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Archiv für 22. Februar 2017

Asaf Avidan

Jul
9
19:30

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Er ist der erfolgreichste Sänger Israels. „Bob Dylan and Janis Joplin made a baby together“, heisst es über seine Stimme. Über Israel, wo er geboren ist, sagt er, dies ist nicht sein Zuhause, er habe gar keines. Mit dem Remix seines „Reckoning Song“ mit dem Titel „One Day“ stürmt Asaf die Charts in Deutschland und den Nachbarländern als Nummer eins. Dabei erneuert Asaf Avidan das Bild von einem Star gern radikal. Seine zuweilen androgyne Falsettstimme und der Irokesenschnitt sind sein Markenzeichen. „To hold a breath is not to be alive“ – während man die Luft anhält, ist man nicht am Leben. Ein Bild für das Problem der israelischen Generation, zu deren Sprachrohr Avidan geworden ist. Einer Generation, die in die Welt schaut, dort nur die Risiken erahnt und der die Zukunftsperspektive abhanden gekommen ist.

Auch eine Generation von Nomaden, deren Vertreter in Berlin in Kreativ-Sweat-Shops werkelt. „One day, baby, we`ll be old, and think of all the stories we could have told.“ Die Zeilen, die Avidan hier singt, machten die Poetry-Slammerin Julia Engelmann zum You Tube-Star.Mit seiner Band The Mojos erspielte Asaf Platin, sie galten als die erfolgreichste Indie-Band Israels. Allem Erfolg zum Trotz legte der Sänger The Mojos 2011 auf Eis. Auf seine Konzerte in diesem Sommer darf man sich besonders freuen. Nach den auch eindrücklichen Soloausflügen erstrahlen seine Songs wieder im Lichte einer ganzen Band. Keyboards und elektronische Klänge kommen in den akustischen Entwürfen zum Einsatz – und über allem schwebt Asaf Avidas kraftvolle Stimme. Ein „heiserer Engel“, wie die ZEIT schrieb.