und R&B, ebenso Blues, Soul, Pop, Punk und HipHop – eine musikalische Umarmung! Das Album zeigt, wie viel Talent und Persönlichkeit Gary Clark Jr. in die Musik bringt. Dies wiederum inspirierte in der Vergangenheit bereits Größen der Musikgeschichte, darunter Eric Clapton, die Rolling Stones, Paul McCartney, Jay Z, Jimmy Page, Alicia Keys oder Roger Waters, um nur einige zu nennen, die seine Auftritte feierten und die Chancen, mit Gary zu arbeiten, nutzten.

Er war bei der 50. Jubiläumstour der Rolling Stones dabei und feierte mit der Band das legendäre Abschiedskonzert im Londoner Hyde Park. Auch Barack Obama kam in den Genuss des Gitarrenvirtuosen beim Festival „Red, White and Blues“ im Weißen Haus. Von dem Musiker aus Austin/Texas haben wir auch zukünftig viel zu erwarten. „Der neue Jimmy Hendrix“ wird er von den Medien betitelt. Wenn Gary Clark Jr. die Gitarre unter den Arm klemmt und die Bühne betritt, mag sich so mancher an den Gitarrengott erinnern. Für seine Musik erhielt er nun den Grammy “Best Traditional R&B Performance” 2015.

Electro Deluxe Big Band (F)

Jul ’15
16
19:30

04-electrodeluxe-photo-credit-rocharmando-1Funkateer, aufgepasst: mit ihrem neuen Album „Home“ bringt die französische Nujazz / Funkformation Electro Deluxe einen modernen Funk auf die Bühne, an dem eigentlich keiner vorbeikommt, der ein bisschen Spaß und Musikalität im Kopf hat. Wölfe im Schafspelz sind die Musiker, die heute abend mit Gästen als formidable Big Band auf der Bühne stehen. Kommen so sanft und wohlerzogen daher und mixen dann den energetischsten Cocktail aus schmutzigem Soul und Funk mit einem Touch old school Mowtown.  „Home“ ist bereits das fünfte Album der Franzosen, setzte sich in der Heimat gleich auf Platz eins der Charts  und der Titel ist Programm: Homemade entstanden, mit alten Microphonen, einer Wurlitzerorgel, einem Clavinet und Rodes und dazu eben gesampelte Electro-Jazz-Beats: diese Mischung ist einmalig.

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In Frankreich zählt die Band schon lange zu den absoluten Stars und verkaufen das altehrwürdige Olympia in Paris regelmäßig aus. Sänger James Copley macht keinen Schickimickisound, das ist modern und die Reminiszenzen sind an der richtigen Stelle gesetzt. Egal, ob es sich mal mehr um Jazz, Soul, Funk oder HipHop handelt, der Groove geht eindeutig vor. Und mit einer so vielseitigen Stimme, wie der von James Copley, ist man bei jedem Genre auf der richtigen Seite.

Kurt Elling Passion World (USA) with special guest Till Brönner (D)

Jul ’15
11
19:30

Kurt Elling Photoshoot - Anna Webber Studio

Für die New York Times ist Kurt Elling der herausragende Jazz-Sänger unserer Zeit. In den letzten Jahren führte der Grammy Award Preisträger den „Downbeat Critics Pool“ an. Der markante Bariton wurde achtmal in Folge Jazz-Sänger des Jahres der Jazz Journalists Association. Ausnahmslos alle seiner Aufnahmen wurden für den Grammy nominiert. Ellings Produzent, der legendäre Don Was, ist auch für die Rolling Stones und Bob Dylan tätig. Der Sänger kooperierte unter anderem mit Keith Jarrett, Pat Metheny und Wayne Shorter. Elling besitzt eine vier Oktaven umspannende Stimme, tief emotional und technisch absolut sicher. Sein Programm „Passion World“ ist eine tour-de-force mit Liebesliedern aus der ganzen Welt. Eine multikulturelle Reise an die exotischen Flecken dieser Erde, viele dieser Lieder interpretiert Kurt Elling in ihrer nativen Sprache.

th_02-till-bronner-copyright-andreas-bitesnichAn diesem Konzertabend in Kassel wird Elling nicht nur von seiner exquisiten Band getragen, dabei wird auch Deutschlands Jazz-Trompeter Nummer eins sein: Till Brönner. Kaum ein anderer Musiker dieses Landes kann mit einem solchen Facettenreichtum aufwarten. Ganz lässig meistert er den Spagat zwischen Klassik, Pop und Jazz. Als erstem Musiker gelang ihm der „Triple Crown“ – die drei Echo Awards in den Kategorien Pop, Klassik und Jazz nahm er mit nach Hause. Seine zuweilen unerschrocken wirkende Experimentierfreudigkeit an den musikalischen Schnittstellen bescherte ihm eine große Fangemeinde auch aus jazzfremden Lagern.

Ein außergewöhnlicher Konzertabend steht uns hier ins Haus.

Nina Attal (F)

Wha

Jul ’15
10
19:30

th_01-nina-attal-copyright-vgalyNina Attal gilt als neue große Soulstimme Frankreichs, die dazu noch Pop, Blues, Funk und Jazz in ihre Musik mixt. Inzwischen zieht die 22jährige mit ihren Konzerten ganz Frankreich in ihren Bann. Das Ausnahmetalent galt im Alter von 16 bereits als eine der Entdeckungen des französischen Pop und ist heute ein funkelnder Stern am Soul Himmel. Ihr zweites Album „Wha“ produziert in New York von Philippe Devin und Jerry Barnes, bietet einen kraftvollen Mix aus B.B. King, Stevie Wonder, Albert King und Chaka Khan-Einflüssen, gebettet in geschmackvollen Rhodes-Sound, stylische Gitarren und schäumende Bläser-Riffs. Beim ersten Hören klingt Nina Attal wie eine üppige Soul-Diva aus Memphis, doch dieser Eindruck könnte unzutreffender nicht sein. Die Kraft ihrer Stimme hat nichts mit ihrem Alter oder Gewicht zu tun. Die lebhafte, zierliche Pariserin, zelebriert ihre Musik in überragendem Rhythmus. Was wie ein Klischee klingt, ist bei Nina die Wahrheit, bestätigt vom Tattoo auf ihrem rechten Arm. Dort steht in großen Buchstaben: „GROOVE“.

th_01-nina-attal-4-copyright-benoit-bepopixAls geborene Künstlerin begann sie im zarten Alter vom sieben mit dem Singen. Fünf Jahre später, nach einer verlorenen Auseinandersetzung mit demKlavier, nahm sie das erste Mal eine Gitarre zu Hand und gewann schnell Anerkennung in den Klubs von Paris. Tagsüber ein Schulmädchen, entwickelte Nina mit einer Clique befreundeter Musiker ihren Gesangsstil. Nina war grade 17 Jahre alt, als sie mit fünf Preisen vom angesehenen „Blues sur Seine Festival“ zurückkam. Ein paar Monate später nahm sie ihre erste EP mit dem Namen „Urgency“ auf. Kurze Zeit spielte sie schon beim prestigeträchtigen „Montreal Jazz Festival“.

Die unumstrittene Königin des französischen Rhythm & Blues steigt in große Fußstapfen: genau wie ihre Idole Stevie Wonder, Michael Jackson und Lenny Kravitz, mit explosiven Shows in vornehmer Abendgarderobe. Laut und hart zu spielen, mit einem vollen Sortiment Bläser, ist der beste Weg, die Leute zum Tanzen zu bringen. Mit ihrem kompromisslosen musikalischen Konzept tourte sie durch Europa an der Seite von Jamie Cullum, Robben Ford, Charlie Winston und den französischen Popstar ZAZ. In den legendären Avatar Studios in New York entstand „Wha“ – benannt nach dem berühmten Greenwich Village Café, in dem Bruce Springsteen, Kool & the Gang und Jimi Hendrix einst an ihrer Musik feilten.

Bitte beachten Sie, dass bei diesem Konzert keine Sitzplätze zur Verfügung stehen. Die Plätze der Tribüne sind durch die Förderer des Kulturzeltes belegt.

Mit freundlicher Unterstützung der Wintershall Holding GmbH