NAMIKA (D)

DI 20.08.2019 • 19:30 Uhr

Vvk.: 38,- € zzgl. Vvk.-Geb. / Ak.:40,- €

Support: Robin (D)

„Ich glaub´, alles, was zählt, das kann man nicht zählen“ (Namika, Alles was zählt)

Jede Version des Soul – egal ob glatt, rau, seicht, independent, major oder underground – nennen wir nur deshalb Soul, weil sie etwas unverkennbares, ein eigentümliches Herzstück in sich trägt. Unzählig viele kommerzielle Projekte versuchen, so etwas wie Soul vorzutäuschen, und kriegen Soul-Musik dabei weniger als gar nicht hin. Namika ist eine extrem erfolgreiche Sängerin und absolut und vollkommen anders. Namika hat und macht modernen Soul, denn ihre Musik entspringt einer Wurzel. Die kann man spüren, wenn sie eine Melodie im letzten Moment sanft Richtung Blue Note abbiegen lässt oder ihr ein gehuschtes „Yeah“ auf einer völlig unbetonten Zählzeit entweicht. Das erzeugt Groove, die Abweichung von den geraden Pop-Geschichtchen. Das ist Soul.

Die gebürtige Frankfurterin verbindet gleich auf ihrem ersten Album Nador die marokkanische Hafenstadt gleichen Namens, aus der ihre Großeltern stammen, mit dem Sound der Frankfurter Straßen, nämlich Hip Hop. Schon früh rappt sie, sehr verspielt, wie sie selbst verrät, mit ihren Cousins um die Wette. Und so gelingt ihr mit ihrem Debüt durch die Verknüpfung von Familiengeschichte und urbanem Sound gleich ein ganz großer Wurf: Das Album steigt hoch ein in die Album-Charts, ihre Single Lieblingsmensch braucht ein paar Tage, bis sie den ersten Platz stürmt, um dort lässig und und lange zu verweilen.

„Heute Vogue, morgen Straße Weil ich so gern da bin wo mich niemand erwartet Schau sie wollen es zerreißen Rap, Pop
Ich soll mich entscheiden Aber das hier ist mein Film Sie können mich nicht greifen (…)“
(Namika, Phantom vom Album Que Walou)

Den frischen Sound ihrer ersten Platte, dem man so schnell verfällt, spinnt sie auf Que Walou unbeirrt weiter. Ob sie ihre eigene künstlerische Situation reflektiert oder uns einfach einen ausgedehnten Flirt lang selbstbewusst ins Gesicht lächelt: „Je ne parle pas français – aber bitte sprich weiter(…)“ – Namika passiert wieder ein Hit nach dem anderen. Was soll man da machen? Das scheint nicht gerade Namikas Problem zu sein. Sie engagiert sich mit und durch Musik in Projekten in Marokko und kümmert sich um das, woraus ihr Soul erblüht: Die Wurzel.

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Support gibt es von Robin aus Kassel: Der Beweis, dass auch im Norden Hessens eine reiche Quelle des Soul sprudelt. Thematisch stellt sie, orientiert an den Interessanten und Widerspenstigen dieses Genres, wie etwa Erykha Badu oder Etta James, Weiblichkeit, Körperlichkeit und Sinnlichkeit selbstbewusst in den Mittelpunkt ihrer Musik. Man wird sich im Kulturzelt Kassel davon überzeugen können, dass ihre fantastische Stimme Brüche und Risse, sanfte Wellen und erbitterte Stürme, ohne die echter Soul nicht entstehen kann, in ein groovendes Ganzes überführt.

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Das Konzert ist unbestuhlt.

Robin

Karten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich
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