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Archiv für März 2016

triosence (D)

One Summer Night

Aug ’16
13
19:30

26-13082016-triosence-triptychon„Der neue Meilenstein in Sachen Jazztrio“, „Klangtipp und Exempel für musikalische Dreieinigkeit“ – triosence sorgen für Furore in der Presse und beim Publikum sowieso. Seit ihrer Gründung hat triosence so ziemlich alles abgeräumt, was es an Jazzpreisen zu gewinnen gibt. In Japan sagt man über das Trio, dass sie den Eindruck vom steifen deutschen Jazz einfach weggewischt haben. Neben der Gleichberechtigung der Instrumente ist es die Transparenz ihrer Melodien, rein und erfrischend wie eine Gebirgsquelle. Sie selbst nennen es „songjazz“; ein umfassendes Repertoire, dass von Jazz über Fusion, Folk, Pop und Weltmusik reicht. Das begeistert nicht nur Puristen – die aber auch. Die Band erfindet sich stets und mit jeder Veröffentlichung neu, freudig stellen sie sich allen musikalischen Möglichkeiten. Der Fluss der Veränderungen wird als kraftvolle Chance begriffen.  Kein Wunder, wächst doch auch stetig der Fundus, aus dem die so begabten und versierten Musiker schöpfen können.  Bernhard Schüler, Komponist und Pianist der Band versteht es, seine kongenialen Partner mit auf die Reise zu nehmen. Stephan Emig verbindet sein Schlagzeugspiel mit den Klangmöglichkeiten von Percussions-Instrumenten. Sein unverwechselbarer Stil  hat ihn zu einem gefragten Drummer gemacht, er spielt auch für Gregor Meyle und die Jazzkantine. Dabei wird auch Omar Rodriguez Calvo sein. Sein Rhythmus prägt auch das Tingvall Trio.  Mit dem  tiefen Klang seines Basses  und seinem kubanischen Temperament schlägt er den inspirierenden Bogen  von emotionalem zu explosivem Klang.  Eine Farbe aus einer anderen Ecke der Welt und am Ende kommt nur eins dabei heraus: wunderbare Musik!

Wallis Bird (IRL)

Aug ’16
4
19:30

19-04082016-wallisbird-photo-credit-christophthorwartlWallis Bird ist ein Liebling des Kulturzeltpublikums – da wollen wir auch mit ihr Geburtstag feiern.
„Die schier unglaubliche Energie dieser Musikerin könnte die Wirtschaft eines ganzen Landes aus der Krise kicken“, schrieb  die Irish Times. Fürwahr ist diese Sängerin ein unvergleichbares Temperamentsbündel und ein Derwisch an der Gitarre.
19-04082016-wallisbird-photo-credit-jens-oellermannIm Gegensatz zu vielen anderen von den Medien hochgelobten Singer / Songwriterinnen, die jährlich als Neuentdeckungen an den Strand gespült und umso schneller wieder zurück ins offene Meer gezogen werden, besitzt die irische Sängerin Wallis Bird eine große Portion an Authentizität und Intelligenz die sie vor den “One Hit Wonder”-Fluten bewahrt. Die nach sechs Jahren in London nach Berlin gezogene zweifache Gewinnerin des irischen Musikpreises (Meteor Awards) besitzt eine fulminante musikalische Bandbreite. Wallis Bird flüstert, sie schreit, sie ist zerbrechlich und sie kann auch wütend sein. Kaum eine andere irische Künstlerin versteht es so gut, sich mit viel Nachdruck Gehör zu verschaffen. Die gerade mal 1,60 m große Sängerin, Gitarristin und Songwriterin ist „eine der energetischsten Performer dieser Tage“, so der britische Daily Express, und für die französische Le Monde „die Entdeckung“ nach ihrem Auftritt beim hochkarätig besetzten Festival Rock en Seine. Wallis verfügt über eine enorm ausdrucksvolle Stimme, deren Spektrum von zartem Flüstern bis hin zum explosiven Schreien reicht. Ihr extraordinäres Gitarrenspiel ist mal feinstes Handwerk, mal vulkanische Naturgewalt. Wallis Bird ist ein wahrer Derwisch an der Gitarre – mit der linkshändig seitenverkehrt gespielten Rechtshändergitarre hat sie zudem ihren ganz eigenen Stil entwickelt  – expect anything from humming bird to strumming bird. Mit ihrem dritten Album – schlicht „Wallis Bird“ genannt – hat  die Musikerin, die 2010 den Meteor Award, Irlands Pendant zum Echo, als beste irische Künstlerin gewann, die großen Festivals Europas beehrt. Trotzdem  ist ihr mit  ihrem  neuen  Album „Architect“ etwas gelungen,  das allem  bisher Erreichten  die  Krone  aufsetzt.  Denn  der  eigentliche  Triumph von „Architect“   besteht  nicht darin,  dass Wallis  Bird  mit ihrem vierten Album auf Genregrenzen pfeift, sondern darin, ein um Elektro-Einflüsse geschärftes Profil zu zeigen.

Phela & Tex (D) / Lola Marsh (Israel)

Aug ’16
17
19:30

29-17082016-tex-photo-credit-tex-drieschnerTex ist der Chef Entertainer und das Gesicht von TV Noir. Sein Bürowohnzimmer, ausgestrahlt in Schwarzweiß hebt sich so wunderbar vom Tralala des Fernseh-Musikbetriebes ab. Tex ist auch ein großartiger Sänger und Songwriter.

29-17082016-phela-tex-photo-credit-tim-dobrovolny-2aEines Tages saß dann Phela auf seinem Sofa. Die kann nicht nur wunderbar singen, sie ist auch klassische Violinistin. Wie gut die beiden musikalisch harmonieren, beweisen sie etwas beim Duett „Von hier bis aufs Dach“, hier sitzen sie gemeinsam am Klavier. Die beiden bezauberten bei der letzten, restlos ausverkauften TV Noir Tour und nun stehen sie endlich mit ihren lachenden, liebenden und strahlenden Songs auf unserer Bühne.

29-17082016-lola-marsh„Lord, let me stop replay this Song“ schrieb ein geneigter Hörer im Stream auf Soundcloud. Wir wissen warum. Lola Marsh ist die interessanteste Newcomer Band des Jahres. „Sirens“ und „You‘re Mine“ wurden bereits über drei Millionen mal auf Spotify gestreamt. So werden heute Karrieren gemacht, Lola Marsh sind das heißeste Thema der Musikblogs und der Feuilletons. Die Sängerin Yael Shoshana hat eine ganz besonders schöne Stimme ( sie ist auch wunderschön anzusehen), die eleganten Arrangements des Multiinstrumentalisten Gil Landau sitzen wie ein Anzug der Haute Couture. Im Kern also ein Duo sorgen auf der Bühne die Mitstreiter mit Bass, Gitarre, Klavier und Schlagzeug für das erdige Fundament. Kühn und zeitlos ist das Repertoire von Lola Marsh. Vergleichen kann man ihr Genre vielleicht mit Goldfrapp und den Fleet Foxes. Lola Marsh klingen wie ein Versprechen, man darf sich freuen, wie sie ihren eigenwilligen Popentwurf auf die Bühne bringen. Eine Band, so frisch, es ist ein Vergnügen, sie live  entdecken zu dürfen. Es ist eine eigene Welt, die die fünf Musiker erschaffen haben, klangvoll, bildhaft, farbenfroh vibrierend – geradezu Cinematografisch.

17 Hippies (D)

20 Jahre – 17 Hippies

Aug ’16
21
19:30

33-21082016-17hippies_photo_2_c2a9schmidt_schliebenerLang ist es her, dass die 17 Hippies begannen, zum Kulturzeltabschluss ihr akustisches Unwesen zu feiern. Der Bandname? Geschenkt! 12 Köpfe, 137 Ideen und 1 Kuckuck. „Anatomy“ heißt das neue Album der 17 Hippies, mit dem sie 2016 unterwegs sind:  „Anatomy“ ist das 14te Album der 17 Hippies. Prägend ist der bewusst analog gehaltene Sound. Der Klang der akustischen Instrumente zeigt sich in vielfältigen Facetten von intimen Melodien bis hin zu schmissigen Bläser- und Streichersätzen. Die Lieder erzählen von kleinen Sehnsüchten und glücklich verregneten Sonntagen im März. Der klanglich-dynamische Sound ist ein wahres Fest. Berliner Klabautermusik at their best! Seit ihrem zwanzigjährigen Bestehen haben sie 14 Alben veröffentlicht. Gleichzeitig touren sie mit 12 Musikern seit Jahren weltweit und sind inzwischen in über 20 Ländern aufgetreten.

33-21082016-17hippies_photo_1_c2a9schmidt_schliebenerAlles begann mit der Idee, Musik auf so einen kleinen gemeinsamen Nenner zu bringen, dass möglichst viele Musiker mitspielen können. Dass aus dem anfänglich losen Gefüge eine so feste Größe werden sollte – Mitte der Neunziger Jahre hätte dies niemand vermutet. Techno war angesagt und Akustikinstrumenten haftete Vergangenheit einer analogen Welt an. Der Weg von damals zu heute lässt sich nicht googeln. Allein die Bandmitglieder tragen das Geheimrezept des kreativen Miteinander bei sich. Ganz auf die einzelnen Musiker und ihr akustisches Instrumentarium abgestimmt, hat sich die Musik der 17 Hippies im Gesamtbild zu einem unverwechselbaren Sound verdichtet. Sie ist wandelbar und zieht gerade dadurch immer wieder aufs Neue in ihren Bann. Ihre Fans wissen darum. Und darum, dass das Spiel der 17 Hippies von Anfang an weit mehr war als Spielerei. Und auch um den sehr eigenen Geist, der dies alles umweht …Happy birthday ihr prima Wegbegleiter!

Myles Sanko (GB)

Forever Dreaming

Aug ’16
20
19:30

33-20082016-myles-sanko-by-huw-garrattSchon seit seiner Jugend steht Myles Sanko auf der Bühne: Erst in den Clubs und Bars seiner Heimatstadt Cambridge, später dann an der Seite der britischen Funk-Altmeister Speedometer. 2013 erschien seine in Eigenregie aufgenommene Debüt-EP “Born In Black & White”, die ihn in Windeseile zum neuen Shooting Star der britischen Soul-Szene werden ließ: Seine herausragende Stimme, seine Texte und sein moderner wie cooler Style bescherten ihm haufenweise Lobeshymnen und eine treue Fangemeinde, weit über die Grenzen des Vereinigten Königreiches hinaus. Und diese Zuneigung, die Myles Sanko widerfährt, beruht definitiv auf Gegenseitigkeit: “Meine Musik soll ein Ort sein, an dem man sich lebendig fühlt,” sagt Sanko.

33-20082016-myles-sanko-216-by-huw-garratt-bw“Die Reaktion, die ich von meinem Publikum bekommen ist eine echte Motivation für mich. Ich möchte die Musik machen, die ich auch selber gerne höre. Nur so kann ich authentisch bleiben, nahe bei meinen musikalischen Inspirationen sein und mich nicht in den vielen anderen Einflüssen da draußen verlieren.” Verlieren kann man sich aber definitiv in den Songs von Myles Sanko, wie er auf seinem neuen Album „Forever Dreaming“ erneut unter Beweis stellt: Songs, die Myles‘ beeindruckende Bandbreite, vom melodischen Soul-Jazz über Acid Jazz bis hin zum tanzbaren Feel-Good-Soul, eindrucksvoll abbilden.

Caravan Palace (F)

Aug ’16
19
19:30

Diese Band ist eine Naturgewalt!
31-19082016-caravanpalace-photo-credit-jeremie-bouillonIhr explosiver Elektro-Swing Stil sorgt für Tanzgarantie, Bombenstimmung und schlicht und einfach Lebensfreude. In Frankreich gelten Caravan Palace landauf landab als Phänomen und auch im Rest der Welt  rocken sie die Bühnen, egal ob es Elektro-/Jazz-/Weltmusik- oder Rockfestivals waren, stets begeisterten Caravan Palace. Ihre Musik klingt nach spielerischer Leichtigkeit, locker und sehr eingängig, dabei ist sie anspruchsvoll und virtuos mit jeder Menge Swing. Mit großer Natürlichkeit verschmelzen Beats aus Drum Maschinen mit Geige, Kontrabass, Posaune, Klarinette, Gipsy Gitarre, Percussions und Keyboard zu tanzbaren Songs, die nicht zuletzt von der großartigen Stimme der ebenso akrobatischen wie charismatischen Sängerin getragen werden, die sich irgendwo zwischen der kabarettistischen Ethel Waters und der tiefgehenden Billie Holiday trifft. Manchmal lohnt es sich, in der Musikhistorie zu kramen. Die Pariser Formation Caravan Palace tut dies mit viel Erfolg und Gefühl, denn sie entstaubt den Swing der Dreißiger und Vierziger. Angereichert mit zeitgenössischen Elektro-Grooves aus Hip Hop, Dub und House zieht der Hype von dereinst wieder munter durch die Clubs, ohne dabei an Flair zu verlieren.
Im vergangenen Jahr erschien das lange erwartete dritte Album der Band mit dem erneut Tanzhysterie versprechenden Titel “Robot Face”. Caravan Palace ist keine Band für gemütliche Stunden auf der Couch. Caravan hört man am besten laut, bei Sonne und vor einer vor Leben nur so brummender Kulisse. Im Vordergrund stehen aber die hochbegabten Musiker, die zu den Beats Geige, Kontrabass, Posaune,  Klarinette, Gipsy Gitarre, Percussions und Keyboard und der ganz famosen Sängerin Zoe Colotis live einspielen. Die enorm tanzbaren Songs und die große Bühnenpräsenz der im Zazou-Stil der 30er Jahre gekleideten Band versprühen eine Energie, die den ganzen Saal ergreift. So wie Gotan Project den Tango entrümpelt hat, blasen Caravan Palace frischen Wind in Swing und Folk und rasen mit der Genre-Achterbahn über die Bühnenbretter. Gypsy-Swing meets Dancefloor-Beats.

Gloria (D)

Geister 2016

Aug ’16
18
19:30

30-18082016-gloria_pressefoto-photo-credit-katharine-hintzeGLORIA ist die Band von Klaas Heufer-Umlauf. Musik ohne Joko, dafür mit Mark Tavassol. Der Bassist von Wir Sind Helden und der Moderator sind über die Liebe zur Musik zu Freunden geworden. Ihr Album, schlicht „Gloria“ betitelt, kommt mal rockig, mal leise daher. Das hier zwei Vollprofis mit ihrer Band am Werke sind, können alle hören: großer deutscher Pop. Gefärbt von britischem und amerikanischem Gitarrenzeugs aller Art und von der Hamburger Songwriter Tradition. Eben ruppig, schlaue Großstadtpoesie. Mit Joko macht Klaas Heufer-Umlauf Telefonstreiche, sie fangen Kängurus und verlangen am Tag der Deutschen Einheit in Berliner Clubs nach Wendejacken. „Wetten dass..?“ sollten sie ja auch moderieren…..Aber mit GLORIA… das ist was Ernstes! „Warten“, die erste Single, zieht wie ein sandiger Wüstenwind durch den Äther.

30-18082016-gloria_cover_final_300dpiGloria steht lateinisch für Ruhm, und den kann diese Band ganz entspannt sehen. Ganz unter Ausschluss der Öffentlichkeit bastelten sie an ihren Songs, herausgekommen sind poetische Lieder wie „Eigenes Berlin“ und „Zu Vage“, Perlen an Melancholie im entspannten Tonfall. Es macht Eindruck, wie sehr sie sich ins Zeug legen, wie authentisch und auch elegant die Band auf der Bühne steht. Klaas singt von Dingen, die denkbar schlecht zum Mitgrölen geeignet sind. Musik, die umarmt und praktischerweise auch gleich in den Hintern tritt. Oder wie die Musiker es formulieren:  „Wir sind unserem Gefühl gefolgt. Und dabei in etwas hineingeraten……“ Kein Zweifel: die Jungs sind stolz auf ihr Projekt. Nun planen sie nach vielen ausverkauften Konzerten die globale Verbreitung des Glorianismus – möglicherweise. Aber sollte dies so sein – sie werden es nicht zugeben und wieder alles runterspielen.

Seven (CH)

BackFunkLoveSoul

Aug ’16
14
19:30

27-14082016-seven_press3_verklEin halbes Jahr in den Charts, ausverkaufte Konzerte, Goldstatus eine viertel Millionen verkaufte Platten; für den Soulsänger Seven läuft es gut. Er hat eine Stimme von Weltformat und ist ein unglaublich energetischer Entertainer. Beim Tauschkonzert „Sing meinen Song“ in diesem Frühjahr wird er im TV für Furore sorgen.  Das Talent ist dem Sänger in die Wiege gelegt, die Mutter ist Pianistin und der Vater Tenor. Bereits als Elfjähriger singt Jan Dettwyler alias Seven in der Band seines Bruders. Musik ist seine Leidenschaft, Soul, Funk und HipHop seine Liebe. Er steht mit Fanta 4 auf der Bühne, mit den Söhnen Mannheims, seine Alben glänzen mit Features von  Omar, Beverley Knight und Rapstar Talab Kweli. Seven beackert ein Feld, dass Michael Jackson und Prince bepflanzt haben, dass tut er so gewissenhaft und respektvoll, wie man es nur wünschen kann. Gut, dass er sich trotzdem eine Schnoddrigkeit bewahrt hat. Denn: „wenns allzu nett wird, dann ists nicht mehr sexy.“.  Aber sexy ist Seven definitiv, mal dicht am Funk, mal in Afro-Beats bis hin zum erdigen Soul.

BOY (D)

We Were Here 2016

Aug ’16
12
19:30

25-12082016-boy3-photo-credit-debora-mittelstaedtBOY - das sind Valeska Steiner und Sonja Glass. Erstere kommt aus Zürich, zweitere aus Hamburg; die Texte sind englisch, die Songs von Weltformat. Es sind elektrisierende Popstücke. Reich an Facetten des Indie Pop. Plötzlich sind da Beats, die gemahnen gar an Phoenix, die französischen Synthie-Rocker.
Herbert Grönemeyer sagte über die Mini-Girlgroup: “Boy ist lebensbejahende, augenzwinkernde, vortreffliche, klare Musik. Direkt aus tiefen Herzen, melodiös, becircend. Wohltuend!”. Der Sound des Duos klingt wie eine Mischung aus der rockenden Eleganz von Phoenix, der quirligen Musikalität von Feist und der emotionalen Tiefe eines Bon Iver. Die beiden Frauen haben sich an einem Popkurs in Hamburg kennengelernt und gaben ihr Debut mit dem Album «Mutual Friends», das auf Grönemeyers Label Grönland erschien. Übrigens war Valeska Steiner als Solo-Singer/Songwriterin eine der ersten MX3 Entdeckungen, die auf DRS Virus zu hören waren. Eine Art Songwriter-Pop, der berührend und verspielt klingt, und sich seine Geschichten aus dem eigenen Leben angelt.“We Where Here”, die zweite Veröffentlichung der beiden,  hat diesen ausgelassenen Drive, etwas ungestüm Wildes und eine frisch verliebte Heiterkeit. BOY beweist, dass man auch heutzutage  ohne digitale Bässe viel Stimmung machen kann!  Auf „ We were here“ ist sie wieder: diese Lebenslust und Neugier – Luftholen wäre Zeitverschwendung.
25-12082016-boy-2-photo-credit-debora-mittelstaedtDie klare Stimme von Sängerin Valeska Steiner steht immer im Zentrum des Geschehens. Und das ist auch gut so, denn die Schweizerin überzeugt mit angenehm lasziven Vocals.  Die Hit-Dichte ist beachtlich. Die Gitarren werden gezupft, manchmal kräftig angeschlagen. Feinfühlige Keyboard-Themen und unverschnörkelte Rhythmen bilden das musikalische Fragment für eine wunderbar entspannte Musik.

St. Paul & The Broken Bones (USA)

Aug ’16
11
19:30

24-11082016-st-paul-broken-bones2-photo-credit-david-mcclisterSie kommen aus Birmingham, Alabama und machen aus einem Konzertsaal eine bebende Party. Wer ihre Musik hört, hat vermutlich nicht  sieben weiße Jungs vor dem inneren Auge. Aber so ist es eben. Paul Janeway und seine sechs Mitmusiker setzen Bläsersätze, scharf wie Rasierklingen, präzise und deutlich die Rhythmusgruppe – sie gibt den Takt für einen Sänger, der Soul und Blues wie zur Zeit kein zweiter im Blut hat, er entfacht ein himmlisches musikalisches Wetterleuchten.  Die Band hat viele Lorbeeren mit auf den Weg bekommen, es wurde geschrieben,  die Musiker unterstützen St. Paul ebensogut wie die Bands bei Motown die großen Soulstars. Das erinnert an Otis Redding oder an Wilson Pickett, klingt aber absolut modern. Motown im 21. Jahrhundert.

24-11082016-st-paul-broken-bones-3-photo-credit-chelsea-kornseIhr Album „ Half the City“ ist eine furiose Ode an Rhthm and Blues. „Play the soulful music white boy!“ Auf digitale Produktionen pfeifen St. Paul & The Broken Bones, alles Equipment ist analog und live am Besten. Was hier mit Macht von der Bühne geblasen wird, haut selbst altgediente Soul-Allnighter um: Blue Eyed Soul at ist best! Auch der „Rolling Stone“ zog nach einem Konzert der Band beim renommierten Austin Festival den Hut: „ The best soul revivalists at SXSW“

Thees Uhlmann (D)

Aug ’16
10
19:30

Der Roman von Thees Uhlmann „ Sophie, der Tod und ich“ beschäftigt sich mit großen Fragen: „To burn out or to fade away?“ Trotzdem sehr sehr lustig, man liest und lacht und freut sich, dass man noch am Leben ist. Aber heute gilt es wieder der Musik!
23-10082016-thees-uhlmann-2-copyright-by-ingo-pertramerMan stelle sich vor, Daft Punk hätten mit Danger Mouse, Tom Petty und Ingo Insterburg William Faulkners „The Sound and the Fury“ vertont. Doch keine Angst: Thees Uhlmann pfeift auf Vergleiche. Stattdessen reißt es die Brooklyn-Bridge ein, enthüllt einen makellosen 18-Silben-Reim und eine Single, die nicht weniger als geballte westdeutsche  Geschichte zum Kopfnicken und Mitsingen bietet. Dieser norddeutsche Hooligan der Herzen, der seine Band Tomte über eine Dekade lang mit der Peitsche ungezügelter Leidenschaft von Club zu Club und von Platte zu Platte gejagt hat, um dann 2011 mit seinem ersten, selbstbetitelten Soloalbum den ganz großen Wurf zu  landen: von null auf vier in die Charts, neun Wochen in den Top 100. Dann also der zweite Streich „#2“.

23-10082016-thees-uhlmann-copyright-by-ingo-pertramerStilistisch setzt Uhlmann  mit seinen Projekten, genauso wie bei Tomte,  auf Indierock und deutschsprachigen Pop. Auf der Bühne und im Studio immer dabei: Gitarrist und Produzent Tobias Kuhn. „Wir sind eine krude Mischung aus altem Ehepaar und junger, wilder Liebe. „Du darfst einen Song über die Liebe   und   einen   über   die   Abwesenheit   von   Liebe singen. Beim Rest muss was Anderes her“, lautete die Prämisse, die Tobias ausgab. Entsprechend ungewöhnlich ist das Themenspektrum .  Den Spannungsfeldern zwischen Stadt und Land, Nähe und Distanz, Krieg und Frieden, zwischen dem am Piano komponierenden   Songwriter   und   dem extrovertierten Musiker.  Denn obwohl Uhlmanns Songs gern mal die Faust  recken,   entbehrt   selbst   ein   Ohrwurm wie die erste Single- Auskopplung  „Am 7.März“ nicht einer gewissen Sentimentalität. Erzählerische Kleinode hat er geschaffen und etwas Besseres  konnte bei diesem Projekt gar nicht passieren, wie lieben die Detailverliebtheit der Texte, keiner erzählt schöner über abgerissene Gitarrensaiten, getunte Autos und Littbarski Poster als Thees Uhlmann.

Deine Freunde (D)

Gebt uns eure Kinder Tour 2016

Aug ’16
7
17:00

22-07082016-deine-freunde-photo-credit-michi-schunck

Die coolste Kinderband der Welt! Sie singen, sie rappen und rocken die Bühne. Florian Sump, Markus Pauli und Lukas Nimscheck alias Deine Freunde haben eine Mission: Wollten die Hamburger Kindermusikpioniere sich anfangs allein mit den Kindern verbünden, besteht ihr Publikum heute zur Hälfte aus amüsierwilligen Eltern. Also müssen auch Elternlieder her. Und so gibt es auf ihrer neuesten Produktion „Kindsköpfe“ auch einige Tracks aus der Vogelperspektive, Soundtracks für das Familienleben von Groß und Klein, ein bisschen sind sie auch Elternversteher. Doch vor allem geht es um feinste familiäre Realsatire , erzählt aus Kindersicht. Die Band thematisiert so ziemlich alles, was in den titelgebenden Kindsköpfen vor sich geht. Alles mit straightem Rap, lupenreinem Pop, Elektrobrettern und Funk.  Kindermusik muss nicht mit dem pädagogischem Zeigefinger daherkommen und niedlich muss sie schon gar nicht sein, kein Kleinkind-Sprech, keine summenden Bienen und keine tapsenden Bären nerven hier: „ Unsere Konzerte, die folgen einer Logik/ wir legen großen Wert auf Bewegungspädagogik/ spingen hoch, hoch wie noch nie/ lernt mit uns rappen, das ist Logopädie.“ Also: Gebt uns eure Kinder! „Liebe Eltern macht euch keine Sorgen, wir woll‘n sie nicht behalten, wir woll‘n sie borgen, also kommt zu uns, vertraut sie uns an, wir führ‘n sie ein bisschen an Lautstärke ran….“

JOHANNA BORCHERT (D)/ VINCENT PEIRANI & EMILE PARISIEN (F)/ OMER KLEIN TRIO (Israel)

Aug ’16
6
19:30

Heute machen wir uns selbst und euch ein besonders Geschenk. Gleich drei Konzerte an einem Abend!
21-06082016-johanna-borchert-2photo-credit-frank-schemmannJOHANNA BORCHERT  eröffnet den Abend mit ihrem Programm „Solo + Visuals“ Die deutsche Sängerin, Pianistin und Komponistin erinnert uns an eine Seelenschwester von Björk. Sie selbst nennt Bach, Monk, Cage und Messiaen als ihre Inspirationsquellen. Einem großen internationalen  Publikum wurde Johanna durch ihre Bands Schneeweiss & Rosenrot und Little Red Suitcase bekannt. Nun tritt sie solo auf. Zwischen Pop und Avantgarde verortet sich der Sound. Mit ihrer wunderbaren Stimme, selbst eingesungenen Chorpassagen und kraftvollen  Melodien sitzt sie am Flügel, spielt und singt  und lässt Projektionen auf den Flügeldeckel und durch den Konzertsaal flirren. Jeder Song ein Raum voller Geheimnisse, in den man der Künstlerin mit einem blinden Vertrauen folgen mag. „Das einzige, was daran Jazz ist, ist die Einstellung, der Approach,“ sagt sie und lässt sich nicht in Genres packen. Auch das hat sie mit Björk gemein. Die Visuals werden von Benjamin Schindler konzipiert.

21-06082016-vincent-peirani-emile-parisien6-photo-credit-grosse-geldermannVINCENT PEIRANI & EMILE PARISIEN werden in Frankreich mit Preisen überhäuft und wurden mit dem renommierten „Prix Django Reinhardt“ ausgezeichnet. In Deutschland  bekamen sie den ECHO Jazz und kürzlich den „Victoires de la musique“ als Künstler des Jahres 2015. Das Duo bezieht sich auf große Vorbilder. Emile Parisien, der Saxophonist, ist beeinflusst von Sidney Bechet und John Coltrane. Vincent Peirani krüpft an die große französische Akkordeontradition an. So darf man ihren Programmtitel „Belle Epoque“ verstehen. Als Beschwörung einer kreativen Zeit, in der Musik  alte Grenzen überwand. Es ist großartig, wie die beiden Franzosen musikalisch zusammen finden und wieviel Spannung und Transparenz sie dabei zulassen.

21-06082016-omer-klein-1-photo-credit-lutz-voigtlanderOmer Klein ist ein Shootingstar des Piano-Jazz. In seiner Heimat Israel und in Frankreich wird der Pianist geradezu hymnisch gefeiert. Der melodiöse Sound ist im Modern Jazz verwurzelt und rankt sich von dort weiter durch die wunderschönen Lieder seiner orientalischen Heimat, tankt nordafrikanische Rhythmen und europäische Klassik und führt dies mit Wucht zusammen. Warum im Augenblick so viele Künstler, die international auf sich aufmerksam machen, aus Israel kommen? Vielleicht liegt es an den vielen kulturellen Einflüssen, die dort aufeinandertreffen, vielleicht auch an den Lebensbedingungen im Nahen Osten, die zu Improvisation und Kreativität zwingen. „Fearless Friday“ heisst seine neueste Veröffentlichung,  fast alle Stücke hat er selbst komponiert. Wir werden noch viel hören von diesem jungen Pianisten.
Omer Klein, piano; Haggai Cohen-Milo, bass; Amir Bresler, drums

Von Brücken (D) support: Louis on the Run

Weit weg von fertig Tour 2016

Aug ’16
5
19:30

20-05082016-vonbruecken_1c_by_annedewolff
Famile von Brücken stellt sich gerne selber vor: Wer ist das und wenn ja, wie viele? Von Brücken sind Nicholas Müller (Text & Gesang), der 2014 aus gesundheitlichen Gründen seinen Dienst als Sänger bei ‚Jupiter Jones‘ quittieren musste und nun, nach Reboot und Sabbatjahr, wieder kann und will und Tobias Schmitz (Komposition & Tasten), langjähriger Freund und Mitstreiter im Jones’schen Live-Kader. Ich merke es schon, es wird eine dieser Band-Infos. Von vorne. Schönen guten Tag, mein Name ist Nicholas und mich hat es vor ungefähr 500 Tagen aus den Schlappen gehauen. Ungefähr 200 Tage später haben mein lieber Freund Tobi und ich beschlossen, dass es das ja nun auch nicht sein könne und dass wir dringend Musik zusammen schreiben müssten. Haben wir dann auch getan.

20-05082016-vonbruecken_3c_by_annedewolff_kleinUnser Home from Home war von Anfang an der M.A.R.S., Heim- und Wirkstätte von Thomas D. samt Familie, die uns mit endloser Gastfreundschaft willkommen geheißen haben, bis hin zu dem Punkt, an dem sich keiner überhaupt mehr gewundert hat, was wir denn da genau eigentlich ständig trieben. Über die Monate sind so 14 Songs entstanden, die allesamt nun auf einem Tonträger zu finden sind, der sich „Weit weg von fertig“ nennt. Dass dieser Titel ungefähr elf Mal Sinn ergibt, ist durchaus beabsichtigt. Da darf jeder mal ran. Produziert hat der hervorragende Bertil Mark, seines Zeichens auch M.A.R.S.ianer und hauptberuflich Überallseier und Chaosbewältiger. Einer von den Guten. Wer nun anhand der Konstellation klassisch introvertiertes Singer-Songwritertum erwartet, dem sei gesagt, dass sowohl im Studio als auch live ordentlich Bambule herrscht. Zu Tobi und mir gesellen sich sechs Musikanten, die allesamt mit den besten Wassern gewaschene Freunde sind und ein schier endloses Sammelsurium von Instrumenten bedienen, die man jetzt wiederum so auch nicht erwartet hätte. Eiertanzend könnte man das alles nun Indiepop nennen oder, wenn man es ganz schlimm treiben wollte, irgendwas von Schubladenmangel und gesprengten Genre-Grenzen erzählen. Das wünscht sich ja nun wirklich niemand. Wir nennen es gerne schamfreien Pop. Irgendwer muss es ja machen. Cinemascope ohne Hollywood. Sturm und Drang mit Konzept. Es hängt Herz dran. Familie Von Brücken grüßt herzlichst und bedankt sich für’s Zuhören.

Die Kasseler Band Louis on the Run eröffnet am 5. August für Von Brücken den Abend. Louis on the run, Jürina Luka (voc., git.), Jens Opper (git., voc.) und Philipp Löffler (git., voc., piano) sind eine Neo-Folk Band aus Kassel. Schon nach ihren ersten Konzerten wurden sie mit britischen und US-Folk-Größen wie Fairport Convention, Simon & Garfunkel, Sandy Denny, Gordon Lightfoot und auch den frühen Crosby, Stills & Nash verglichen.
Sie greifen ihre Einflüsse mit einer beherzten Leichtigkeit auf und verpacken sie in wunderschöne Songs von heute, die ein Gefühl von Ruhe, Geborgenheit und Zuversicht vermitteln und beim Zuhörer wie persönlich für ihn gesungene Botschaften von Freunden ankommen. Inhaltlich setzen sie sich mit den Ambivalenzen und Widersprüchen unserer Zeit auseinander, handeln vom Abschied, aber auch dem Aufbruch ins Unbekannte. Die ausgefeilte Instrumentierung verzichtet bewusst auf technische Spielereien und die zur Schau gestellte Freakiness so vieler Alternative-Acts.
Dazu kommt die Stimme von „La Luka“, in der man sich verlieren möchte: erdig, ehrlich, sehnsuchtsvoll, anmutig und oft auch mythisch. Eine große Liebeserklärung an große Musik und die vielen kleinen magischen Momente, die sie uns beschert hat und in Gestalt von Louis on the Run wiederbringt.

Bernhoft (NW)

Aug ’16
3
19:30

18-03082016-bernhoft-1-photo-credit-peter-rieger-konzertagenturAls Kopf der Band Span feierte er Erfolge weit über die Grenzen seines Heimatlandes, in dem er längst ein Star ist,  hinaus, bis zu dem Zeitpunkt als ihn sein Faible für Soundtüfteleien einholte und Bernhoft noch einmal alles auf den Kopf stellte. Zum Glück muss man sagen: in seinem Haus in Oslo mischt das Multi-Talent ein wenig Funk mit viel Soul.  Im vergangenen Jahr wurde Bernhoft als erster Nicht-US Amerikaner in der Kategorie „R & B“ für den Grammy nomminiert. Bernhoft ist genau das, was man unter einem Ausnahmekünstler versteht: brilliante Stimme, staubtrockener Humor gepaart mit ausgelassener Spielfreude, Songs auf dem besten Weg zu Klassikern und ein vielfältiger Sound präsentiert in ausgefeiltem, technisch versierten Auftreten. Nach seiner „Full Band One Man Show“ ist der Musiker nun wieder mit großer Band unterwegs.

18-03082016-bernhoft-2-photo-credit-peter-rieger-konzertagenturAuf der Bühne arrangiert Bernhoft seine komplexen Arrangements mit Hilfe von Samples und Loops, die er nach und nach live einspielt und kreiert so einen vielschichtigen Sound. Denn Bernhoft ist viel, viel mehr als „nur“ ein Sänger: er ist Vollblutmusiker und Vollblut-Entertainer, Multi-Instrumentalist, Sampling- und Loop-Wizard, gesegnet mit beneidenswerter Stimme, kurz: die multiple Musikalität in Person! Was da an Soul, Funk, Blues und Groove in diesem eher schlaksigen Mittdreißiger aus Norwegen steckt, überrascht und erfreut. Und weil dies alles nicht einfach zu beschreiben ist, empfehlen wir auf youtube: „cmon talk“

Mit freundlicher Unterstützung der Wintershall Holding GmbH