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Archiv für Februar 2018

Alice Phoebe Lou (ZA)

Jul
24
19:30

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Alice Phoebe Lou ist eine freiheitslustige Vagabundin die Einflüsse aus Europa und Südafrika in ihrer Musik verknüpft. Die gebürtige Südafrikanerin mit dem derzeitigen Heimathafen Berlin hat jahrelang die Straßen der Welt bespielt und tut das gerne noch. Aber eigentlich ist sie dafür viel zu gut: Zehntausende sollten sie hören, wie sie mit Herz, Leib, Seele, Inbrunst und Verstand ihre Lieder singt. Inzwischen tritt sie in Clubs und Konzertsälen auf und bezaubert dort das Publikum. Letzten Herbst hat Alice Phoebe Lou auf dem Reeperbahn Festival die Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hingerissen, nun bespielt sie die schönsten Bühnen des Landes mit Songs ihres Debütalbums „Orbit“ und all die unendlich vielen anderen Lieder, die sie seit Jahren im Repertoire hat. Aufgenommen hat Lou es in Südafrika und Berlin mit vielen befreundeten Musikern, was sich in den hübsch verspielten Arrangements niederschlägt. Wer die Südafrikanerin nur von ihren Straßenkonzerten kennt, wird überrascht sein, plötzlich Bläser, Kontrabässe, Klaviere, Glockenspiele, Schlagzeuge und verdoppelte Gesangsspuren zu hören. Sofort wiedererkennbar sind hingegen ihre klare, warme Stimme und ihr Fingerpicking. Manchmal erinnert sie ein wenig an Leslie Feist, dann wieder schlendert sie in folkige und jazzige Regionen. Die Songs folgen dabei keinen festen Patterns, sie haben meist nicht mal Refrains, was ihnen eine mäandernde Traumverlorenheit und ein luftig verwobenes Klangkostüm schenkt.

DUB FX (AUS)

Thinking Clear

Jul
31
19:30

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Benjamin Stanford ist von der Straße direkt in den Beatbox-Olymp aufgestiegen. Er hat uns im vergangenen Sommer so sehr überrascht, das muss wiederholt werden. Bekannt wurde der Australier in seiner Heimat Melbourne mit Auftritten auf öffentlichen Plätzen, bei denen er mit einem Aufnahmegerät seine eigene Stimme loopte und dazu mit dem Mund, der Nase und dem Rachen weitere Instrumente imitierte: „Beatboxing“ nennt sich das und ist eine aufregende Mischung aus Dub, HipHop, Reggae und Drum`n Bass. Bei seinen Auftritten baut Stanford Schicht für Schicht und in Echtzeit rhythmusbetonte Musikstücke auf. Jede Schicht fügt ein weiteres „Instrument“ hinzu, bis monumentale Sound-Ungetüme entstanden sind. „In Melbourne habe ich komplettes Auftrittsverbot auf den Straßen“, erzählt er. Es seien einfach zu viele Menschen gekommen und die Sache manchmal „ein bisschen aus dem Ruder“ gelaufen. Seine Stimme ist eine friedliche Waffe, die er mit Loop-Pedalen und Effekten schier unendlich einsetzen kann.

Millionen Youtube Clicks und über 100.000 verkaufte Platten; DUB FX ist inzwischen in ganz Europa und auf den großen Festivals unterwegs, seine Konzerte sind phänomenale Partys. „Blood, Sweat & Busking“ - der Sänger, Rapper und Beatboxer wird mit dem Druck auf die erste Taste und seinen vokalen Beats zu einem Dubstep-Orchester, das einfach alles macht, was an der Schnittstelle von Elektronik und menschlicher Stimme machbar ist. Das ganze Spektakel, was sonst noch auf der Bühne stattfindet? However, am Ende geht’s sowieso nur um den genialen Musiker und seine kraftvollen Beats…

Till Brönner & Dieter Ilg (D)

Nightfall Tour

Jul
29
19:30

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Till Brönner und Dieter Ilg spielen zusammen. Klar, ist man versucht zu sagen, was läge näher? Aber in der Frage steckt auch schon die Antwort. Was könnte näher liegen als eine Zusammenarbeit des Freiburger Bassisten Dieter Ilg und des Berliner Trompeters Till Brönner! Dass Freiburger sich in Berlin heimisch fühlen und umgekehrt, ist nur ein Aspekt dieses Duos, für dessen Beschreibung das Wort Kohäsion wohl viel zutreffender ist als Kollaboration. Beide haben in verschiedensten Konstellationen schon Tausende von Geschichten erzählt, beide sind aus der Perspektive des Jazz auf ganz unterschiedliche Weise traditionellem Liedgut verpflichtet. In der DNA beider Musiker steckt ein Bedürfnis nach Osmose. Keine Distanz ist ihnen zu groß, um sich einander anzunähern. Statt Genretreue setzen sie auf gegenseitiges Vertrauen, statt Technik auf Leichtfüßigkeit im Austausch. Aus einem unerschöpflichen Reservoir an musikalischen Ausdrucksmitteln und Vorlagen schöpfend, geht es ihnen am Ende immer um die Geschichte, die es im jeweiligen Augenblick zu erzählen gilt. Bewiesen haben sie längst alles, jetzt geht es einzig und allein um den menschlichen Faktor. Freunde, Kollegen, Verschworene, Brüder im Geiste – Till Brönner und Dieter Ilg sind der lebendige Beweis dafür, dass ein Maximum an simultanen Impulsen das Gegenteil von einem Kompromiss sein kann. Zwei begnadete Storyteller, die zugleich aufmerksame Zuhörer sind, geben sich die Ehre und stellen ihr erstes gemeinsames Album „Nightfall“ vor.

Tented Love Festival (D)

Mykket Morton/Mohr/Ma Fleur/Paulina Eisenberg Beginn: 19:00 Uhr

Jul
28
19:00

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Kassel hat eine herrlich pulsierende Musikszene. Fernab von Mundart und der Musik von einem glücklichen Welt-Star-Duo entsteht seit einigen Jahren ein immer stärkeres und größeres Netzwerk von jungen Projekten und Künstlern, durchzogen von Originalität und Ambitionen. Vier Bands, die im Herzen dieser Kollaborateure zuhause sind, jede eigenständig und doch vereint im Ziel, wollen dieser, ihrer Szene nun ein Denkmal setzen.

Deshalb feiern wir ein Festival. Ein Festival, das sich von der Relevanz von populären Künstlern freispricht. Ein Festival, das ohne Timetable funktioniert, und ganz auf die Faszination und Qualität von Local Heroes setzt. Das es sich herausnimmt schon in der DNA des Grundkonzepts die Grenzen zwischen einzelnen Projekten und Bands aufzulösen, Neugier statt Begierde zu wecken und statt einzelner Akteure lieber eine gemeinsame Kultur und Szene feiert.

Mykket Morton erinnern an das britische Folk Revival der jüngsten Tage. Zwischen Folk, Pop und Rock haben sie einen Ort gefunden, aus dem heraus sie nun einen lässigen Ohrwurm nach dem anderen schreiben. Mohr setzte sich schon mit sieben Jahren ans Klavier, mit acht galt sein Interesse der Gitarre und das Singen war schon immer da. Er stand mit Musikern wie Frida Gold, Samy Deluxe oder Namika auf der Bühne. Ma Fleur klingt nach großem Popappeal. Ob solo oder orchestral arrangiert, das ist modern und die Reminiszenzen sind an der richtigen Stelle gesetzt. Paulina Eisenberg wandert leichtfüßig mit ihrer Musik zwischen Pop, Blues und Reggea. Sie tritt auf der kleinen Straßenmusikbühne in Kassel oder St. Tropez ebenso gerne auf wie auf den Festivals wie Hurricane an der Seite von Milky Chance.

2018 machen diese vier Bands den Anfang. Sie schaffen im Kulturzelt an der Fulda ein Zuhause für eine quicklebendige Szene. Damit legen sie gemeinsam mit den Besuchern den Grundstein für ein Projekt, das das Aushängeschild der lokalen Musikgemeinschaft werden kann. Es wird ein Fest!

Tocotronic (D)

Die Unendlichkeit Live 2018

Jul
26
19:30

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Eineinhalb Jahre lang haben sich Tocotronic ferngehalten von Clubs und Bühnen. Während dieser Live-Pause hat die Band alles hinterfragt, sich als Kollektiv neu erfunden und dabei das tiefgründigste Album ihrer Karriere aufgenommen. „Die Unendlichkeit“ ist eine Autobiographie in 12 Kapiteln, dunkel rockend, poetisch verrätselt und verlockend wie ein Märchen von Oscar Wilde. Das Konzeptalbum erschien im Januar und wird heute live auf unserer Bühne vorgestellt. Sich selbst einzuordnen in die Zeit und in die Welt, ohne dabei zu selbstreferenziell zu werden, ist eine Herausforderung, die diese einzigartige Band gerne annimmt. Tocotronic sind angekommen: Der Kreis zum Frühwerk schließt sich. Gleichzeitig ist ihr Sound gegenwärtiger, moderner denn je. Wie gut sich die neuen sehr persönlichen Songs in das Œuvre der Indie-Institution™ Tocotronic einfügen scheint logisch bei der Vielschichtigkeit dieser Band mit ihrem Willen zur Offenheit und klischeelosem Pop. Kaum jemand kommt ohne die Erinnerung an einen prägenden Tocotronic-Moment aus. Feiert mit dieser einzigartigen Band und euren Lieblingssongs aus 25 Jahren. Pünktliches Erscheinen ist dringend anzuraten.

Tom Walker (GB)

Leave A Light On

Jul
25
19:30

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„Ich habe mich für nichts anderes interessiert als Musik. Ich war aber auch in nichts anderem gut. In meinem Abschlusszeugnis hatte ich lauter Dreien, Vieren und Fünfen. Nur in Musik stand eine Eins plus. Das ist die Geschichte meines Lebens.“ Zum Glück ist der gebürtige Schotte, der in Manchester aufwuchs, mit einer fantastischen Stimme gesegnet. Mit dieser Stimme und seinen emotionalen Songtexten erschafft er eine großartige Verbindung zu seinen Hörern, für die seine Lieder zum Soundtrack ihrer eigenen Gefühlswelten werden. Das dürften alle bestätigen, die seinen tollen Auftritt beim Reeperbahn Festival 2017 gesehen haben. Aber auch musikalisch ist der Brite einzigartig. Beeinflusst von der umfangreichen Plattensammlung seines Vaters, hat sich der Multiinstrumentalist durch alles gehört, was Rang und Namen hat. Daraus entwickelte er seinen Stil zwischen Singer-Songwriter, Soul-Stimme, elektronischen Soundebenen und diesen HipHop-Beats, wie sie J Dilla persönlich gebastelt haben könnte. Eben erst war Tom Walker mit den Hurts und George Ezra in unseren Hallen unterwegs, im April wurden dann alle seine Headliner-Konzerte in größere Hallen verlegt und waren samt und sonders ausverkauft. „Leave A Light On“ ist ein Riesensong, die BBC hat ihn auf ihre „Sound of 2018“ Liste gesetzt. Tom Walker das nächste große Wunder aus Großbritannien und auch wenn er demnächst nur noch die ganz großen Konzertbühnen bespielt – wir lassen ihm immer ein Licht an.

Carminho (Portugal)

Jul
21
19:30

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Fado ist weniger eine Musikrichtung, als vielmehr Nationalerbe und kulturelles Heiligtum Portugals und die junge Sängerin Carminho verkörpert ihn mit Leib und Seele. Trotz ihrer gerade einmal 31 Jahre hat sie die melancholische Tragik, die tiefe Sehnsucht und den emotionalen Schmerz des Fado verinnerlicht und trägt ihn mit einer solchen Ausdruckskraft und tief empfundenen Leidenschaft vor, dass es keinen Zweifel mehr geben kann. Bereits 2005 wurde Carminho von der Stiftung Amália Rodriguez als bester Newcomer geehrt, und sie ist dem Erbe dieser Ikone des Fado treu geblieben. Denn auch wenn Carminho dem Fado musikalisch einen frischen Wind beschert, bleibt ihre Musik untrennbar verbunden mit der Sonne, dem Meer, der Liebe und der Sehnsucht.
Es ist diese tiefe Verbundenheit mit der Musik die bereits Carminhos Debütalbum ‚Fado‘ so besonders macht. Schon kurz nach der Veröffentlichung galt es als „das beeindruckendste Fado-Debüt in Jahrzehnten“ (Time Out Magazine) und erreichte innerhalb kürzester Zeit Platin Status in Portugal. Ihre herzergreifenden Songs sind dabei ebenso musikalisch virtuos vorgetragen und mit ihrer kräftigen und dennoch glasklaren Stimme gelingt es Carminho, selbst die kleinsten Dynamikunterschiede fein nuanciert auszudrücken und so für ihre Hörer erfahrbar zu machen. Mit Carminhos nächste Alben „Alma“ und Canto“ kam der internationale Durchbruch und jeweils der Platz 1 in den portugiesischen Charts. Sie gilt unter Fans und Kritikern gleichermaßen als eine der größten Stimme unserer Zeit und auf den internationalen Bühnen werden die sensationellen Auftritte der jungen Fadista als musikalische Offenbarung gefeiert.

Olli Schulz (D)

Scheiss Leben, Gut Erzählt

Jul
20
19:30

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Fernsehen, Radio, Internet: Olli Schulz ist immer schon da. Dabei kommt neben seinem Gesangs- vor allem sein Talent als amüsanter Geschichtenerzähler zum Leuchten. Ollis Geschichte begann jedoch nicht auf, sondern hinter der Bühne. Lange Zeit verhalf er als Roadie und Stagehand anderen Künstlern zu gelungenen Konzerten. Währenddessen war er zwar musikalisch kreativ, hegte aber keine Ambitionen, dies öffentlich zu machen. Erst 2003 veröffentlichte er auf dem Label eines Freundes sein Debütalbum ,Olli Schulz & der Hund Marie’. Dies ging aus dem gleichnamigen Musikprojekt mit Tomtes Max Schröder hervor. Nach insgesamt drei gemeinsamen Alben besann sich der Showman aus Leidenschaft auf seine Solo-Pfade. Sein Song „Mach den Bibo“, mit dem er den 5. Platz bei der Vorauswahl zum Bundesvision Song Contest belegte, brachte Olli erstmals einen Eintrag in den deutschen Single-Charts. Es folgten zwei weitere Alben, sowie die DVD „SOS – Showman Olli Schulz“, die seinem grandiosem Talent für Entertainment auch visuell gerecht wird. Der Meister der Spontaneität liefert nicht einfach nur Konzerte ab, sondern kreiert wahre Improvisations-Shows, die mit satirischen Stand-Up-Storys und bunten Halbwahrheiten aus dem Leben gespickt sind. „Scheiss Leben, Gut Erzählt“ heißt Ollis neues Album. Selten lagen Götterdämmerung und Erleuchtung so nah beieinander. Herzzerreißend und fröhlich – das ist Olli Schulz und das ist seine Musik. Genießt den Tag!

BOSSE (D)

Festival Warm Up Show 2018

Jul
19
19:30

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„Engtanz“, eng zu tanzen mit sich selbst, den anderen und dem Leben überhaupt; damit hat Axel Bosse im vergangenen Jahr seine Fangemeinde auf der ausgelassenen „Engtanz“ Tour in Bewegung gesetzt. Fünf Alben hatte er bis dahin veröffentlicht, über 100 Konzerte plus die großen internationalen Festivals landauf landab gespielt. Zuspruch, Anerkennung, Aufmerksamkeit und Bewunderung, Bosse spielt in der ersten Liga seiner Zunft. Erwachsen sein und das sehr gut finden – das geht. Und setzt bei Axel Bosse unglaubliche Energien frei. Musikalisch mutig, voller Wucht, mit neu entdeckter Liebe zur Gitarre, zu Chören und zu Streichern. Die eigenen und die fremden „Steine“, so der Titel eines Songs, aus dem Weg räumen. Auch, wenn man sich daran fast die Zähne ausbeißt, am Ende leuchtet das Licht, es grüßt die Klarheit. Sehr feinsinnig fängt dieser Musiker Stimmungen und Befindlicheiten ein, er findet ganz genau die richtigen Töne und Worte dafür. Die gesamte Bosse-Band-Familie ist am Start und in Bewegung. Bosses Definition von „Engtanz“ ist so temporeich, so voller Energie, dass die Konzerte sich dann doch immer in eine wilde fröhliche und schwindelige Angelegenheit aufschwingen. Zum Glück für uns alle.

Kensington (NL)

& special guest

Jul
18
19:30

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Kensington ist die erfolgreichste Indie-Rock-Band der Niederlande. Bereits ihr Album „Rivals“, in den Niederlanden mit zweifachem Platin ausgezeichnet, brachte das Quartett auf Club- und Festivalbühnen in ganz Europa. Kensington spielten sagenhafte 65 Festivals u.a. Hurricane, Southside, Sziget, Frequency, Gurten, Eurosonic und Pinkpop Festival. Ausverkaufte Konzerte landauf landab sind eher Regel als Ausnahme. Ausgezeichnet wurden die Utrechter unter anderem mit dem MTV Europe Music Award, dem 3FM Award für Beste Band, Bester Live ACT und Bestes Album. Mit ihrem vierten Album „Control“ präsentieren Kensington nun ihr bisher ambitioniertestes und intensivstes Werk . Vor allem ist es ein hymnischer Rock-Sound, der hier zu hören ist, groß und bombastisch mit tiefgründiger Lyrik. Eine Achterbahnfahrt zwischen Euphorie und Melancholie. „Control“ besteht aus Extremen. Es enthält das ruhige und sanfte „Storms“, aber auch laute Rocksongs wie „St. Helena“ und sogar einen atypischen, gitarrenfreien Song „Regret“, der Electronica mit Rock und fast schon Teile des „Industrial“ vereint. „Wir wollten ein Album machen, das eher starke Reaktionen und Emotionen hervorruft als auf Nummer sicher zu gehen. Wir haben angefangen, tiefer in uns selbst hineinzuschauen, um verborgene Schichten zu entdecken und haben all diese extremen Ecken unserer musikalischen DNA gefunden.“

Casper Starreveld, git., voc; Eloi Youssef, git., voc.; ; Niles Vandenberg, drums und Jan Haker, bass.

Shout Out Louds (SE)

Ease My Mind

Jul
17
19:30

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Die Schweden mal wieder… Shout Out Louds kommen aus dem Land, in dem sich auch Mando Diao und The Hives „Got natt“ sagen. Die Glückspilze touren mit ihrem schönen Indiefolk –pop durch Skandinavien und wagen schließlich den Sprung in die USA. In New York rennen sie offene Türen ein, werden nach Los Angeles eingeladen und von den Majors von Capitol unter die Fittiche genommen. Besser hätte es nicht laufen können für die fünf. Auftritte bei David Lettermann und Jay Leno und Gigs unter anderem mit den Kings Of Leon begeistern auch in Europa. Erfreulicherweise behalten die fünf Schweden trotz Major Deal den Boden unter den Füßen und veröffentlichen nur alle vier/fünf Jahre ein neues Album. Verspielte Moog-Melodien, ein melodisches Indie-Folk-Fest; aber Shout Out Loud können auch wild auf den Instrumenten rumpeln und das Melodische zur Strecke bringen. Mit „Ease My Mind“ ihrem jüngsten Album, sind sie nun auf den Festivals unterwegs und schon jetzt werden sie für das Album fulminant gefeiert. Die Band setzt ihre Musik luftig in Szene, rockt auch mal ab, aber im Grunde ist es eine sommerleichte Musik aus einem europäischen Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ein fröhlicher Indiepop, bei dem man auf Sommer-Festivals perfekte Momente erlebt.
Bebban Stenborg, voc., keys; Adam Olenius, voc., git.; bass Ted Malmros; Carl von Arbin, git.; Eric Edman, drums.

Slowdive (GB)

Jul
14
19:30

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„Vollumfänglich“ nennt diese Band aus dem englischen Reading ihr jüngstes Album und stellte damit ihre Reunion vor. Sie bewegen sich zwischen Shoegaze, Pop-Hymnen und Ambient. Dabei sind die Musiker so abwechslungsreich in ihren Soundwolken unterwegs, ihre Alben und Konzerte haben Legendenstatus. Brian Eno hat mit Slowdive auf „Souvlaki“ kooperiert und nach ausgedehnten Festivalauftritten in der ganzen Welt ist diese Band endlich im Sommer bei uns in Kassel. Mit Neil Halstead (voc., git. keys), Christian Savill (git.), Nick Chaplin (bass), Raches Goswell (voc.) und Simon Scott (drums. electronic) verkörpert das neue Werk die Mühelosigkeit, für die wir Slowdive feiern. Die Fans werden es lieben. Ihr düsterer, schwelgerischer Pop trifft ins Herz all jener, die verstanden haben, daß Introvertiertheit zu wundervollen musikalischen Ergebnissen führen kann. Slowdive haben auf jedem Fall etwas Zeitloses, neben „My Bloody Valentine“ und „Lush“ gelten sie als Klassiker des Shoegaze-Genres, dem wesentlichen Vorläufer der Britpop Bewegung. Shoegazing – dieses auf die Schuhe starren - meint ironisch die selbstvergessene und verhaltene Live-Performance.

Aber Slowdive geht erhabenen Kopfes auf die Konzertbühne. Die Reunion bietet brilliante, konzentriert und souverän dargebotene Essenz einer Band, die zum Glück und mit Verve wieder auf dem Platz ist und ein triumphales Comeback feiert.

Joachim Kühn New Trio (Can/D)

Kühn/Jennings/Schaefer: Beauty & Truth

Jul
13
19:30

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Alter Meister, junge Wilde und ein neues Trio: Joachim Kühn, Pianist von Weltrang und Solitär des europäischen Jazz, gönnt sich keine Pause. Unstillbar ist sein musikalischer Schaffensdrang. Stillstand ist für ihn Rückschritt, seine musikalische Neugier ungebrochen. Auch heute noch sitzt Kühn täglich Stunden an seinem Flügel in seiner Finca an Ibizas Meeresküste oder hört in seiner Musikbibliothek, die über 1500 Tonträger beheimatet, alte und aktuelle CD-Erscheinungen. Für „Beauty & Truth“ hat er nun mit Produzent Siggi Loch alte, bekannte und ungewöhnliche Stücke ausgesucht und im neuen Trio eingespielt: „Starke Melodien, die man gestalten kann“. Joachim Kühn ist einer der wenigen deutschen Weltstars des Jazz. Mit seinem Spiel, das sich über alle Kategorien hinwegsetzt, profilierte er sich zu einem Musiker von Weltklasse. Der musikalische Weltbürger Kühn sieht sich in der Tradition des Jazz, wie auch verbunden mit der europäischen Konzertmusik, aber bei alledem unmittelbar einer Klangsprache der Gegenwart verpflichtet. Er offenbart Vehemenz und Sensibilität, virtuose Technik und Phantasie, eine unverwechselbare Anschlagskultur und einen untrüglichen Sinn für Dynamik. Eric Schaefer, der auch bei Michael Wollnys Trio mitmischt, ist kein Schlagzeuger, der dezent den Besen rührt. Sein Spiel ist von geradezu körperlicher Verbindlichkeit: „Ist es frei, ist es Groove“. Chris Jennings, der kanandische Bassist, spielt auch mit Nguyen Le und dem Dhafer Youssef Quartet. Jennings ist ein cosmopolitischer Musiker, seine Kompositionen sind ebenso klar, wie vertrackt.

Meute (D)

Tumult

Jul
12
19:30

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Eine Kulturzelteröffnung, die die ganze Stadt weckt: Wir sind wieder da! MEUTE sind ja auch perfekt für die Eröffnung eines Festivals: ein sich bewegendes musikalisches Kollektiv, das dank Blaskraft und Energie ein Symbol für die Eröffnung eines Festes ist.

Eine Blaskapelle spielt Techno. Das ist eines der ungewöhnlichsten und erfolgreichsten Musikprojekte aktuell. MEUTE sind eine Techno Marching Band. Ein Dutzend Schlagzeuger und Bläser, die in akustischer Besetzung die Funktion des DJs erfüllen. Mit der Mischung aus hypnotisch treibenden Techno und expressiver Blasmusik ist MEUTE in kürzester Zeit zu einer festen Größe der europäischen Musikszene avanciert. Im Januar 2016 verbreitet sich das Video eines Streetgigs im Internethype und seither feiert das archaische Konglomerat aus Blech, Schweiß und Trommeln zahllose legendäre Feste auf den Festivals quer durch Europa. Spätestens beim ersten Drop fliegen die MEUTE auf und die Meute vor der Bühne gemeinsam wie Konfetti durch die Luft und alles tanzt und lächelt.

Und eins steht fest: Wenn irgendwann mal auf der Welt der Strom knapp wird, wird MEUTE trotzdem eine Technoparty schmeißen und mit der Crowd ums Feuer tanzen. Die physische Wucht der Band erklärt, woher die Redewendung „mit Pauken und Trompeten“ kommt.