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Archiv für 22. Februar 2017

Faber (CH) & Fil Bo Riva (IT/D)

Sei ein Faber im Wind

Aug
17
19:30

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Faber ist der nächste heiße Newcomer aus der Schweiz. Spätestens auf dem Reeperbahnfestival 2015 waren alle wach, als Faber mit Band die Bühne betrat und mit kratziger rauer Stimme den Saal füllte. Faber will kein Stück vom Kuchen – er nimmt gleich die ganze Konditorei. Die Texte leben vom raschen Wechsel zwischen Heiterkeit und Melancholie, zwischen Ironie und frohem Tanz. Mit Sophie Hunger war Julian Pollina aka Faber auf Tournee: „Das waren jeweils über tausend Menschen und er hatte sie sofort in ihren Bann gezogen. Er muss nichts mehr werden. Er kann jetzt einfach nur machen,“ das war Sophie Hungers Rat. Das macht er nun, beschrieben als „22 Jahre jung, kräftiger Sänger, hartnäckiger Gitarrenspieler und leidenschaftlicher Geschichtenerzähler.“ Diese Geschichten erzählt er auf Deutsch und deutlich, sie sind intelligent und kein bisschen moralisch, Fabers Helden sind coole Verlierer.

Live ist die Band aber auch brachial, „Akustik Punk“ nennen sie das. „ Zürich brennt nicht mehr, Zürich kauft jetzt ein.“ Er singt Hymnen auf die käufliche Liebe, über 13jährige, die Alkopops trinken und vom Vater wissen: „Wer zur Schule geht, wird arbeitslos.“ Von den ganzen Lorbeeren, die ihnen bisher zugedacht wurden, flechten sich andere einen Kranz und gehen in die Ferien. Faber aber feilt weiter an der Musik. Time is now. Behaltet diesen Mann im Auge – es wird ganz groß. Dabei heute abend: Fil Bo Riva. Drei Worte, drei Städte. Rom, Dublin und Berlin. Der junge Italiener wuchs in Rom auf und verbrachte seine Jugend in Irland. Sein erster Song war eine Hommage an Pete Doherty. Nun lebt er in Berlin; seine Musik verortet sich in Folk und Soul. Fil Bo Riva ist der Liebling der jungen urbanen Szene, in den letzten Jahren stand er unter anderem mit AnnenMayKantereit und Matt Corby auf der Bühne von Festivals wie Dockville, Reeperbahnfestival und Maifeld Derby.