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Archiv für April 2017

Bilderbuch (AT)

Magic Life Tour 2017

Jul
23
19:30

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Bilderbuch sind die große Pop-Geste. „Bilderbuch retten den Pop aus der deutschen Konsonantenhölle“, titelt die Süddeutsche Zeitung. Die Wiener Indie-Pop-Band ist ein mittelschweres Wunder und ihr neues Album „Magic Life“ sogar noch besser, als das schon grandiose „Schick Schock“. Babyleihmideinladdah! Die Songs heißen „Sprit n`Soda“ oder „I love you Stress“. Knapp und ironisch wie ein Instagram-Post, dabei sind die Lieder so poetisch verschachtelt, dass die einzelnen Wörter kein Gewicht haben. „Den Groove und das animalische rauszulassen und den Laut zu genießen, weniger Wort und Bedeutung – das ist etwas, was man sich erkämpfen muss“, sagt Maurice Ernst aka Maurice Antoinette, der Sänger der Band. Es geht also um den Sound, ein deutscher Satz biegt sich nicht von selbst um den funky Beat. „Magic Life“ ist extrem; an den richtigen Stellen ruhig und dennoch ein emotionaler Querfeldeinritt. Bilderbuch sind schnell, radikal und subversiv. Die Hausheiligen der Band sind Prince und Kanye West. Bilderbuch nehmen alles Böse und schicken dann Gutes. Ihre Musik klingt nach Verschwendung, nach eleganter Sehnsucht und sehr sexy. Aber da gibt es auch noch beißende Ironie und Exzess – es ist ein Fest!

Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox (USA)

Jul
13
19:30

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Wenn die Damen in Charleston-Kleidern auftauchen und Zigarettenspitzen in ihren behandschuhten Händen halten, ist man in den Roaring Twenties oder bei einem Konzert von Scott Bradlee.

Die aufregendste 20er Jahre Party seit „The Great Gatsby“: Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox bitten zur Zeitreise. Nach einer ausverkauften Europatournee Anfang des Jahres werden Scott Bradlee und seine Band im Sommer 2017 in den schönsten Konzerthallen des Landes wieder für große Momente des goldenen Old Hollywood sorgen. Mit der Postmodern Jukebox schuf Scott Bradlee einen Giganten: Über 500 Millionen Klicks auf YouTube verzeichnete die Band bereits. Ihre wundervollen Vintage-Versionen moderner Popsongs treffen den Nerv der Zeit und die Sympathie des Publikums. Allein das Remake von Miley Cyrus’ „We Can’t Stop“ erreichte über 15 Millionen Views, Haley Reinharts Soul-Interpretation von Radioheads „Creep“ wurde vom People Magazine zu einem der neun besten Viral Cover Videos 2015 gewählt, und Lorde bezeichnete das „Sad Clown“-Cover ihres Hits „Royals“ als ihr „favorite“. Inzwischen sind über 70 verschiedene Künstler Teil der Postmodern Jukebox. Scott Bradlee, Mastermind des Projekts, macht mit der perfekten Kombination aus verschiedenen Stilen und Persönlichkeiten, bekannten Namen und unentdeckten Talenten jede Show einzigartig. Roaring Twenties-Feten, Silvesterpartys im Sinatra-Stil, rauschende Konzerte berühmter Motown-Größen: „A Postmodern Jukebox show is the only place you can experience all of this and more in one night.“

The Head and The Heart (USA)

Signs of Light

Jul
12
19:30

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Mit „Mumford & Sons“ werden die sechs Musiker aus Seattle oft verglichen. Die Wurzeln liegen im Americana und Folk. Sie lieben die Harmonie und ihre Konzerte sind eine einzige große Party, bei der das ganze Sextett abwechselnd an der Bühnenrampe steht und singt. Ihr aktuelles Album „Signs of Light“ stieg umgehend bis auf Platz 5 der US-Billboard Charts. Sie stehen mit „The Low Anthem“, „The Decemberists“, „Iron & Wine“ und „The Walkmen“ auf den großen Festivalbühnen der USA und erobern Europa gerade im Handstreich. „The Head and the Heart“ lieben es vielschichtig. Indierock, Folk und Pop – da wollen sie sich nicht so recht festlegen. Der Grundton ihrer Musik ist heiter und luftig: da gibt es Westcoast Anklänge, mal lugen die Beatles um die Ecke, da fahren Coldplay durchs Bild (wenn auch mächtig aufgetunt). Seit 2009 spielen Jonathan Russell (Gesang, Gitarre, Percussion), Josiah Johnson (Gesang, Gitarre, Percussion), Kenny Hensley (Piano, Keyboards), Chris Zasche (Bass), Charity Rose Thielen (Violine, Gesang Percussion) und Tyler Williams (Schlagzeug) zusammen ihren wunderbar eigenständigen Sound aus Traditionsbewusstsein und einem feinen Gespür für die Ästhetik des Neo-Folks. Spätestens seit Grunge die Stadt Seattle zu einer Musikmetropole hob, gilt die Stadt als eine der vitalsten Inspirationsquellen für junge Bands. Und so fanden als Glücksfall auch „The Head and the Heart“ in einer der zahlreichen Open Mic-Nächte zusammen. Ein Glücksfall für uns.

Michael Wollny Trio (D/CH

Jul
7
19:30

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Eine der besonderen Eigenschaften des Jazz ist, dass so viele Beziehungen zwischen Musikern entstehen. Jazz meint immer den Dialog – die Handreichung, die anderen an Bord zu holen. Jazz meint gegenseitiges Verstehen und Zuhören, er ist eine Musik der Emanzipation und Freiheit. Michael Wollny, international erfolgreicher Jazzpianist, Musik-Erfinder und Querdenker versteht sich meisterlich auf den Dialog mit seinen Partnern. Sein Markenzeichen: das Unberechenbare und der Mut, sich dem Moment hinzugeben. Sein Wille: sich klanglich wie kompositorisch stets neu zu erfinden. Wollny ist der Popstar unter den Jazzmusikern. Mit seinem Album „Nachtfahrten“ widmet er sich dem Gruseligen und Zwielichtigen. Der Pianist ist ein Nachtmensch: „Abends beruhigt sich die Welt“, meint er und setzt seinen eigenen Kompositionen Filmmusik von David Lynch und Hitchcock zur Seite. Mit dabei sein musikalischer Vertrauensmann Eric Schaefer und der wunderbare Schweizer Bassist Christian Weber.

In Frankreich und England ist das Trio die Band der Stunde, ausgezeichnet als bestes Album und beste europäische Jazzmusiker des Jahres. Diese Band bricht ihre Stücke oft ganz abrupt ab – wenn alles gesagt ist, machen die drei einfach nicht weiter; auch dies ganz unüblich im Jazz. Das Michael Wollny Trio ist essentiell und verliert sich nicht in Schnörkeln. Eines ihrer heitersten Stücke handelt von einer hübschen Blondine, die unter der Dusche von einem Irren erstochen wird: „Marion“ aus der Filmmusik von „Psycho“. Sieben ECHOs hat Michael Wollny bereits im Pretiosenschrank verstaut; er ist einer der wenigen Jazzmusiker in diesem Lande, der regelmäßig in den Popcharts vertreten ist. Sternstunden der Spontanität sind zu erwarten.

Michael Wollny, piano; Eric Schaefer, drums; Christian Weber, bass

Lee Fields & The Expressions (USA)

Special Night

Jul
16
19:30

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Nach Sharon Jones und Charles Bradley bescherte uns das Haus Daptone Records einen weiteren grandiosen Deep-Soul-Sänger! In der Welt des Pop gab es schon viele erstaunliche Erfolgsgeschichten, doch was Lee Fields erlebte, darf als besonders wundersam gelten. Lange war sein Name nur versierten Insidern bekannt, dank einiger obskurer Funk-Singles, die er in den Siebzigern veröffentlicht hatte. Zwanzig Jahre danach gelang ihm jedoch der Schritt hinaus in die Welt, als sich Daptone Records daran machten, Neues mit ihm zu produzieren. So wurde Lee Fields zur Gallionsfigur der Retro-Soul-Bewegung – wobei dieser Begriff kaum für jemand gelten kann, der seit 1969 Soulmusik macht und dessen frühe Vinyl-Scheiben hochgehandelte Raritäten sind. Nach drei Jahren Wartezeit erschien nun sein neues Album „ Special Night“, der Nachfolger des Meisterwerks „Faithful Man“. Und diesen Sommer sind Lee Fields & The Expressions dann endlich wieder in Deutschland auf Tour. In seiner langen Geschichte hat sich der Soul immer die Fähigkeit bewahrt, große Gefühle in Herz und Hüfte zu provozieren. Seit den Tagen, als Otis Redding ‘Pain In My Heart’ gesungen hat, bis zu der Zeit, in der Anthony Hamilton ‘They Don’t Know’ sang.

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach den Debüts von James Brown und Aretha Franklin, weit nach den goldenen 70ern, dem Ende der Stax Records und des traditionellen Motown steht Lee Fields vor allem für eines: klassischen Soul der alten Schule. Wie so viele seiner Vorbilder, meldet sich der junge Lee Fields beim örtlichen Kirchenchor seiner Heimatstadt Wilson im US-Bundesstaat North Carolina. Geprägt von den Memphis-Sounds der 60er um Al Green, Otis Redding und Isaac Hayes, aber selbstverständlich auch von den Temptations, Eddie Floyd und dem Godfather Of Soul, singt er bei der Aufnahmeprüfung einen James Brown-Song. Schnell hat er den Spitznamen Little JB weg. Seine Musik ist klassischer, vom Staub befreiter Soul. Genau Lee Fields’ Welt. Doch ist Lee Fields Retro? Der Mann ist seit vierzig Jahren im Geschäft und findet mit seiner Band The Expressions ganz junge Musiker, die verstehen, worum es ihm beim Soul geht: Seele mit Wucht und Authentizität.

Joy Denalane (D)

Gleisdreieck

Jul
22
19:30

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Joy bedeutet Freude. Was für eine Freude, dass es im deutschen Soul diese Sängerin gibt.
Sie ist die Ikone des deutschen Soul und HipHop. Keine andere deutsche Sängerin hat dieses Genre so geprägt wie Joy Denalane. Sechs Jahre nach ihrem dritten Top 10 Album meldet sie sich mit der Ankündigung ihres neuen Albums ‚Gleisdreieck’ zurück. Seit Joy Denalane 1999 mit Freundeskreis das Duett ‚Mit dir’ aufnahm, hat sie die deutsche Musiklandschaft maßgeblich beeinflusst. Als Teil der Freundeskreis Allstars ebnete sie den Weg für deutschsprachigen HipHop. Mit ihrem Debütalbum ‚Mamani’ nahm sie die erste ernstzunehmende Soul-Platte in deutscher Sprache auf. Mit ihrem neuen Album ‚Gleisdreieck’ macht sie sich auf die Suche nach ihrer Identität – und zeichnet dabei fast beiläufig ein Bild ihrer Heimatstadt Berlin im Hier und Jetzt. Ihren ersten drei Alben folgten jeweils ausverkaufte Tourneen und Auftritte in den USA, Frankreich, Südafrika, Japan und England. Während der letzten Jahre waren Live-Auftritte von Joy Denalane rar und beschränkten sich auf umjubelte Konzerte mit ihrem Mann Max Herre. Umso mehr dürfen ihre Fans sich jetzt auf ihre Auftritte freuen. Dabei ihre kräftige Band mit Piano, Beat und elektronischen Klängen. Alles leuchtet.

Lucky Chops (USA)

Jul
30
19:30

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Fünf Bläser und ein Schlagzeuger, dazu die Mission, die Energie einer Rockband mit der Tanzbarkeit eines EDM DJs zu verknüpfen. Irgendwann kam den Freunden die geniale Idee, ihre wunderbar energetische Musik am urbansten Ort der Welt aufzuführen: Dem New Yorker Subway-System. Das war der Hit, sprach sich herum und als ein Tourist aus Südafrika ein Handy-Video ihrer Performance ins Netz stellte, veränderte sich alles. Innerhalb weniger Tage hatten weltweit Millionen Menschen das Video gesehen und die Zahlen hörten gar nicht auf, weiter zu explodieren.Bald darauf fanden sich Lucky Chops auf den Festivalbühnen in Europa, die Fangemeinde jubelte. Zurück in New York gingen sie wieder an ihren Lieblingsauftrittsort, die U-Bahn, spielen nun aber in den USA große Clubs und Festivals. Inzwischen liegen ihre Videos bei über 40 Millionen Views und Luck Chops laufen sich warm um die Welt, Stadt für Stadt, Land für Land. Ihre Deutschlandtour im vergangenen Jahr war komplett ausverkauft, das Schneeballprinzip rollt. Es ist pure Magie, wenn die sechs gemeinsam auf der Bühne stehen. Große Pop Kunst von Daft Punk bis James Brown, wenn die Energiebündel loslegen, wird bis ganz hinten wie auf dem Wochenmarkt in Istanbul gefeiert. Tanztiraden und Ohrensirren - einen hemmungslosen Partyrausch garantiert das Sextett. Kein Video der Welt kann die Energie und Liebe wiedergeben, die bei den Konzerten der Lucky Chops frei wird – diese Magie wollen wir unbedingt teilen!

Josh Holcomb, trombone; Daro Behroozi, tenorsax; Leo P. baritonesax; Kevin Congleton, drums; Joshua Gawel, trumpet; Raphael Buyo, sousaphone.

Max Mutzke (D)

Jul
29
19:30

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Der Pop-, Soul- und Jazzmusiker mit der großartigen Stimme geht mit seiner Band monoPunk auf Reisen. Jüngst hat er ein Album namens „Experience“ mit der 80köpfigen NDR Radiophilharmonie aufgenommen. Mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg hat er gerade gespielt. Von so einer Erfahrung kann man nur profitieren. Vielfältigkeit ist ohnehin Max Mutzkes Markenzeichen. Der Mann mit der Soulstimme tritt auch mit der Popgruppe Luxuslärm und der SWR Bigband auf. Sein Jazztitel „Piano Man“ zusammen mit Wolfgang Haffner ist großartig, das Publikum feiert sein „Can`t wait until Tonight“.

Das Popchamäleon interessiert sich für viele Arten von Musik, als wichtige Einflüsse nennt er aber Mavin Gaye und Donny Hathaway, den amerikanischen Funk der 70er Jahre . So ist souliger Pop in englischer und deutscher Sprache seine Hauptschiene. 2013 spielte er mit Klaus Doldinger und Nils Landgren sein Album „Durch Einander“ ein und wurde dafür mit dem Platin-Jazz-Award geehrt. Für Mutzke ein musikalischer Meilenstein. Es folgte das Soul geprägte Album „Max“. Ein Signatur-Mix aus noch mehr erdigem Soul, HipHop und elektronischen Elementen. Zahlreiche ausverkaufte Tourneen und viele Auszeichnungen stehen in seiner Vita. Max Mutzke hat eine höchst vielseitige Begabung und zu Recht viel Vertrauen in seine ausdrucksstarke Stimme.

Element of Crime (D)

Lieblingsfarben und Tiere - Kraut-und-Rüben
Sommer 2017

Jul
28
19:30

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Sven Regener und seine Mannen gehören sicher zu den einflussreichsten Bands aus deutschen Landen. Konsequent gegen den Mainstream und ebenso konsequent geliebt seit über dreißig Jahren.

„Wenn der Wolf schläft müssen die Schafe ruhen“, spielten sie letztes Jahr live im Tatort aus Weimar und in einem leeren Bierzelt.Der Tatort war mal wieder in der Kritik durchgefallen, aber über den Auftritt von Element of Crime wurde geschrieben: „Sven Regener spielt die Trompete wie ein besoffener Engel, der den Weg zum Himmel nicht mehr findet.“. Schön, oder? Sven Regeners Texte leben von ihrem spröden Charme, den lakonischen Alltagsbeobachtungen. Dass dies auch ohne Musik funktioniert, kann man beispielsweise in den „Herr Lehmann“ Romanen herausfinden. Aber bei seinen Songtexten, werden die Worte eben zum Sound der Musik. Unaufgeregt und rau zelebriert die Band die komische Tragik des Alltags. An der kurzen Form geschliffen und zur Essenz reduziert sind die Lieder; Element of Crime gehört selbstverständlich an die Spitze der hiesigen Pop-Lyrik. In ihrer langen und reichen Geschichte haben sie fast nur Meisterwerke aufgenommen: „Weißes Papier“, „Damals hinterm Mond“, „Die schönen Rosen“ und so weiter und so fort. Die Zeit macht diese Erzählungen noch schöner.

The Divine Comedy (IRE)

Foreverland

Jul
27
19:30

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Seit über zweieinhalb Jahrzehnten gestaltet die irische Formation Divine Comedy um den konstanten Frontmann Neil Hannon herum, eine musikalische Welt zwischen britischem Edelpop, Chanson und Rock. Sie gelten als die kunstsinnigste Band Großbritanniens. Musik und Texte funktionieren auf gleich mehreren Metaebenen, wunderbar zugänglich und klug, Songs, die einen zum Lachen und zum Weinen gleichzeitig bringen. Der lose Verbund von rund zwei Dutzend Musikern setzt die Texte und Melodien ihres Vordenkers Neil Hannon in immer andere Besetzung in Szene. So klingt jedes ihrer bisher 10 Alben nach einem anderen stilistischen Schwerpunkt. Da gibt es Pop-Alben, Britrock, Electro oder auch Chansons in der Tradition von Brecht und Weill. Das Erstaunliche daran ist, dass trotz dieses Eklektizismus The Divine Comedy immer genau nach dieser Band klingt. Jedes Album stürmt die Charts, Hits wie „National Express“ inclusive.

Wunderbare schrullige Popperlen kommen aus der Feder von Neil Hannon, der ansonsten auch gerne mit Tori Amos , Jane Birkin, Tom Jones oder Yann Tiersen arbeitet. Er schreibt Musicals, Opern und Orgelmusik, aber Divine Comedy ist eben doch sein Lieblingsprojekt. Auf „Foreverland“ werden Katharina die Große ebenso wie die Französische Fremdenlegion thematisch bedacht – göttliche Komödie eben. Mit einem solch schrägen Humor, wie er eben nur von den britischen Inseln kommen kann. Wir stellen uns einfach vor, die Monty-Python Truppe würde den barocken Ohrwurmpop von Burt Bacharach spielen.

Jacob Collier (GB)

In My Room

Jul
26
19:30

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Jacob Collier ist ein 22jähriges Wunderkind: er spielt Schlagzeug, Klavier, Orgel und Melodica, Gitarren, Ukulele, elektrischen und akustischen Bass und natürlich singt er auch. Musiker wie Pat Metheny und Herbie Hancock suchen seine Kooperation. Stevie Wonders „Don`t you worry `bout a thing“ hat er für sechs Stimmen arrangiert und millionenfache Klicks auf Youtube. Quincy Jones hält ihn gar für eines der größten Talente der Musikgeschichte. Das junge Genie hat sich ein weltweites Publikum erspielt und wird sein Album „In My Room“ live auf phänomenale Weise umsetzen. Dafür hat er ein Keyboard gemeinsam mit dem Institute of Technology in Boston entwickelt, dass seine hohen Ansprüche erfüllen sollte. Dieses Instrument erzeugt tiefe Bässe genauso wie rauschende Glissandi.

Wenn Collier eine Note singt, kann er über das Keyboard diese eine Note direkt in zwölf verschiedenen Tonhöhen wiedergeben, also in einem ganzen Chor. Auf der Bühne ist er umgeben von einem großen Kreis von Instrumenten, die er alle möglichst gleichzeitig spielt. Ein Feuerwerk von schrägen Rhythmen, schönem Harmoniegesang, jazzigen Soli. Sein größtes Problem könnte sein, von der Ideenflut überwältigt zu werden. Es gibt einen großen Bildschirm, 3D Kameras, die die Bewegungen des Kopfes aufnehmen und gleich wiedergeben. Bis zum Ende eines Liedes vervielfacht er sich mit den Instrumenten. „Auf der Bühne sind ganz viele Jacobs, aber real gibt es nur einen.“. Und real gibt es auch keinen größeren Hoffnungsträger des Jazz als Jacob Collier. Er spielt in Montreux, dem North Sea Festival, dem Love Supreme und es erscheint hier fast überflüssig zu erwähnen: Jacob Collier macht phänomenale Musik! Für den Grammy 2017 war er natürlich auch nominiert; und was hat er mitgenommen? Zwei Grammys!

The Slow Show (GB)

Dream Darling

Jul
21
19:30

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The Slow Show sollte man kennen. Die Band war eine der herausragenden Liveacts des vergangenen Jahres und stand auf zahlreichen Festivals mit Furore auf der Bühne. Diese Band aus Manchester klingt weniger nach Englands Nordwesten, als nach der weiten Prärie Nordamerikas und den Vorbildern aus dem Americana. Der Bandname ist Programm: Die Gelassenheit und die Intensität der Arrangements wirken wir ein hypnotisierender Focus. Sänger Rob Goodwin verfügt über einen geradezu lässigen Bariton und die Liebe liegt mal wieder in Ruinen – das macht aber den Reiz aus. The Slow Show hat einen gültigen Sound geschaffen, ein Markenzeichen. Mächtige Arrangements kontrastieren mit schlichtem Gitarrenpicking; über allem steht Goodwins brüchiger, aber durch die Technik übergroß gemachter Parlando Gesang.

Ihre wundervollen Alben „White Water“ und „Dream Darling“ sind voller majestätischer Momente. Das liegt zum einen an den eleganten Hymnen, die sich zu fast orchestralen Refrains aufschwingen, zum anderen aber und noch viel mehr an der unverwechselbaren Stimme Goodwins. Verglichen wird er mit Nick Cave oder Matt Berninger von The National. Das ist kein bisschen kitschig. In den Konzerten von The Slow Show knistert die Atmosphäre, egal ob großes open Air oder Konzertsaal. Da bleibt keine Wahl: man möchte unbedingt und wirklich zuhören vom ersten bis zum letzten Ton.

Valerie June (USA)

The Order of Time

Jul
20
19:30

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Was ist Zeit? Ist sie stauch- und dehnbar, ist sie ein fixes Momentum? Ist sie vergänglich oder beständig? Über diese Fragen dachte die US-amerikanische Sängerin und Multiinstrumentalistin Valerie June in den vergangenen Jahren nach, befeuert durch den weltweiten Erfolg ihres letzten Albums „Pushin‘ Against a Stone“. Es war das bereits dritte Album der mittlerweile 35-Jährigen, gleichwohl das erste, das offiziell über eine Plattenfirma veröffentlicht wurde. Denn Valerie June, geboren und aufgewachsen in Memphis, Tennessee, hatte sich auch bis dahin Zeit gelassen, ganz nach eigenen Regeln ihren künstlerischen Weg zu gehen; und hatte daher – wohlgemerkt: mit viel Zeit und ohne jeden Druck – ihre ersten drei Alben per Crowdfunding finanziert. Mit „Pushin‘ Against a Stone“, das June zusammen mit dem The Black Keys-Kopf Dan Auerbach nicht nur aufgenommen, sondern auch komponiert hatte, veränderte sich die Welt der begnadeten Sängerin, Gitarristin, Banjo-, Ukulele- und Lap-Steel-Spielerin rasant: Chart-Platzierungen auf der ganzen Welt, gefeierte Tourneen als Solokünstlerin sowie an der Seite von Größen wie Jake Bugg, Norah Jones und Sharon Jones & The Dap Kings, überragende Konzerte auf Festivals wie Bonaroo, Newport Folk und Hyde Park. June gelingt es, wie keiner zweite Musikerin archaische Musiktraditionen mit einem modernen Songgefühl zu verbinden. So schrieb die New York Times nach Veröffentlichung ihres ersten Albums „The Way of the Weeping Willow“: „Sie ist eines der berührendsten, schon jetzt komplettesten Talente des Landes.“ Mit „Mountain of Rose Quartz“ folgte 2008 das nächste Album und schließlich 2010 die begeisternde EP „Valerie June and the Tennessee Express“.

16-valeriejune_publicityphoto_credit_dannyclinch_general5„Pushing against a Stone“ avancierte wenig überraschend zu Valerie Junes internationalem Durchbruch. Viele Tourneen später reüssiert die Lady mit dieser unverwechselbaren, einnehmend rauchigen Stimme nun mit „The Order of Time“. Über diese „Ordnung der Zeit“ dachte sie derart viel nach, dass man ihr neues Album glatt als eine Themenplatte betrachten kann – auf die eine oder andere Weise bezieht sich jeder Song auf das Thema Zeit. Aufgenommen in Guilford in Vermont in großer Abgeschiedenheit vom sonstigen Musikzirkus. Es sei, sagt June, „wie ein langer Ausflug mit meiner Band“ gewesen. „Vermont war sehr gut zu uns. Wir haben gekocht und lange Schneespaziergänge gemacht – und dazwischen immer wieder an der Musik gearbeitet.“

RY X

Dawn

Jul
19
19:30

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Ry Cuming alias RY X ist ein Cosmopolit. Geboren im entspannten Australien, lebt und lebte er in Byron Bay, Indonesien, Berlin und Los Angeles. Mit den zwei Songs „Howling“ und „Berlin“ hat er sich lockerflockig in den Herzen der Club-Welt plaziert und zugleich mit Howling und The Acid zwei klasse Bands mit seiner Stimme bereichert. Sein Album „Dawn“ hört sich an „ als würdest du im Morgengrauen zum ersten Wellenritt rauspaddeln und dabei das Gefühl haben, die Welt ist noch neu.“

Bisher ist RY X vornehmlich mit seinen Remixes in Erscheinung getreten zu denen in allen hippen Clubs der Welt getanzt wird. Der Erfolg und die vielen ausverkauften Konzerte bringen den entspannten Mann nicht aus der Ruhe. Die Musik von RY X ist eine Ode an die Fragilität des Lebens, minimalistischer Gitarrenfolk auf elektronischem Grund; die Stimme ebenso dezidiert wie markant. Das erinnert an einen moderneren José Gonzales.Allerorten anmutige Melancholie und raffinierte Rhythmen. In der Fragilität der Songs liegt eine große Kraft und Anmut, tatsächlich bringt Ry Cuming mit seiner Band eine Konzertbühne zum Leuchten. Als Australier ist man eben auch Surfer: „Man muss das Leben wie das Meer nehmen und einfach die Welle reiten.“

Tingvall Trio (SW/Kuba/D)

CIRKLAR

Jul
15
19:30

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Willkommen. Das Tingvall Trio meldet sich zurück mit einem neuen Album: CIRKLAR, schwedisch für Kreise. Starke Melodien, famoses Ensemblespiel und keine Scheu vor der Nähe des Pop. Energie ist ein wichtiger Parameter für den schwedischen Pianisten Martin Tingvall. Wie ein Sturm treibt er Melodien vor sich her, lässt dann und wann eine heftige Böe aufwirbeln und nach ein paar Augenblicken scheint das Klavier an den Grenzen seiner Ausdrucksmittel angelangt.

Die Chemie im Tingvall Trio ist eine stets explosive: Der deutsche Schlagzeuger Martin Spiegel und der kubanische Bassist Omar Rodriguez Calvo, bekannt aus den Arbeiten des Soul-Duos Orange Blue komplettieren das Trio. Heutige Sounds sind angesagt; Musik, die einen umstandslos anspringt. Jazz mir Rock-Dynamik.Wenn schon schwedische Wälder und kubanische Wärme, warum dann nicht auch ein wenig deutsche Romantik. Ihre Geschichte ist eine echte Erfolgsstory. Binnen 10 Jahren hat sich die ungestüme Band aus dem Hamburger Kiez zu einem Exportschlager entwickelt. Dem Tingvall Trio ist gelungen, was nur wenige Musiker ihres Faches schaffen: Ähnlich wie die legendären E.S.T. können sie vor allem ein junges Publikum für ihre Version des Jazz begeistern. Es regnet Auszeichnungen und Awards, Auftritte in mehr als zwanzig Ländern – Begeisterung allenthalben! Pure Energie, jeder Ton.

Warpaint (USA)

Heads up

Jul
14
19:30

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Seit ihrer ersten EP „Exquisite Corpse“ geht die Karriere des US-amerikanischen Rockquartetts steil bergauf. Das erste Warpaint Album schließlich war eine ätherische Reise ins melancholische Herz des Rock`n Roll. Songs, die so episch waren, als zöge Robert Smith roter Lippenstift unendliche Schlieren durch eine wundersame Unterwasserwelt. Doch schon das zweite Album hat die Warpaint-Tiefsee mit kräftigen Beats aufgewirbelt. Als „Königinnen des Underground“ und „die weiblichen Nirvanas“ wurden sie betitelt.Nun also kommt „Heads up“ und Warpaint hat ihren sirenenhaften Sound zur Perfektion gebracht. Die Essenz ihrer Experimentierfreudigkeit revolutioniert den Klang der Band. Ganz ausgelassen klingt „Heads up“ natürlich nicht, aber die zurückgelehnte Coolness trägt auch heitere Züge. Zu hören im erfrischenden „New Song“ etwa, oder im sehr tanzbaren „So Good“. Die Band räumt ordentlich mit ihrem Image auf, den speziellen Warpaint-Touch, die Melancholie, das Ausloten von Dark California, dieser verhangenen Seite der Heimat von Hollywood und Silicon Valley – diesen Touch haben sich Warpaint zum Glück bewahrt. Die Platte ist großartig geworden, live ist die Band ohnehin über jeden Zweifel erhaben.

Emily Kokal, voc., git; Theresa Wayman, voc., git.; Jenny Lee Lindberg, voc.,bass; Stella Mozgawa, drums, keys.

Asaf Avidan

Jul
9
19:30

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Er ist der erfolgreichste Sänger Israels. „Bob Dylan and Janis Joplin made a baby together“, heisst es über seine Stimme. Über Israel, wo er geboren ist, sagt er, dies ist nicht sein Zuhause, er habe gar keines. Mit dem Remix seines „Reckoning Song“ mit dem Titel „One Day“ stürmt Asaf die Charts in Deutschland und den Nachbarländern als Nummer eins. Dabei erneuert Asaf Avidan das Bild von einem Star gern radikal. Seine zuweilen androgyne Falsettstimme und der Irokesenschnitt sind sein Markenzeichen. „To hold a breath is not to be alive“ – während man die Luft anhält, ist man nicht am Leben. Ein Bild für das Problem der israelischen Generation, zu deren Sprachrohr Avidan geworden ist. Einer Generation, die in die Welt schaut, dort nur die Risiken erahnt und der die Zukunftsperspektive abhanden gekommen ist.

Auch eine Generation von Nomaden, deren Vertreter in Berlin in Kreativ-Sweat-Shops werkelt. „One day, baby, we`ll be old, and think of all the stories we could have told.“ Die Zeilen, die Avidan hier singt, machten die Poetry-Slammerin Julia Engelmann zum You Tube-Star.Mit seiner Band The Mojos erspielte Asaf Platin, sie galten als die erfolgreichste Indie-Band Israels. Allem Erfolg zum Trotz legte der Sänger The Mojos 2011 auf Eis. Auf seine Konzerte in diesem Sommer darf man sich besonders freuen. Nach den auch eindrücklichen Soloausflügen erstrahlen seine Songs wieder im Lichte einer ganzen Band. Keyboards und elektronische Klänge kommen in den akustischen Entwürfen zum Einsatz – und über allem schwebt Asaf Avidas kraftvolle Stimme. Ein „heiserer Engel“, wie die ZEIT schrieb.

Myles Sanko (GB)

Just Being Me

Jul
8
19:30

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Er war der Überraschungssieger des vergangenen Sommers im Kulturzelt. So gut, das möchten wir noch einmal hören! Schon seit seiner Jugend steht Myles Sanko auf der Bühne: Erst in den Clubs und Bars seiner Heimatstadt Cambridge, später dann an der Seite der britischen Funk-Altmeister Speedometer. 2013 erschien seine in Eigenregie aufgenommene Debüt-EP “Born In Black & White”, die ihn in Windeseile zum neuen Shooting Star der britischen Soul-Szene werden ließ: Seine herausragende Stimme, seine Texte und sein moderner wie cooler Style bescherten ihm haufenweise Lobeshymnen und eine treue Fangemeinde, weit über die Grenzen des Vereinigten Königreiches hinaus. Und diese Zuneigung, die Myles Sanko widerfährt, beruht definitiv auf Gegenseitigkeit: “Meine Musik soll ein Ort sein, an dem man sich lebendig fühlt”, sagt Sanko.

“Die Reaktion, die ich von meinem Publikum bekommen ist eine echte Motivation für mich. Ich möchte die Musik machen, die ich auch selber gerne höre. Nur so kann ich authentisch bleiben, nahe bei meinen musikalischen Inspirationen sein und mich nicht in den vielen anderen Einflüssen da draußen verlieren.” Verlieren kann man sich aber definitiv in den Songs von Myles Sanko, wie er auf seinem neuen Album „Forever Dreaming“ erneut unter Beweis stellt: Songs, die Myles‘ beeindruckende Bandbreite, vom melodischen Soul-Jazz über Acid Jazz bis hin zum tanzbaren Feel-Good-Soul, eindrucksvoll abbilden. Let`s have the party together!

Mighty Oaks (USA/IT/GB)

Dreamers

Jul
6
19:30

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Nach dem viel gelobten Debüt „Howl“ und zwei Jahren ausschweifender Konzerte melden sich die Mighty Oaks mit „Dreamers“ zurück. Musik, wie sie kreativer und inspirierender kaum sein kann.

Wenn ein Amerikaner, ein Brite und ein Italiener Musik machen, greifen sie schon einmal per se` auf gute Wurzeln zurück. Wenn sie diese Musik dann in ganz Europa auf die Bühne bringen und ihre Konzerte samt und sonders ausverkauft sind, lohnt es sich genauer hinzuhören. Ian Hooper, Claudio Donzelli und Craig Saunders veröffentlichen klugerweise erst nach den live-Konzerten ihr Debüt „Howl“. Die Sporen verdient man immer noch auf der Bühne. Für die Basis ihrer Folk-Sounds benötigt das Trio eine akustische Gitarre und Mandoline, die in Kooperation mit E-Gitarre und Bass raumgreifend und mit der Trommel den Rhythmus des Herzens bestimmend wirkt. „Die mächtigen Eichen“, der Bandname assoziiert die Weite der amerikanischen Westküste, Heimat von Ian Hooper. Der dreistimmige Satzgesang erzählt von rostigen Pickup Trucks, leeren Highways und einer dünn besiedelten großartigen Landschaft – Sehnsuchtsorten. Tiefe Wälder und klare Seen prägen auch die Videos zur aktuellen Auskopplung. Mighty Oaks waren mit Shout Out Louds und den Kings of Leon auf Tour, mit ihren erdigen Songs treffen sie genau den Nerv der Zeit. Mit großer Authenzität bilden sie einen gelungenen Kontrast zu überproduzierten Songs und Casting – Bands. Doch paradoxerweise war es gerade das Internet, dass Mighty Oaks den Weg geebnet hat. Und dann ist es ausgerechnet ein Major Label namens Universal, dass Mighty Oaks unter die Fittiche genommen hat. Da hat man bei Universal eben auch genauer hingehört. Auf der Bühne ist das Trio eine Macht, die das Abenteuer, die Freiheit und die Liebe feiert.

Wincent Weiss (D)

Irgendwas gegen die Stille

Jul
5
19:30

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Als Featuring Artist und Stimme des Elif-Songs „Unter meiner Haut“ in der Version des DJ-/Produzentenduos „Gestört aber GeiL“ stürmt Wincent Weiss die Top Ten der deutschen Single-Charts, 10 Millionen Klicks auf YouTube und 20 Millionen auf Spotify. Seine Stimme kennt ganz Deutschland. Weiter ging es bei dem jungen Shooting-Star mit den Singles „Regenbogen“ und „Musik Sein.“ „Irgendwas gegen die Stille“, sein aktuelles Debütalbum trägt die Liebe zur Musik ironisch im Titel. Wincent spielte Sylvester am Brandenburger Tor und in diesem Sommer auf allen großen Festivalbühnen. Die Fans reisen ihm kreuz und quer durch Deutschland nach. Die Konzerte mit der 5köpfigen Band sind schon besondere Feste. So ein Erfolg ist nicht planbar, da steckt enorme musikalische Qualität dahinter.

Wincent komponiert und textet selbst oder in Kooperation mit den Rapper Olson. Das Gitarre spielen hat er sich mit YouTube Tutorials selbst beigebracht und es zu einiger Meisterschaft gebracht. Das Beste an Wincent Weiss aber ist seine weite Stimme. „…..dann Paukenschläge und Trommelwirbel, ein leises Klavier, hey, da müsste Musik sein….!“

DUB FX feat. Mr. Woodnote (AUS)

Thinking Clear

Jul
2
19:30

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Benjamin Stanford ist von der Straße direkt in den Beatbox-Olymp aufgestiegen. Bekannt wurde der Australier in seiner Heimat Melbourne mit Auftritten auf öffentlichen Plätzen, bei denen er mit einem Aufnahmegerät seine eigene Stimme loopte und dazu mit dem Mund, der Nase und dem Rachen weitere Instrumente imitierte: „Beatboxing“ nennt sich das und ist eine aufregende Mischung aus Dub, HipHop, Reggae und Drum`n Bass. Bei seinen Auftritten baut Stanford Schicht für Schicht und in Echtzeit rhythmusbetonte Musikstücke auf. Jede Schicht fügt ein weiteres „Instrument“ hinzu, bis monumentale Sound-Ungetüme entstanden sind. „In Melbourne habe ich komplettes Auftrittsverbot auf den Straßen“, erzählt er. Es seien einfach zu viele Menschen gekommen und die Sache manchmal „ein bisschen aus dem Ruder“ gelaufen. Seine Stimme ist eine friedliche Waffe, die er mit Loop-Pedalen und Effekten schier unendlich einsetzen kann.

Millionen Youtube Clicks und über 100.000 verkaufte Platten; DUB FX ist inzwischen in ganz Europa und auf den großen Festivals unterwegs, seine Konzerte sind phänomenale Partys. „Blood, Sweat & Busking“ - der Sänger, Rapper und Beatboxer wird mit dem Druck auf die erste Taste und seinen vokalen Beats zu einem Dubstep-Orchester, das einfach alles macht, was an der Schnittstelle von Elektronik und menschlicher Stimme machbar ist. Das ganze Spektakel, was sonst noch auf der Bühne stattfindet? However, am Ende geht’s sowieso nur um den genialen Musiker und seine kraftvollen Beats…

Auf dieser Sommertournee kommt als special guest Mr. Woodnote am Saxophon dazu.

Seven (CH)

Jun
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Jul
1
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Es ist ein Rätsel: wie haben die Schweizer es geschafft, Seven so lang vor dem Rest der Welt geheim zu halten? Das ist nun vorbei, Seven auf internationalem Erfolgskurs und in Kassel genau richtig, um die Sommersaison an zwei Abenden zu eröffnen.

Top in den Charts, ausverkaufte Konzerte, Goldstatus, eine halbe Millionen verkaufte Platten; für den Soulsänger Seven läuft es gut. Er hat eine Stimme von Weltformat und ist ein unglaublich energetischer Entertainer. Beim Tauschkonzert „Sing meinen Song“ in vergangenen Frühjahr hat er im TV für Furore gesorgt. Das Talent ist dem Sänger in die Wiege gelegt, die Mutter ist Pianistin und der Vater Tenor.

Bereits als Elfjähriger singt Jan Dettwyler alias Seven in der Band seines Bruders. Musik ist seine Leidenschaft, Soul, Funk und HipHop seine Liebe. Er steht mit Fanta 4 auf der Bühne, mit den Söhnen Mannheims, seine Alben glänzen mit Features von Omar, Beverley Knight und Rapstar Talib Kweli. Seven beackert ein Feld, das Michael Jackson und Prince bepflanzt haben. Dies tut er so gewissenhaft und respektvoll, wie man es nur wünschen kann. Gut, dass er sich trotzdem eine Schnoddrigkeit bewahrt hat. Denn: „wenn‘s allzu nett wird, dann ist‘s nicht mehr sexy.“. Aber sexy ist Seven definitiv. Der Soultrain aus der Schweiz ist nicht zu stoppen.

Seven, voc.; Micha Dettwyler, backing voc.; Rose Ann Dimalanta, piano; Raphael Jakob, guitar; Philipp Schweidler, bass; Massimo Buonanno, drums