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Archiv für 22. Februar 2017

GoGo Penguin (GB)

Man Made Object

Aug
16
19:30

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Das Schlagzeug klingt wie eine explodierende Drummachine, Songs entstehen per Smartphone-App: das Pianotrio GoGo Penguin ist die Band der Stunde. Sie wurden für den Mercury Prize nominiert und das ist für eine Jazzband ungefähr so wahrscheinlich wie ein erfolgreiches Elfmeterschießen der englischen Fussball-Nationalmannschaft.

Spätestens seit GoGo Penguin 2014 mit “v2.0“ ein denkwürdiges Album veröffentlichten, gilt das aus Manchester stammende Akustik-Jazz- und Electronica-Trio GoGo Penguin als der heißeste Act der jungen britischen Jazzszene. Pianist Chris Illingworth, Bassist Nick Blacka und Drummer Rob Turner begeistern mit rasanten Break-Beats, ungemein einprägsamen Piano-Melodien, kraftvollen Basslinien und hymnischen Riffs. Zu ihren Einflüssen zählen die drei jungen Briten u.a. Aphex Twin, Squarepusher, Massive Attack, Brian Eno und John Cage, aber auch moderne klassische Komponisten wie Schostakowitsch und Debussy.” Manchmal stößt man auf ein Album, das einen verwundert innehalten lässt”, hieß es auf Spotify über GoGo Penguins zweites Album “v2.0″. “Die brillanten Aufnahmen dieses bemerkenswerten Trios aus Manchester, bei denen der Jazz auf Electronica trifft, gehören in diese Kategorie.” Das hat offenbar auch Don Was aufhorchen lassen, der GoGo Penguin auf dem Hamburger Überjazz Festival besuchte und ihnen dort prompt einen Vertrag anbot. “Wir sind wirklich begeistert, bei Blue Note zu unterzeichnen, einem der kultigsten Label der ganzen Welt”, freut sich das Trio. Als „Acoustic Electronica“ gilt die Musik des Trios. Will heißen: GoGo Penguin spielt avancierte elektronische Tanzmusik auf akustischen Instrumenten. Auf ihrem neuen Album „Man Made Object“ lösen sich technoartige Hymnen in befreienden Klanggewittern auf. Kategoriesysteme sind hier weder akkurat noch nützlich.